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Annis Foto ließ das Fass überlaufen

Trassenheide Annis Foto ließ das Fass überlaufen

Hunde am Trassenheider Strand: Das Bild der Beagle-Dame war für eine verärgerte Urlauberin zu viel

Trassenheide. Das war zu viel! Seit Wochen hatte sich Karin Rentsch, Urlauberin in Trassenheide, über Hunde am Strand geärgert. Mit Mitarbeitern der Kurverwaltung gesprochen, Erklärungen gehört und schließlich auch von Kurdirektorin Teresa Dieske eine lange Mail erhalten, was alles unternommen werde, um solchem Ärger vorzubeugen.

 

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Beaglehündin Anni gilt die Fürsorge des Trassenheider Wachleiters Udo Neumann und seiner Frau Eva-Maria. Das Paar hat die als Geburtsmaschine missbrauchte Hündin aus dem Labor gerettet. Fotos (2): Kurverwaltung

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Beaglehündin Anni gilt die Fürsorge des Trassenheider Wachleiters Udo Neumann und seiner Frau Eva-Maria. Das Paar hat die als Geburtsmaschine missbrauchte Hündin aus dem Labor gerettet. Fotos (2): Kurverwaltung

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Leider gibt es immer wieder Leute, die bewusst gegen Regeln verstoßen.“Teresa Dieske, Kurdirektorin

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Ärgertelefon

Der Anstoß des Ärgers blieb. Immer wieder musste sie sich darüber grämen, dass sich andere Urlauber einen Kehricht darum scheren, ob ihr Hund am Strand willkommen ist oder nicht. „Ich habe beobachtet, dass die Kurverwaltung sehr schnell darin ist, Kurtaxe zu kassieren. Aber ob die Verordnungen eingehalten werden, scheint nicht so wichtig“, sagt die Urlauberin aus Baden-Württemberg.

Dann tauchte auch noch das Foto mit Wachleiter Udo Neumann im Strandkorb in der OSTSEE-ZEITUNG auf, neben ihm Beagle-Dame Anni. „Das kann doch wohl nicht sein! Hunde am Strand! Ich mag es nicht glauben“, sagt die verärgerte Urlauberin gegenüber OZ.

Trauriges Hundeleben Kurdirektorin Teresa Dieske sagt auf Nachfrage, dass der Hund lediglich für das Foto in den Strandkorb durfte – dicht an die Seite von Udo Neumann und seiner Frau Eva-Maria. Die Kurverwaltung habe das Foto so arrangiert, um nicht nur den langjährigen Wachleiter öffentlich zu ehren, sondern auch noch zu zeigen, was er für ein Mensch sei. Die Kurdirektorin, selbst Hundeliebhaberin, berührt dies besonders, denn Anni war einst ein Laborhund, missbraucht als „Geburtenmaschine“: „Trassenheide bedeutet regenerieren, erholen – ob Mensch, ob Tier. Ich finde es toll, dass Familie Neumann die kleine Anni gerettet hat und ihr die Möglichkeit gibt, nach ihrer Leidensgeschichte, das Leben neu zu erleben und die Natur kennenzulernen.“ Das wollte sie beiläufig mit dem abgebildeten Foto vermitteln.

Annis traurige Geschichte fiel bei der Veröffentlichung allerdings aus redaktionstechnischen Gründen durch. Es blieb die Würdigung des Wachleiters – und das Foto der Neumanns mit Anni – im Strandkorb!

Karin Rentsch hatte sich gerade über sechs Leute geärgert, die vom Trassenheider Hauptstrand aus Lenkdrachen in den Ostseehimmel schickten. „Die sind gefährlich.

Lenkdrachen angemahnt Vor zwei Jahren ist mal so ein Drachen direkt neben mir abgestürzt. Ich hatte Glück, dass bei der Wucht des Aufpralls nichts passiert ist“, erzählt die Urlauberin. Ärger hat bei ihr obendrein provoziert, dass die jungen Leute ihr Tun mit zwei auf Stativen montierten Kameras aus den Dünen filmten. „Dabei hätten sie leicht bis zum FKK-Strand schwenken können. Der Strandvogt hat sie dann zwar ermahnt, aber sie haben einfach weiter gemacht“, schildert Karin Rentsch ihre Beobachtungen.

Ein von der OZ vermitteltes Klärungsgespräch mit der Kurdirektorin lehnt sie ab: „Frau Dieske hat mir gemailt, dass alles in Ordnung ist. Was soll da noch bei einem Gespräch herauskommen?“

Tatsächlich hat die Kurdirektorin, nachdem die Urlauberin schon mit verschiedenen Mitarbeitern gesprochen hatte, ihre Sicht der Dinge in einer Mail an sie geschildert. „...Die Hundebesitzer sind durch die Hundeordnung aufgefordert, nur den für die Hunde gekennzeichneten Hundestrand aufzusuchen. Unsere Mitarbeiterin an der mobilen Information belehrt jeden Hundehalter am Hauptstrandzugang diesbezüglich täglich und leitet diese über den Wanderweg zum jeweiligen Strandabgang der Hundestrände. Ausnahmen gelten bei Servicehunden (Blindenhunde etc.). Gegenwärtig sind auch die Strandvogte am Wochenende aktiv, um die Strand- und Badeordnung inklusive der Hundeordnung umzusetzen. Wir appellieren an jeden Hundebesitzer, auch im Wohle seines Tieres, nur die Hundestrände zu benutzen und hoffen auf die Vernunft der Halter.“

Teresa Dieske schilderte weiter, wie mit Hinweisen umgegangen werde. Die von ihr informierte Mitarbeiterin habe umgehend den Strandvogt informiert, „der die von Ihnen beschriebenen Gäste mit den Hunden aufsuchte und ihnen ihre Möglichkeiten aufzeigte. Wir reagierten demnach umgehend und .... tragen Sorge, dass die Ordnung und Bestimmungen am Strand gewahrt werden.“

Hinweise ignoriert Dass solche Hinweise ignoriert werden, ärgert Karin Rentsch wie die Kurverwaltung gleichermaßen. „Unsere Mitarbeiterin an der mobilen Informationsstelle am Haupteingang, die Rettungsschwimmer und die drei Strandvogte sind alle gebrieft und arbeiten Hand in Hand. Leider gibt es immer wieder Leute, die bewusst gegen Regeln verstoßen. Ich bin selbst Hundebesitzerin und kann das nicht verstehen. Ich weiß, dass mein Hund zum Beispiel spielende Kinder am Strand stören könnte. Also ist der Strand für ihn tabu“, sagt sie.

Angelika Gutsche

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