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Usedomer Kirchen-Hopping mit Musik

Insel Usedom Usedomer Kirchen-Hopping mit Musik

Die Festivaltour durch die Gotteshäuser war erneut so gefragt, dass zwei Busse gechartert werden mussten

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Die Skandinavistik-Studentinnen Liane Kiefer (l.) und Kristin Kreiseler betreuen die Gäste. Fotos (2): Ingrid Nadler

Insel Usedom. Die „Musikalische Inselrundfahrt“ ist von Anfang an ein fester Programmpunkt beim Usedomer Musikfestival. Am Donnerstag haben sich rund 80 Musikfreunde auf so eine Reise begeben. Sie waren dankbar, dass sie bei dem strömenden Dauerregen in zwei Reisebussen von Ort zu Ort gefahren wurden. Oder besser gesagt, von Kirche zu Kirche, denn für die Orte war im straffen Ablaufplan keine Zeit. Dafür hatte der Veranstalter mit Bärbel Finn und Günter Gehrke zwei ortskundige Reiseführer bestellt, die über die Insel Auskunft gegeben haben.

OZ-Bild

Die Festivaltour durch die Gotteshäuser war erneut so gefragt, dass zwei Busse gechartert werden mussten

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Ich bin von der Qualität und der Vielfalt des Musikfestivals begeistert“.Heike Rohwer, Bargstedt

Gleich zu Beginn haben die Konzert-Betreuerinnen Kristin Kreiseler und Liane Kiefer zur Orientierung Insellandkarten ausgeteilt, denn „wir werden keine ausgetretenen Trampelpfade benutzen, sondern ins Usedomer Achterland fahren“, hatte Günter Gehrke verkündet. Aber vorher haben die Reisenden in der Ahlbecker Kirche und in der Swinemünder Christuskirche die ersten musikalischen Hochgenüsse dieser Orgelreise erlebt.

Für diesen Part zuständig waren Friedrich Kühn und Sanko Ogon, Studenten des Instituts für Musikwissenschaft und Kirchenmusik an der Universität Greifswald. Eine der Zuhörerinnen, die still in sich versunken schien und beseelt den Klängen lauschte, war Heike Rohwer aus Bargstedt in Schleswig-Holstein. Die Sozialpädagogin hatte im Internet vom Festival gelesen und spontan Tickets und eine Unterkunft in Ahlbeck gebucht. „Ich habe unter anderem die ,Schwedischen Feste' im Kaiserbädersaal erlebt und die Lesung in Benz. Ich hatte auch Karten für Liepe und Wolgast, konnte aber wegen einer Migräne nicht teilnehmen, was mir sehr leid getan hat. Ich bin von der Qualität und der Vielfalt der angebotenen Genres sehr begeistert“, so die Bargstedterin.

Die nächste Station war Liepe, und hier die mit 800 Jahren älteste Kirche Usedoms. Sie ist von Anfang an ein bevorzugter Festspielort, betont Intendant Thomas Hummel. Wie er überhaupt den Beitrag der Inselkirchen am Erfolg des Musikfestivals hervorhebt: „Sie öffnen ihre Pforten für die Musik und ermöglichen im stimmungsvollen Ambiente Kunstgenuss, Besinnung und Einkehr. Dafür bedanken wir uns herzlich!“

Die Ahlbecker Schwestern Inge Dittmeier und Edith Schäfer, die den Kirchenchorälen bewegt gelauscht haben, hätten sich in Liepe gern noch länger umgesehen. „Wir kommen ja sonst hier nicht her“, bedauern sie. Aber der Zeitplan war straff. Außerdem hat es immernoch geregnet. Und dann war es auch Zeit zum Mittagessen.

Im Mellenthiner Schloss dann Gelegenheit zum Essen, Luft holen und Gedanken austauschen. Da fanden sich zum Beispiel mit dem Ehepaar Hering aus Dortmund und den Freundinnen Bettina Schmitz und Ilse Caspar aus Biberach und Saarbrücken vier Musikfreunde zusammen, die mit dem Flugzeug zum Festival gekommen waren. „Wir waren im Juni schon 14 Tage auf Usedom und wollten im Herbst noch einmal verreisen. Im Internet haben wir von dem Festival gelesen und gleich Tickets und die Flüge nach Heringsdorf gebucht. Das hat prima geklappt“, erzählt die 78-jährige Gabriele Hering. Sie und ihr Mann haben sich mit dem Taxi zu den Konzerten bringen lassen.

„Vielleicht könnte man im nächsten Jahr einen Bustransfer zu den verschiedenen Konzertorten einrichten“, wirft Ilse Caspar ein. „Wir hätten gern noch mehr gebucht, wenn der Transport abgesichert worden wäre.“ Die 85-jährigen Freundinnen sind schon 14 Tage auf der Insel zu Gast.

Nach der Mittags- und Gedanken-Pause hatten die Rundreisenden noch zwei Musikerlebnisse. Weil die Orgel in der Mellenthiner Kirche nicht funktionstüchtig ist, begeisterte Friedrich Kühn seine Zuhörer mit einem kleinen Blockflötenkonzert. Dann stand noch die schöne Feininger-Kirche in Benz und ein viertelstündliches Bach-Konzert auf dem Programm. Zum Schluss aber war fast allen die Erschöpfung anzusehen.

Ein zweifellos schöner Tag.

Aber wäre weniger vielleicht mehr gewesen?

Ingrid Nadler

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