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Atomkraftwerk in Gaski: Entscheidung über Bau vertagt

Groß Möllen Atomkraftwerk in Gaski: Entscheidung über Bau vertagt

Bauminister spricht sich gegen eine Studie aus, die die Lage eines AKW an der Küste untersuchen sollte. Bürgermeisterin lobt Engagement der Einwohner.

Groß Möllen. Die Entscheidung über den Bau eines Atomkraftwerkes in Westpommern verzögert sich. Der Minister für Verkehrs-, Bau- und Seewirtschaft hob zunächst das Vorhaben des Woiwoden von Westpommern auf, von der Gesellschaft PGE EJ eine Studie über die Lage von Kraftwerken an der Küste in Gaski (Gemeinde Groß Möllen) durchzuführen zu lassen. Der Ort liegt etwa 150 Kilometer von Swinemünde entfernt. „Diese Entscheidung ist ein Erfolg starker und unbestreitbarer Argumente der Anwohner und der Gemeinde Groß Möllen, angeführt in zahlreichen Briefen an das Ministerium“, sagt Bürgermeisterin Olga Roszak-Pezaly. Die Entscheidung des Ministers hatte mehrere Gründe, vor allem formal-rechtliche. Noch ist nicht bekannt, ob PGE EJ eine Berufung einlegt. Denn die Gesellschaft hat die Wahl zwischen zwei anderen Ostseeorten: Chottschow und Zarnowiec (Woiwodschaft Pommern).

Gegen die Lage des Kraftwerkes in Gaski haben von Anfang an Einwohner, Unternehmer und die lokale Regierung protestiert. „Gaski ist von einem ausgewählten Standort zu einem Reserve-Ort geworden, wenn er überhaupt noch berücksichtigt wird“, so Roszak-Pezaly. Die lokale Regierung von Chottschow und Zarnowiec bemühe sich stark um den Bau des Kraftwerkes auf ihrem Gebiet, setze auf die Gewinnung von Schiefergas in Polen. „Der Finanzminister informierte, dass es unter den gegenwärtigen Umständen nicht möglich ist, dass die Regierung den Bau des polnischen Kraftwerkes unterstützt.“ Daher entferne sich das polnische Atomprogramm derzeit, weil es an einem Finanzierungskonzept mangelt. „Ich denke, dass wir eine große Tat vollbracht haben. Wir sind — nicht nur in Polen — ein Modell der direkten Demokratie“, sagt sie.

Die Entscheidung des Ministers ist eine positive Nachricht für die Bewohner, Lokalpolitiker und ganz Westpommern, deren wirtschaftliche Hauptkraft unter anderem der Tourismus sein soll. Während eines Referendums über den Standort des Kraftwerkes und die Gebietsuntersuchung in Gaski sprachen sich 94 Prozent der Bewohner der Gemeinde Groß Möllen dagegen aus; dafür waren nur 5,3 Prozent.

Radek Jagielski

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