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Zank um eine größere Leitstelle

Greifswald Zank um eine größere Leitstelle

Kreis und Stadt sind sich bei den Kosten für die dringende Erweiterung uneins.

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Wir sind mehr Kollegen und brauchen Platz.“Volkmar Lang, Leitstelle

Greifswald. Um die Vergrößerung der Rettungsleitstelle des Landkreises Vorpommern-Greifswald ist Streit zwischen Stadt und Kreis entbrannt. Es geht um einen 40 Quadratmeter großen Raum, den der Kreis für die Vergrößerung der Leitstelle braucht und Kosten von 35 000 Euro, die die Stadt dafür in Rechnung stellen will.

„Der Platz wird benötigt, da nach der Gebietsreform auch die Kollegen aus dem Bereich Uecker-Randow hier sitzen müssen“, sagt Volkmar Lang, Chef der Leitstelle. Im Gegenzug wollte die Stadt vom Kreis einen Raum in einem anderen Gebäude, um ihn als Archiv zu nutzen. „Diesem Wunsch haben wir entsprochen und einen Raum in der Beruflichen Schule zur Verfügung gestellt“, erklärt der Beigeordnete des Landkreises Dirk Scheer (parteilos).

Nach seinen Worten habe er mit dem Leiter des städtischen Immobilienverwaltungsamtes, Winfried Kremer, auch über die Übernahme der Kosten gesprochen. „Damit die Leitstelle genügend Platz hat, muss zwischen dem jetzigen Arbeitsbereich und dem angrenzenden neuen Raum ein Durchbruch gemacht werden. Die Kosten dafür übernimmt selbstverständlich der Landkreis“, so Scheer. Alle anderen Arbeiten, wie die Neuverlegung der Elektrik und die malermäßige Instandsetzung, wolle der Landkreis als Betreiber der Leitstelle selbst ausschreiben. Aus Scheers Sicht hätte deshalb einvernehmlich zwischen Kreis und Stadt ein Vertrag unterzeichnet werden können.

Winfried Kremer dagegen sieht die Sache ganz anders. „Wir haben dem Kreis klar gemacht, dass wir für die freiwillige Feuerwehr nun zwei andere Aufenthaltsräume herrichten müssen.“ Die Kosten dafür wolle die Stadt nicht tragen. Doch der Kreis habe bislang darauf nicht reagiert. „Wir können nicht ewig warten, die Bauarbeiten müssen zügig vorangehen“, so Kremer. Der Chef des Immobilienverwaltungsamtes hat dem Landkreis deshalb ein Ultimatum bis zum 22. März gestellt. Sollte sich dieser nicht verpflichten, die geforderten Räume herrichten zu lassen, sei der Zug abgefahren. „Dann wird es nichts mit der Vergrößerung“, meint Kremer. Scheer dagegen spricht von doppelter Bezahlung, die es nicht geben werde. „Wir haben einen anderen adäquaten Raum als Archiv zur Verfügung gestellt und eine Übernahme der Umbaukosten zugesagt. Doch das sind niemals 35 000 Euro. Warum sollten wir die anderen Kosten übernehmen? Schließlich bezahlen wir für die Leitstelle monatlich knapp 3000 Euro Miete an die Stadt“, macht er deutlich.

Auch Volkmar Lang versteht den Zoff nicht. „Es ist die Rettungsleitstelle des ganzen Kreises einschließlich der Hansestadt. Greifswald muss doch daran gelegen sein, dass wir vernünftig arbeiten können“, meint er. Er hofft im Interesse der Mitarbeiter, dass sich beide Seiten einigen.

Cornelia Meerkatz

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