Menü
Ostsee Zeitung | Ihre Zeitung aus Mecklenburg-Vorpommern
Anmelden
Usedom Apfeltag präsentiert fast vergessene Sorten
Vorpommern Usedom Apfeltag präsentiert fast vergessene Sorten
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
00:01 23.10.2017
Hendryk Miechowski von der mobilen Mosterei „Die Mostis“ zeigte, wie die geernteten Früchte zu Saft verarbeitet werden. Quelle: Fotos: Naturpark
Usedom

„Blauacher Wädenswil“, „Pommerscher Krummstiel“, „Gelber Richard“ oder gar „Gelbes Seidenhemdchen“ – nur die Wenigsten dürften auf den ersten Blick wissen, dass sich hinter diesen exotischen Namen alte Apfelsorten verbergen. Dabei ist das nur eine winzig kleine Auswahl dessen, was der Jatznicker Peter Markgraf an seinem Stand beim vierten Usedomer Apfeltag den Besuchern präsentierte. Jeweils einige Exemplare von etwa 70 Apfelsorten hatte er mitgebracht. 70 Sorten klingt viel, doch sie waren nur ein kleiner Teil. Denn seine heimische Obstsortensammlung in der Guter Heinrich GbR im Jatznicker Ortsteil Waldeshöhe umfasst insgesamt 600 Apfel-, 100 Pflaumen-, 50 Kirschen- und 20 Aprikosensorten. Etwa 25 Ratsuchenden konnte Markgraf beim Apfeltag am Sonnabend in der Stadt Usedom bei der Bestimmung von Apfelsorten helfen – weit weniger als sonst bei solchen Veranstaltungen, bei denen er auch schon mal bis zu 300 entsprechende Nachfragen zu beantworten hatte.

Apfelexperte Peter Markgraf (l.) im Gespräch mit einem Besucher.

Für Ulf Wigger, Leiter des Naturparks Insel Usedom, der die Veranstaltung organisierte, liegt der Grund für die vergleichsweise geringe Resonanz in diesem Jahr auf der Hand: „Wir hatten wohl das schwächste Apfeljahr aller Zeiten, zudem mussten wir 2016 aufgrund unserer damals äußerst prekären Personalsituation pausieren.“ Dennoch sind Wigger und sein Team zufrieden mit dem Neustart: „Von den etwa 600 Besuchern, die am Sonnabend zum Klaus-Bahlsen-Haus gekommen sind, schauten rund 80 auch ins Informationszentrum hinein. Das ließ uns zu der Überzeugung kommen, dass es auch 2018 einen Usedomer Apfeltag geben wird.“ Das sei übrigens auch die einhellige Meinung aller Mitwirkenden, also der Händler, Aussteller und Künstler.

Zu diesen Mitwirkenden zählte auch in diesem Jahr die mobile Mosterei „Die Mostis“ aus Ahrenshagen in der Nähe von Ribnitz-Damgarten. Deren Chef Hendryk Miechowski hatte in Usedom von Anfang an nicht so viele Kunden wie in den vergangenen Jahren erwartet, als das Angebot sehr gut in Anspruch genommen wurde. „Angesichts der fast landesweit miesen Ernten war die heutige Resonanz aber durchaus positiv, und auch wir sind bestimmt im kommenden Jahr bei der fünften Auflage des Usedomer Apfeltages dabei.“ Denn trotz der schlechten Ernte waren einige Kleingärtner gekommen, um ihre Äpfel an Ort und Stelle zu Saft verarbeiten zu lassen.

Für Usedoms Bürgermeister Jochen Storrer ist der Apfeltag inzwischen trotz der längeren Unterbrechung ein fester Bestandteil des Lebens in der Stadt: „Jetzt sieht es so aus, dass das Naturparkteam wieder so stabil besetzt ist, dass es in der Lage ist, ein solches Volksfest auf die Beine zu stellen.“ Ulf Wigger dankt allen Beteiligten und vor allem der Usedomer Agrar GmbH.

Dieter Butenschön

Heringsdorfer Wohnungsgesellschaft plant im kommenden Jahr für Instandhaltungsmaßnahmen rund 300 000 Euro ein

23.10.2017
Usedom GUTEN TAG LIEBE LESER - Wenn man wüsste, wo irgendwo ist

Ich hab' es wieder getan. Ich meine, beinahe unbewusst, habe ich mich mit unzähligen kleinen Handgriffen, die ich für den Tag gar nicht auf dem Schirm hatte, von einer Pflichtaufgabe gedrückt.

23.10.2017

Neben seiner Tochter Fanny traten Weggefährten wie Charles Brauer, Uschi Brüning und Thomas Putensen in der Rostocker Stadthalle auf.

23.10.2017
Anzeige