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Waldcamp als neuer Lebensmittelpunkt

Freest Waldcamp als neuer Lebensmittelpunkt

Ein Ehepaar aus Nordrhein-Westfalen wagt auf dem Campingplatz in Freest den beruflichen Neuanfang.

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Seit Anfang 2014 sind Gisbert und Ulrike Kaeding die neuen Eigentümer des Campingplatzes Waldcamp in Freest.

Quelle: Fotos: Tom Schröter

Freest. Es ist die Ruhe vor dem nächsten Urlauberansturm, die über dem Freester Waldcamp liegt. Die Campingplatz-Eigentümer Gisbert und Ulrike Kaeding nutzen die milde Winterwitterung, um ihre Ferienoase an der Peenemündung für die Saisonbesucher herzurichten. „Wir bauen im Moment eine neue Außendusche und Frischwasserzapfstellen für unsere Gäste und sind bei Maler- und Renovierungsarbeiten“, berichtet der 51-jährige gelernte Elektromonteur.

Die Kaedings, selber begeisterte Camper, sind seit Beginn des vorigen Jahres Eigentümer des mehrere Hektar großen Waldcamps in Freest. „Wir stammen aus Bocholt im Münsterland, waren auch dort selbstständig und 16 Jahre lang für Metallgießereien in Deutschland und Holland unterwegs. Ich arbeitete im Büro und mein Mann war auf Montage. Als Ehepaar haben wir uns kaum noch gesehen“, schildert Ulrike Kaeding (48). Das Paar suchte die Veränderung, klapperte im eigenen Wohnmobil deutsche Campingplätze ab, für die neue Betreiber gesucht wurden, und wurde nach über 30 Stationen in Freest schließlich fündig. „Der Platz ist wunderschön, man sieht sofort aufs Wasser und auch die Umgebung gefiel uns super“, freut sich Ulrike Kaeding.

Ausgiebig testeten die Eheleute aus Nordrhein-Westfalen die „Perle am Peenestrom“, wie es auf dem Flyer des Waldcamps heißt. Ihre erste Saison als Gastgeber verlief erfolgversprechend. Über 10000 Übernachtungen konnten die Kaedings verbuchen. „Die meisten unserer Gäste kommen aus Berlin und Umgebung“, erzählt Gisbert Kaeding. „Bei uns finden sie große Stellplätze und Ruhe. Der Freester Strand ist nicht weit entfernt. Und unsere Camper haben nicht den Stau-Stress, der auf Usedom oft herrscht, und können die Insel trotzdem ganz bequem mit der Fähre ab Freest erreichen.“ Auch Ausflüge nach Wolgast, Greifswald oder Stralsund seien von Freest aus möglich, ohne in der Blechlawine stecken zu bleiben.

Ihre neue Lebensaufgabe füllt die Kaedings aus, entgegen der Skepsis der Daheimgebliebenen. Auf dem weitläufigen Gelände gibt es stets ausreichend zu tun. Unter anderem sind acht Ferienhäuser und Miet-Caravans zu unterhalten. „Wir haben die Häuser teilweise neu eingerichtet und mit Flachbildfernsehern ausgestattet, eine Werkstatt neu gebaut, mit 1000 Tonnen Mutterboden Gelände aufgefüllt, die Elektroversorgung für die Wohnwagen- und Wohnmobil- Stellplätze erneuert und eine Brötchen-Bäckerei eingerichtet“, berichtet Gisbert Kaeding stolz.

Viele Stammgäste haben sich für 2015 ihr Quartier, ihren Platz zum Zelten oder ihren Stellplatz im Freester Waldcamp längst gesichert. In der vergangenen Saison fanden sich auf dem naturbelassenen Flecken an der Peenemündung auch viele Pfadfinder, Motorradfreaks und Gäste mit Kanu ein. Die Kaedings legen Wert auf gute Kontakte zu ihren Besuchern und auf Geselligkeit. Auch dies sichert ihnen gute Bewertungen und Empfehlungen — sowohl in Form von Mund-zu-Mund-Propaganda als auch im Internet.

10000 Übernachtungen in der ersten Saison
Der Campingplatz Waldcamp in Freest besteht teils aus einem Kiefernhochwald, teils aus einer Waldwiese. Er verfügt über Plätze für 30 Festcamper sowie etwa 40 Zelte und 70 Stellplätze für Wohnwagen und Wohnmobile. Hinzu kommen acht Ferienhäuser und Miet-Caravans.



Etwa 10000 Übernachtungen registrierten die Eigentümer in der Saison des vergangenen Jahres.



Die meisten Gäste des Campingplatzes kommen aus Berlin und dem Raum Brandenburg und suchen vor allem Ruhe und Entspannung.

 



Tom Schröter

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