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Weißes Stück Damwild bei Karlshagen gesichtet

Peenemünde Weißes Stück Damwild bei Karlshagen gesichtet

Forst-Experte Adolphi: Farbanomalien gar nicht so selten

Peenemünde. Seltener Anblick am Montagfrüh für unseren Fotografen Tilo Wallrodt zwischen Peenemünde und Karlshagen. Doch das „weiße Reh“, das er glaubte in der Nähe des Parkplatzes „Kienheide“ fotografiert zu haben, erweist sich nach genauem Hinsehen von Fachleuten schnell als ein weibliches Stück Damwild.

Felix Adolphi, Leiter des Forstamtes Neu Pudagla, erklärt auf OZ-Nachfrage, dass es beim Damwild nicht ungewöhnlich sei, dass hin und wieder weiße, aber auch schwarze Färbungen in freier Natur vorkommen würden. Von der Legende, dass es dem Jäger großes Unglück bringe, der es erlege, hält Adolphi allerdings nicht viel. Aberglaube sei überhaupt nicht sein Ding. Allerdings rät der Forstamtsleiter dazu, das Tier in der kommenden Jagdzeit nicht zu erlegen. Grund: „Man kann das Stück durch die auffällige Färbung immer wieder leicht identifizieren“, sagt er. Und da es in einem Familienverband lebe, könne man wertvolle Rückschlüsse auf das Bewegungsmuster des Verbandes innerhalb des Reviers ziehen.

Der zuständige Leiter des Forstreviers Peenemünde, Uwe Wobser, war gestern leider nicht erreichbar. Bekannt ist aber, dass im Jagdrevier Karlshagen/Peenemünde der Bestand an Damwild relativ hoch ist.

Auch bei Wikipedia kann man Ähnliches zu diesem Phänomen lesen: „Im Vergleich zu anderen wildlebenden Huftieren kommen beim Damhirsch Farbanomalien verhältnismäßig häufig vor. Dieses häufige Auftreten ist vermutlich auf die jahrhundertelange halbdomestizierte Haltung in Hirschparks zurückzuführen.“ In freier Wildbahn, so abschließend das Internet-Lexikon, weisen heute von zehn Damhirschen einer bis drei eine von der normalen Färbung abweichende Fellfarbe auf. Stefan Brümmer

OZ

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