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Wolgaster Katzenschutzhaus hat sich kräftig gemausert

Wolgast Wolgaster Katzenschutzhaus hat sich kräftig gemausert

Verein hat Anlage Am Strom modernisiert und der Stadt ein Problem abgenommen.

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Rosemarie Mäskenthin gehört zu denen, die sich täglich um die Tiere in der Auffangstation kümmern.

Wolgast. Katzen agieren oft im Geheimen, kaum jemand bemerkt ihr Tun. Die Strategie des Wolgaster Katzenschutzvereins ist ähnlich. Am Stadtrand, gegenüber der früheren Gasanstalt, haben die Tierfreunde — ohne dies an die große Glocke zu hängen — Großes geleistet. Das Katzenschutzhaus an der Straße Am Strom 7 wurde in jüngerer Zeit stetig ausgebaut und modernisiert. Wer heute die Anlage besucht, findet saubere Räumlichkeiten, zwar herrenlose, aber gepflegte Stubentiger und ein weiträumiges Außengelände vor, das von einem neuen, hohen Zaun umgeben ist.

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Rosemarie Mäskenthin gehört zu denen, die sich täglich um die Tiere in der Auffangstation kümmern.

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Streunende Katzen gehörten noch vor wenigen Jahren vielerorts zum Wolgaster Stadtbild, was viele Einwohner als störend empfanden. „Auf dem Alten Friedhof hatten wir mal über 70 herrenlose Tiere.

Weitere Problempunkte waren der Kirchplatz, der Bereich am Hagebaumarkt und die Schlossinsel“, berichtet Ilona Singh, Vorsitzende des Katzenschutzvereins. Die Wolgasterin kümmert sich seit 2004 um die herrenlosen Samtpfoten.

„Die erwähnten störenden Ansammlungen gibt es inzwischen nicht mehr“, sagt sie. Zuletzt sei die Katzengruppe auf der Schlossinsel aufgelöst worden. „Im Oktober haben wir alle Tiere eingefangen, kastriert und bei uns untergebracht.“ 110 Katzen leben aktuell in ihrem Wolgaster Asyl, umsorgt von sechs Ein-Euro-Jobbern und fünf Mitarbeitern des Bundesfreiwilligendienstes. Dank treuer, freigiebiger Sponsoren geht es den Tieren sichtlich gut. Als der Verein vor etwa drei Jahren kurz vor dem Aus stand, stemmte u. a. der Lodmannshagener Landwirt Dr. Dietrich von Bomhard einen Großteil der Investitionen, die für den Umbau des Gebäudeinnern und der Außenanlagen und die Einrichtung einer Quarantänestation nötig waren. „Ein Sponsor aus Berlin schickte uns jetzt große Mengen Streu und Futter. Und die Stadt hilft uns bei Transporten und der Müllabfuhr“, sagt Ilona Singh.

Die Kosten sind enorm. So verputzen die Tiere täglich allein etwa 60 Büchsen Feuchtfutter. Hinzu kommt die tierärztliche Versorgung. „2012 haben wir erstmals eine Impfaktion für alle unsere Tiere gegen Katzenschnupfen und -seuche durchführen lassen, was über 1000 Euro gekostet hat“, erzählt die Vereinschefin.

Am 4. Oktober sei die nächste solche Aktion geplant. Ilona Singh betont, dass das Katzenschutzhaus 2012 vom Amtstierarzt mit einem Aufnahmestopp belegt worden sei. „Seitdem nehmen wir keine Katzen mehr entgegen, sondern sind nur noch bei ihrer Vermittlung behilflich.“ Wenn, was nicht selten vorkommt, Katzen einfach in Kästen vor der Station abgestellt werden, würden diese an den Tierhof im Tannenkamp übergeben.

Wer sich über die Arbeit im Wolgaster Katzenschutzhaus informieren und sie unterstützen oder zu den 25 Mitgliedern des Vereins stoßen möchte, hat am 21. September bei einem Tag der offenen Tür Gelegenheit.

Asyl für 110 Katzen

110Katzen im Alter zwischen drei Monaten und 15 Jahren werden momentan im Wolgaster Katzenschutzhaus betreut.

Der Verein sorgt für eine artgerechte Unterbringung und Fütterung der Tiere. Die Samtpfoten sind in

sauberen Räumen untergebracht, können sich im ausgedehnten Freigehege bewegen oder sich in mit

weichem Material ausgelegte Körbchen zurückziehen.


Sämtliche untergebrachte Katzen werden kastriert und, wenn nötig,

mit Medikamenten versorgt.

 

Tom Schröter

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