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Zempiner Kids fahren weiter Taxi zur Schule

Zempin Zempiner Kids fahren weiter Taxi zur Schule

Der Kreis begründet sein Einlenken mit falschem Bahntakt und Sicherheitsfragen

Zempin. Große Freude bei den Eltern der Zempiner Grundschüler: Ihre Kinder der ersten und zweiten Klasse müssen nicht, wie der Kreis angedacht hatte, mit der Bahn zur Grundschule nach Koserow fahren. Dafür hatten Anika Hauschild und 14 weitere Eltern gekämpft.

Ursprünglich hatte die beim Landkreis Vorpommern-Greifswald für Schülerbeförderung zuständige Mitarbeiterin die langjährige Vereinbarung, dass die Kinder per Taxi von der Zempiner Kita in den Nachbarort gebracht werden, aufgekündigt. Anders als die Eltern bewertete sie den Fußweg zur Bahn, die Bahnfahrt selbst und den Weg vom Koserower Bahnhof über die vielbefahrene B 111 zur Grundschule als sicher.

Gegen diese Einschätzung liefen die Eltern Sturm. Einer ihrer Gründe, neben den Sicherheitsbedenken: Die vom Kreis als Grund angeführten Richtlinien der Schülerbeförderung gelten zum Beispiel auch für Schüler aus Ückeritz oder Loddin, die weiterhin im Bus aus Pudagla direkt zur Koserower Schule fahren dürfen. „Das wollen wir den Kindern auch gern gönnen. Wir fordern nur das gleiche Recht für unsere Kleinen“, sagte zum Beispiel Jan Zerbe, betroffener Vater und Gemeindevertreter.

Im Rahmen des Widerspruchsverfahrens erhielten die Eltern die Möglichkeit, sich zu den für die Entscheidung erheblichen Tatsachen zu äußern. „Wir haben mehrfach telefoniert, am 26. August gab es dann die mündliche Zusage des Dezernenten“, erzählt Anika Hauschild. „Jetzt haben wir es auch schriftlich: Der Absagebescheid ist außer Kraft – der Kreis sichert, dass die Kinder der ersten und zweiten Klassen mit dem Taxi zur Schule fahren können.“ Anders als bis zu den Ferien, müssten die Eltern nicht einmal den kleinen Finanzzuschuss leisten, der die Mehrkosten der Taxi- zur Bahnfahrt ausgleicht. „Das ist sehr schön. Wir waren soweit, dass wir sogar die Gesamtkosten übernommen hätten. Doch das hätte einige Eltern in arge Bedrängnis gebracht. Ich bin froh, dass wir nun beruhigt unserer Arbeit nachgehen können. Das zeigt doch, dass sich der Widerspruch gelohnt hat“, so die Zempiner Mutti, deren Tochter Ruby (6) ab Montag zur Schule geht. Allerdings muss die Ausnahme jährlich neu beantragt werden.

Kreispressesprecher Achim Froitzheim sagt: „Wir haben uns intensiv mit den Details der Schülerbeförderung befasst und die von den Eltern vorgetragenen Argumente geprüft.“ Neben Sicherheitsbelangen habe der zum Stundenplan ungünstige Bahntakt den Ausschlag gegeben, dem Widerspruch der Eltern im Rahmen einer Einzelfallentscheidung stattzugeben.

Angelika Gutsche

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