Volltextsuche über das Angebot:

2 ° / 2 ° wolkig

Navigation:
Vom Heizkeller zur zünftigen Kesselbar

Wolgast Vom Heizkeller zur zünftigen Kesselbar

Die Schröer+Schröer Kessel-Bar GbR betreibt im Wolgaster „Postel“ einen Anlaufpunkt der besonderen Art

Voriger Artikel
124 Kunstwerke kommen unter den Hammer
Nächster Artikel
Bietermarathon im Kunstpavillon

Besteht auf einen toleranten Umgang der Gäste untereinander: „Kesselbar“-Betreiber Christian Paul Schröer aus Wolgast.

Quelle: Tom Schröter

Wolgast. „Wolgast ein Stückchen Nachtleben zu geben, das haben unsere Stadt und meine Generation verdient“, meint Christian Paul Schröer. Seit dem Frühjahr sind er und sein Bruder Inhaber der „Kesselbar“ im Tiefparterre des Wolgaster „Postel“. Wo früher Kohlen und Koks lagerten und ein Heizer die Kessel des Post- und Fernmeldeamtes befeuerte, verbringen seither Wolgaster Gäste und Einheimische von Dienstag bis Sonntag gesellige Abend- und Nachtstunden.

Die Leute suchen solche Orte, wo sie andere interessante Leute treffen.“Christian Paul Schröer von der

Schröer+Schröer Kessel-Bar GbR

Bevor der Barkeeper die ersten Drinks einschenken durfte, waren jede Menge behördliche Auflagen zu erfüllen, berichtet Schröer. „Wir hatten eine größere Lüftung einzubauen, Handläufe an der Treppe anzubringen, für mehr Beleuchtung zu sorgen, Internetanschluss und eine Stromleitung für die Bühne zu legen und vieles andere.“ Zudem musste passendes Interieur her. Anstelle von Barhockern wurden vor dem von zwei gewaltigen Heizkesseln flankierten Tresen mehrere Schaukeln an Ketten platziert. Rustikal-kreativ kommen auch die anderen Sitzgelegenheiten daher. Die Regale, Abstellmöglichkeiten und ein Holzpodest sowie viele Details sind ebenfalls Marke Eigenbau.

Schröer sieht die „Kesselbar“ als einen Anlaufpunkt zum Entspannen und ungezwungenen Kommunizieren. „Jedermann ist willkommen. Großen Wert legen wir auf Toleranz. Ausgrenzung lehnen wir ab“, unterstreicht er. Dies spiegele sich auch bei den Veranstaltungen und in der Musikauswahl wider. „Wir spielen alles, was bunt, laut und alternativ ist, etwas abseits vom Musik-Mainstream“, erklärt der 27-Jährige. „Angefangen haben wir mit Electro-Partys, der Band ,Schaule Casino’, einigen Headliners aus Berlin, der Band ,Combover’ aus Brasilien und DJ’s aus Greifswald. Vor kurzem war eine Lesung mit ,Feine Sahne Fischfilet’ und Jennifer Rostock bei uns, im Rahmen ihrer Anti-Rassismus- Kampagne ,Noch nicht komplett im Arsch’. Und so machen wir auch weiter.“

Christian Paul Schröer ist hauptberuflich Heizungsbaumeister und Chef eines Handwerksbetriebs mit 20 Mitarbeitern. Der Job als Barbetreiber sei „mehr Hobby als Arbeit“ und benötige „eine gute Portion Idealismus“. „Das Schönste ist, dass man hier Leute auf einem anderen Level kennenlernt“, meint der gebürtige Wolgaster. In der urigen Atmosphäre mit den offenen alten Leitungen und den etwas rußgeschwärzten Wänden ergäben sich nach einem stressigen Alltag nicht selten gleichsam zwanglose Gespräche und interessante Diskussionen. „Die Leute suchen solche Orte, wo sie andere interessante Leute treffen“, erklärt Schröer, der die „Kesselbar“ auch als ein Mosaiksteinchen dafür ansieht, dass es jungen Wolgastern möglichst schwer fällt, ihre Heimatstadt zu verlassen. Dass auch so viele seiner Freunde wegen Perspektivlosigkeit wegzogen, macht dem jungen Peenestädter schon Sorgen.

In Kürze soll im zünftigen Souterrain des Fernsprechamtes die Musikreihe „Music love all colours“ gegen Ausgrenzung und Rassismus starten. Auch Bands aus Schweden und Spanien seien geordert, um auch internationales Flair in die alte Herzogstadt zu bringen.

Tom Schröter

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr zum Artikel

Der Entertainer stellt am 7. Oktober in Schwerin und am 8. Oktober in Rostock sein aktuelles Programm „Essen ist erlaubt!“ vor / Darin verbindet er Humor mit Fachwissen über gesunde Ernährung

Kostenpflichtiger Inhalt mehr
Mehr aus Anklam
Verlagshaus Zinnowitz

Neue Strandstraße 31
17454 Ostseebad Zinnowitz

Öffnungszeiten:
Mo. bis Fr. von 10:00 bis 17:00

Leiter Lokalredaktion: Dr. Steffen Adler
Telefon: 03 83 77 / 36 10 14
E-Mail: zinnowitz@ostsee-zeitung.de

Benjamin Barz ? Ostsee-Zeitung Hilfe Aktion Wohltaetigkeit Teaser der den User auf die Seite "Helfen bringt Freude" führen soll image/svg+xml Image Teaser „Helfen bringt Freude“ 2015-11-30 de Aktion Helfen bringt Freude Seit 27 Jahren engagieren sich unsere Leser zusammen mit der OZ für sozial schwache Familien, Kinder sowie gemeinnützige Projekte in Mecklenburg-Vorpommern. Wie Sie in diesem Jahr helfen können, erfahren Sie hier.
Benjamin Barz Ostsee-Zeitung Ostsee-Zeitung Termine, Events, Veranstaltungen Teaser der den User auf die Seite "Termine" führen soll image/svg+xml Image Teaser Termine 2015-09-23 de Veranstaltungen Aktuelle Termine Konzerte, Kino, Ausstellungen, Vorträge, Theater, Workshops, Tanz und noch vieles mehr. Alle Veranstaltungen und Freizeittipps in Ihrer Nähe finden Sie hier.
Städtewetter
Heute -° / -° -
- -°/-° -
- -°/-° -
RSS-Feeds

Wissen, was in Rostock und der Welt los ist