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Usedom Arbeitsschiff für deutschen Auftraggeber verlässt die Werft
Vorpommern Usedom Arbeitsschiff für deutschen Auftraggeber verlässt die Werft
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00:00 21.06.2016
Von dem speziellen Hochseeponton aus sollen Kabel im Meeresgrund verlegt werden. Erster Einsatzort ist die Ostsee. Quelle: Slawek Ryfczynski

Die Werft Poltramp Yard S.A in Swinemünde hat den Bau eines speziellen Hochseepontons (Kabelleger) beendet. Am 15. Juni wurde dieser auf den Namen „BODO Constructor” getauft. Taufpatin war Maren Bugiel. Bei dem Offshore-Kabelleger handelt es sich um das erste Wasserfahrzeug dieser Größenordnung, das in Westpommern seit dem Untergang der Stettiner Werft entworfen und gebaut wurde.

„Seit Jahren hören wir, dass die Werftproduktion nicht rentabel sei und keine Zukunft in Europa habe“, sagte Michal Jach, Abgeordneter und Vorsitzender der Sejm- Kommission für nationale Verteidigung. „Hier haben wir ein Beispiel, wie man in kurzer Zeit eine Firma gründen kann, die so komplizierte Arbeiten durchführen kann. Ich glaube, dass das ein Schritt gegen den Abbau der Werftindustrie in der Region ist.“

Entworfen wurde der Neubau von der Firma Poltramp Yard, die auch sämtliche Montagearbeiten, sowie die Installation aller Anlagen und Systemmodule ausführte. Lediglich der Rumpf musste auf Grund seiner vergleichsweise großen Abmessungen in Gdansk gebaut und nach Swinemünde transportiert werden. Der Bau des Kabellegers begann im Frühling 2015 im Auftrag der deutschen Firma Bohlen & Doyen GmbH, die sich auf hydrotechnische Arbeiten in der Nord- und Ostsee spezialisiert. Die „BODO Constructor“ ist 120 Meter lang und 32 Meter breit. Die Besatzung des Kabellegers zählt 50 Personen.

„Das Arbeitsschiff dient zur Verlegung von Kabeln im Meeresgrund“, erklärte Krzysztof Wronski von Poltramp Yard. „Zuerst soll es auf der Ostsee zum Einsatz kommen. Es wird Kabel verlegen, über die die elektrische Energie von den Offshore-Windkraftanlagen übertragen wird.“

Am Bau waren 500 Personen beteiligt. Die Werft Poltramp Yard kommt jedes Jahr besser zurecht. Im Jahr 2015 hat sie für einen norwegischen Reeder zwei Katamarane für Fischfarmen gebaut und einige Spezialumbauten und Reparaturen durchgeführt. In diesem Jahr konnten Vereinbarungen für den Bau einer ganzen Reihe von Hafenschiffen sowie für Umbauten von Massengutfrachtern unterzeichnet werden.

Derzeit beschäftigt die Firma rund 300 Personen. Ihr Jahresumsatz beläuft sich auf 100 Millionen Zloty. Die Gesellschaft investiert in Infrastruktur, baut Hallen und Lagerplätze.

rj

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