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Arbeitslosenzahl weiter gestiegen

Greifswald Arbeitslosenzahl weiter gestiegen

Düster und wenig erfreulich, so bezeichnet Arbeitsagentur-Chef Heiko Miraß die Situation im zu Ende gegangenen Monat Februar. Momentan sind 20 409 Frauen und Männer im Landkreis ohne Job.

Greifswald. Die Arbeitslosenquote betrug im Februar 16,6 Prozent. Der Landkreis Vorpommern-Greifswald hat damit als einziger Kreis in MV einen Zuwachs an Arbeitslosen zu verzeichnen.

Im Agenturbezirk Schwerin dagegen ging die Zahl der Arbeitslosen um zehn Prozent zurück, in Rostock um 5,3 Prozent. Selbst im Bezirk Stralsund, der mit 17,6 Prozent die höchste Arbeitslosenquote im Land hat, fanden 100 Männer und Frauen im Februar einen Job.

Besonders schwer, eine neue Arbeit zu finden, haben es laut Miraß derzeit Männer und ältere Arbeitnehmer. Bei den Über-50-Jährigen stieg die Arbeitslosigkeit um 13,3 Prozent, bei den Über-55-Jährigen sogar um 14,1 Prozent. Vorpommern-Greifswald hat damit in MV die meisten älteren Arbeitslosen. Bei den Unter-25-Jährigen dagegen sank die Arbeitslosigkeit hier um 6,3 Prozent. Die Zahlen spiegelten die demografische Entwicklung im Kreis wider, sagt Miraß. Für nicht mehr ganz junge Menschen die Chancen auf neue Arbeit zu verbessern, werde deshalb zu einer zentralen Aufgabe.

Sorge bereiten dem Agenturchef die regionalen Unterschiede im Landkreis. „Der Bereich der Außenstelle Anklam driftet immer weiter ab“, sagt er. Während sich die Lage auf dem Arbeitsmarkt in und um Greifswald mit einer Quote von 13,3 Prozent gegenüber dem Vorjahr sogar um über zwei Prozent verbessert hat, also mehr Menschen in Lohn und Brot stehen, ist die Zahl der Menschen ohne Arbeit in Anklam auf beängstigende 21,8 Prozent gestiegen. In Wolgast beträgt sie 17,7 Prozent.

Besonders auffällig ist nach den Worten von Miraß die starke Zunahme von Hartz- IV-Empfängern in den Geschäftsstellenbereichen Wolgast und Anklam. „Da müssen wir gegensteuern. Eine Möglichkeit sind Weiterbildungen auch für GeringqQualifizierte, die zum Beispiel im Wegebau eingesetzt werden könnten“, erklärt Miraß.

Neben all den Hiobsbotschaften gebe es aber auch erfreuliche Ausblicke. So seien dem Arbeitgeberservice im Februar 566 neue Stellen gemeldet worden — ein Zuwachs um 14,8 Prozent gegenüber dem Februar 2012. „Der größte Teil dieser unbesetzten Stellen befindet sich auf der Insel Usedom und in Greifswald sowie im Umland der Hansestadt“, erläutert Miraß. 185 davon seien aus dem Gastgewerbe gemeldet worden, da die Tourismussaison bevorstehe. Dagegen falle die Nachfrage in der Baubranche noch verhalten aus.

Positiv wertet er auch die Entwicklung der Kurzarbeit, die entgegen mehrfacher Prognosen nicht zugenommen habe. Im Januar 2012 hatten 35 Unternehmen Kurzarbeit für 337 Arbeitnehmer angekündigt. 2013 seien es zum Jahresbeginn 33 Unternehmen gewesen, die Kurzarbeit für 300 Arbeitnehmer angekündigt haben. Von diesen 33 Firmen kommen zwei Drittel aus der Baubranche, wo saisonales Kurzarbeitergeld gezahlt werde. „Zurzeit ist zwar noch Winter auf dem Arbeitsmarkt, aber die Vorboten des Frühlings sind zu spüren“, resümierte Heiko Miraß.

OZ

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