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Vater und Kinder freuen sich über Hilfe

Wolgast Vater und Kinder freuen sich über Hilfe

112 Spender greifen Wolgaster Familie nach schwerem Schicksalsschlag finanziell unter die Arme

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Freuen sich über die Anteilnahme: Daniel Götze mit seinen drei Kindern Lucy, Ben (Mitte) und Felix (r.) sowie Kita-Leiterin Birgit Sylvester.

Quelle: Foto: Tom Schröter

Wolgast. Not schweißt zusammen – das haben der Wolgaster Daniel Götze und seine Kinder Lucy, Ben und Felix sowie Tochter Tina in den vergangenen Wochen eindrucksvoll erfahren. Ende Juli berichtete die OZ vom schweren Schicksalsschlag, den die Familie ereilte. Christin Dubberke, die 39- jährige Mutter, war nach schwerer Krebserkrankung verstorben, was ihre Lieben auf eine harte Probe stellte und noch immer stellt. Das Leben war plötzlich neu zu ordnen, viele Behördengänge zu unternehmen und noch dazu ein Umzug zu bewältigen. Zudem bemühte sich der 29-jährige Familienvater nach Kräften, seinen drei leiblichen Kindern in geeigneter Weise zu vermitteln, was passiert ist und dass und wie es nun ohne Mutti weitergehen muss.

Die Großmütter halfen nach Kräften. Freunde fragten an oder griffen einfach zu, um der trauernden Schar klarzumachen: Ihr seid nicht allein. Zudem riefen Birgit Sylvester, die Leiterin der ASB-Kindertagesstätte „Friedrich Fröbel“ in der Wolgaster Ernst-Moritz-Arndt- Straße, und ihr Team eine Spendenaktion ins Leben. Anliegen und Kontodaten waren in der OZ abgedruckt, so dass jeder, der wollte, einen Geldbetrag einzahlen konnte, um auf diese Weise seine Anteilnahme und seine Hilfsbereitschaft auszudrücken. Sage und schreibe 5865,13 Euro sind auf diese Weise zusammengekommen. „Damit hatte ich auf keinen Fall gerechnet“, bekennt Daniel Götze. „Ich sage allen Spendern und auch Birgit Sylvester und ihren Mitarbeitern Dankeschön.“

112 Einzahlungen weist das Sonderkonto aus; die Höhe der eingezahlten Beträge bewegt sich zwischen zehn und 500 (!) Euro. Manche Spender haben auch kurze Kommentare abgegeben. „Wenn ich die kurzen Zeilen lese, bekomme ich vor Rührung noch immer Gänsehaut“, schildert Birgit Sylvester. Da heißt es zum Beispiel: „Familie Dubberke-Götze: Alles Gute“, „Wir wollen helfen“, „Der ganzen Familie viel Kraft für den erlittenen Schicksalsschlag“, „Alles Gute für Sie und die drei Kinder“ und „Spende für Daniel Götze zum Tod der Mutter seiner Kinder. Wir sind Urlauber auf Usedom“. Andere Spender schreiben: „Zur Überbrückung oder ein Eis für die Kinder“, „Wir wollen auch helfen“, „Aufrichtiges Beileid“ oder „Familienstützung“. Ein anderer Einzahler berichtet kurz: „Wir sind auch eine Patchworkfamilie, haben 5 wunderbare Kinder und sind auch schon 3x betroffen. Alles Gute...“

„Dass heutzutage so viele Menschen Anteil nehmen und spenden, hätte ich nicht gedacht“, erklärt der Vater. Ein Teilbetrag fand schon Verwendung. Und zwar bei der Renovierung der neuen Wohnung, die die Familie vor kurzem bezogen hat. Tapeten, Farbe und Teppichböden wurden auf diese Weise angeschafft. Nun plant Daniel Götze einen mehrtägigen Ausflug mit den Kindern. „Wegen Christins Krankheit konnten wir schon lange Zeit nicht mehr wegfahren“, berichtet er. So gerne würden Felix (8), Ben (6) und Lucy (2) mal ins Tropical Islands bei Berlin fahren, um sich in der Wasserlandschaft zu zerstreuen und zu erholen. Die von Einheimischen und Urlaubern geleistete finanzielle Hilfe könnte eine solche Tour dicke ermöglichen. „Auch Gutscheine für den Besuch in der Schwimmhalle oder im Kino sind damit finanzierbar“, schlägt Birgit Sylvester vor. Zudem können dank der Spenden Engpässe ausgeglichen werden, die bis zur Auszahlung etwa von Halbwaisenrente entstehen. Das Ergebnis der Spendenaktion ist ein überwältigender Beleg dafür, dass insbesondere die Wolgaster und Usedomer in schweren Lagen zusammenstehen und sich auch Besucher der Region und ihren Menschen verbunden fühlen.

Tom Schröter

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Freuen sich über die Anteilnahme: Daniel Götze mit seinen drei Kindern Lucy, Ben (Mitte) und Felix (r.) sowie Kita-Leiterin Birgit Sylvester.

Vater sagt Danke: Spendenaktion in Wolgast erbrachte 5865,13 Euro.

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