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Von Peenemünde bis zur Mondlandung

Peenemünde Von Peenemünde bis zur Mondlandung

Förderverein Technikmuseum vertieft Kooperation mit Raketenmuseum in den USA

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Erinnerungsfoto am Prüfstand VII: Mitglieder des Fördervereins mit der Direktorin des Space Centers, Deborah E. Barnhart (Mitte direkt hinter dem Gedenkstein).

Quelle: Foto: Axel Kopsch

Peenemünde. Wenn in zwei Jahren die Amerikaner den 50. Geburtstag (21. Juli 1969) der Mondlandung feiern werden, sollen auch die Peenemünder involviert sein. „Diese Feierlichkeiten werden unter dem Motto stehen, dass die Raketen-Technologien, die für die Mondlandung unabdingbar waren, in Peenemünde unter der Leitung von Wernher von Braun mit dem Aggregat-4 entstanden waren und mit ihm und seinem Team in den USA für das Saturn-Programm weiterentwickelt wurden. Es wird also ein direkter Weg von Peenemünde hin zur Mondlandung aufgezeigt werden“, kündigt Axel H. Kopsch vom Peenemünder Förderverein Technikmuseum Wernher von Braun an.

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Förderverein Technikmuseum vertieft Kooperation mit Raketenmuseum in den USA

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Die Basis für eine noch engere Zusammenarbeit mit den Amerikanern wurde dieser Tage in Peenemünde gelegt, denn mit Deborah E. Barnhart war die Direktorin des Kennedy Space Centers – dem Weltraumbahnhof der Nasa auf Florida – zu Gast. „Auf Einladung des Fördervereins“, betont Kopsch, der im Rahmen des zweitägigen Treffens den Prüfstand VII in den Mittelpunkt rückte. Von diesem Prüfstand aus wurde am 3.Oktober 1942 mit einem Aggregat 4 die Gipfelhöhe von 85 km erreicht. Diese Rakete war der erste Flugkörper, der in den Weltraum vorstieß. Deshalb wird dieser Ort als „Wiege der Raumfahrt“ bezeichnet.

Ziel des Fördervereins ist es, den Prüfstand VII wieder zugänglich zu machen – aber nur virtuell. „Wir sind jetzt endlich ein Stück voran gekommen. Dank eines befreundeten Bauingenieurs haben wir jetzt eine 3D-Darstellung von diesem Prüfstand. Das ist weltweit einzigartig. Für die Sichtung von Fotos und Unterlagen und der Erstellung hat es zwei Jahre gebraucht. Nun müssen noch die Naturalisierungseffekte eingebaut werden“, sagt Kopsch, der das Modell den Amerikanern zeigte. „Sie waren von den Socken“, meint er. Dass während des Besuchs der Amerikanerin – dekoriert mit dem höchsten Nasa-Orden – kein Termin mit Verantwortlichen des Historisch-Technischen Museums (HTM) zustande kam, bedauert Volkmar Schmidt, Vorstandsmitglied im Technikmuseum-Verein. „Ein Treffen ist geplatzt, weil der HTM-Geschäftsführer krank geworden ist“, so Schmidt, der sein Engagement in dem Verein so begründet: „Im HTM fehlt in der Ausstellung das gleichwertige Modul zur Entwicklung der Technik.“ Kopsch geht einen Schritt weiter: „Peenemünde kann man nicht nur als reinen Ort der Waffenentwicklung sehen. Nach dem Krieg nahm das Ganze eine zivile Wendung.“

Deshalb will sich der Verein dafür einsetzen, dass der Prüfstand VII im Rahmen einer Triade aus Deutschland, Russland und den USA in die Kandidatur einer gemeinsamen Unesco-Welterbestätte für Raumfahrttechnik des 20. Jahrhunderts eingebracht wird. „Das ist ein langer Weg“, weiß Kopsch, der das Anliegen des Fördervereins aber nicht aus den Augen verlieren will. „Uns geht es um die Rettung historischer Anlagen in Peenemünde, insbesondere des ehemaligen Prüfstandes VII im Konzept eines neuen technischen Museums. Im Mittelpunkt steht das technologische Erbe von Peenemünde.“

Mehr Technik ins HTM

2011 wurde in Peenemünde der Förderverein „Technikmuseum Wernher von Braun“ gegründet. Die Initiatoren um den Vorsitzenden Joachim Reuter wollen die technische Komponente im Historisch-Technischen Museum noch stärker darstellen.

Im April 2009 ging die Projektgruppe „Technikmuseum Peenemünde“ an die Öffentlichkeit. Sie plante ein neues Museum. Der Prüfstand VII, das Sauerstoffwerk und die Abschussrampe der V 1 sollten Hauptbestandteile des Museums werden. Sie fanden weder beim Land, noch in der Gemeinde und im Museum Gehör. Ein Wiederaufbau des Prüfstandes wurde abgelehnt.

Henrik Nitzsche

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