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Usedom Zwei Visionäre während des Kalten Krieges
Vorpommern Usedom Zwei Visionäre während des Kalten Krieges
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03:31 14.09.2013
Wernher von Braun

In den Zeiten des Kalten Krieges standen sie sich gegenüber, nun sind sie Inhalt einer gemeinsamen Ausstellung — die Raketenbauer Wernher von Braun und Sergei Koroljow. Ende des Jahres widmet sich im Kosmonautenmuseum Moskau eine Exposition den Lebenswegen der beiden Männer. „Wir konzentrieren uns bei Wernher von Braun auf die Zeit bis 1950“, sagt Michael Gericke, Geschäftsführer des Historisch-Technischen Museums (HTM) Peenemünde. Die Usedomer organisieren erstmals gemeinsam mit den russischen Kollegen eine Ausstellung. Zwar gibt es bereits seit 2011 eine Kooperationsvereinbarung zwischen Peenemünde und Moskau — doch bislang stand die nur auf Papier. „Jetzt haben wir endlich ein gemeinsames Projekt angeschoben“, freut sich Gericke, der zur Eröffnung in die russische Hauptstadt reisen wird. Im „Gepäck“ hat er mehrere Ausstellungstafeln, die das Leben des Visionärs der Raumfahrt bis 1950 nachzeichnen. „Dabei geht es vor allem um die Familie, Ausbildung und das gesellschaftliche Umfeld. Wir stützen uns nicht so sehr auf die üblichen Daten aus der Biografie. Viele Informationen stammen auch aus den Archiven“, so Gericke. Er sieht die Spannung in der Gegenüberstellung der Lebenswege mit „allen Brüchen, Erfolgen, Misserfolgen“.

Auf der einen Seite ist Korojow, der es schaffte, mit „Sputnik“ den ersten Satelliten vor den Amerikanern ins All zu schicken. Seine Sojus-Rakete und das Sojus-Raumschiff werden noch heute genutzt.

Auf der anderen Seite steht der umstrittene Wernher von Braun, der zu Nazizeiten in Peenemünde Hitlers „Wunderwaffe“ V2 baute, die vielen Menschen den Tod brachte. Er war aber auch ein Technik-Genie und Wegbereiter der Raumfahrt zum Mond.

Die Ausstellung soll in Moskau drei bis sechs Monate gezeigt werden. „Je nach Interesse“, so Gericke, der die Schau im nächsten Jahr dann nach Peenemünde holen will. Obwohl Koroljow im gleichen Hotel wie von Braun in Zinnowitz abgestiegen war, hätten sich die Männer persönlich nie kennengelernt, so Gericke.

Brückenschlag
Das Historisch-Technische Museum Peenemünde unterhält nicht nur mit dem Moskauer Kosmonautenmuseum partnerschaftliche Beziehungen. Das HTM hat auch gute Kontakte zum US Space &

Rocket Center in Huntsville.

Henrik Nitzsche

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