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Von Urwaldkunde bis Grill-Schule

Wolgast Von Urwaldkunde bis Grill-Schule

Schüler des Wolgaster Runge-Gymnasiums entwickeln Ideen für ein Jugend-Hostel am Oberwall

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Nils Krüger zeigt ein Modell für das Innere des Häuschens auf dem Schulhof mit Bühne samt Fernseher, Bar und einigen Sitz-Podesten.

Quelle: Fotos: Tom Schröter

Wolgast. Das alte, 1901 gebaute Schulhaus am Wolgaster Oberwall war Ausgangspunkt für eine Ideenschmiede der speziellen Art: Etwa 70 Elftklässler des Runge-Gymnasiums machten sich zur Ausgestaltung des Gebäudes Gedanken, das künftig als Jugend-Hostel insbesondere von Schulklassen genutzt werden soll. Der Initiator dieser Aktion war „Postel“-Manager Martin Schröter. „Um nicht an der Jugend vorbei zu planen, hat er angeregt, Ideen junger Leute für eine Gestaltung sowie mögliche Nutzungsvarianten für die Räume im Haus zu sammeln“, berichtet Kunsterzieherin Anne Richter. Sie und ihre Kolleginnen Beate Krüger und Josephine Steinfurth griffen das Anliegen gerne auf.

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Schüler des Wolgaster Runge-Gymnasiums entwickeln Ideen für ein Jugend-Hostel am Oberwall

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„Es gab keine detaillierten Pläne von dem Haus“, schildert Architektin Anna Ohlrogge. Die 35-jährige Berlinerin setzt das mit dem Arbeitstitel „Hunderthaus“ bezeichnete Vorhaben planerisch um und will dabei kreative Gedanken Jugendlicher bewusst einbeziehen. Damit die Schüler ein Gefühl für die Dimensionen des optisch reizvollen Objekts bekommen, haben sie es zunächst gemeinschaftlich mit ihren Körpern vermessen. Das Hausinnere erfassten sie gleichsam mit Armen und Beinen, um anschließend etagenweise Konzepte für einzelne Räume und die Aula zu entwickeln. „Es ging darum, wie sie die Räume nutzen würden, ganz unabhängig von der Umsetzbarkeit“, so Anne Richter.

Zur Auswertung der Ideenbörse fanden sich Schüler, Lehrer und die Architektin in dieser Woche im „Postel“ ein. Per Beamer stellte Anna Ohlrogge die entstandenen Zeichnungen und angefertigten Modelle vor. Mit Phantasie hatten die Schüler wahrlich nicht gespart. Nils Krüger, Luca Schönberger und Alexander Amon konzentrierten sich zum Beispiel auf das Häuschen auf dem Hinterhof der Schule. „Darin könnten Konzerte oder Kino stattfinden“, erklärte Nils Krüger unter Verweis auf das entwickelte Modell mit Bühne und Bar. „Sitzen könnten die Gäste auf unterschiedlich hohen Podesten“, schlug er vor.

Andere Schüler konzipierten Wunsch-Unterrichtsräume für Urwaldkunde, ein Waldcamp, ein Astronomie-Zimmer, eine Zauberschule, ein Musik- und Billard-Zimmer und einen Raum mit maritimem Ambiente. Sogar an eine Grill-Schule wurde gedacht, während Flure als Laufstege gestaltet wurden. Der Hof wurde als Pausenplatz ausgeführt, ausgestattet mit Hängeschaukeln, Trampolin, gemütlichen Sitzecken. Anna Ohlrogge war begeistert. „Es ging darum: ,Was würdet Ihr in Eurer Traumschule gern lernen?’ und viele Eurer Vorschläge sind hoch interessant und leicht umsetzbar“, fasste sie zusammen.

Sitzgelegenheiten in Treppenform zum Beispiel oder eine Bühne, die gleichzeitig als Schlafstätte dient, seien durchaus bedenkenswert. Auf thematische Arrangements legte die Berlinerin auch Wert, als sie die Gästezimmer im „Postel“ inszenierte. Martin Schröter hofft, dass die Runge- Schüler später auch am Hunderthaus bei der Gestaltung der Außenmöbel und der Zimmer und beim Probewohnen so kreativ und begeistert bei der Sache sind.

Bis dahin bleibt noch Einiges zu tun. Zunächst hoffen die Vorhabenträger, dass der im Oktober 2016 eingereichte Bauantrag inklusive Nutzungsänderung vom Bauamt des Landkreises möglichst bald positiv beschieden wird. Dann soll das Haus für seinen neuen Zweck hergerichtet werden. Einige Wände werden zusätzlich eingezogen. Duschen und Sanitärräume werden im Keller, die Schlafräume unter dem Dach angeordnet. In den Räumlichkeiten dazwischen soll es im Hunderthaus – dem Haus der hundert Möglichkeiten – gesellig und kreativ zugehen, was die Zubereitung des Essens und die Gestaltung der Freizeit angeht. In dem robusten Gruppen-Hostel sollen vornehmlich ganze Schulklassen einquartiert werden, die Wolgast im Zuge von Klassenfahrten ansteuern. „Unser ambitioniertes Ziel ist es, den ersten Durchgang schon im September dieses Jahres zu begrüßen“, sagt „Postel“-Manager Martin Schröter, der auf kooperative Behörden setzt.

Tom Schröter

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