Menü
Ostsee Zeitung | Ihre Zeitung aus Mecklenburg-Vorpommern
Anmelden
Usedom Auf Genussreise durch Vorpommern
Vorpommern Usedom Auf Genussreise durch Vorpommern
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
00:00 20.10.2017
Klaus Päth von der Lassaner Mosterei Nowack lässt Aranka Kollar aus Loitz und Johannisbeernektar kosten. Auf der Regionalproduktemesse präsentierte er zahlreiche Saftsorten. Quelle: Fotos: Peter Binder
Greifswald

Apfelstrudeleis aus Kemnitz, Wildbratwurst aus Süderholz, Schwarzer Johannisbeer- und Cranberrysaft aus Lassan, Kaffeespezialitäten aus Stralsund, Züssower Käse, Schokonudeln, Joghurt und Heringssalat von Rügen, Kartoffeln aus Demmin, Apfelringe aus Greifswald, Wurst aus Wolgast, Bier und Whisky Torf aus Loitz, Kornbrände aus Grammendorf, Bier aus Schwechow – da läuft einem das Wasser im Mund zusammen. Auf einer wahrhaft genüsslichen Reise durch Vorpommern konnten Besucher gestern im Vorpommerschen Landesmuseum all diese Köstlichkeiten von hier probieren.

Die 2. Messe mit regionalen Produkten bot Gaumenfreuden pur. Die Gäste konnten probieren und fachsimpeln. Fazit: Hier sind wahre Könner vertreten.

Auf der 2. Regionalproduktemesse boten 27 verschiedene Hersteller von 10 bis 18 Uhr abwechslungsreiche, frische und gesunde Artikel aus einheimischer Produktion an. Susanne Hinz aus Hinrichshagen war besonders von den Säften der Lassaner Mosterei Nowack angetan. „Schwarze Johannisbeere und Cranberry sind schon etwas Besonderes“, lobte sie und trank noch ein Becherchen. Klaus Päth von der Mosterei berichtete, dass in der sechs Mitarbeiter zählenden Mosterei jährlich allein bis zu 1,2 Millionen Liter Apfelsaft produziert werden. Insgesamt umfasst die Produktpalette 19 Säfte und 13 Bio- und Gourmet-Nektare.

Eine der ersten Messeanmeldungen ging von der Bio am Sund GmbH aus Greifswald ein. „Als regionaler Hersteller von hochwertigen Bio-Produkten wollen wir uns unbedingt hier präsentieren“, so der geschäftsführende Gesellschafter Martin Nätscher. Da in diesem Jahr die Apfelernte schlecht sei, habe sein Unternehmen rechtzeitig auf exotische Früchte wie Ananas und Kiwi umgestellt. Die Kostproben mundeten den Besuchern.

Die Gäste kamen scharenweise: Verbraucher wie die Greifswalder Familien Gaude und Schadow probierten überall. „Der Käse vom Ostseeländer des Pommerschen Diakonievereins schmeckt toll“, lobten sie.

Mitarbeiter Ricardo Bär, der den Käse nach Greifswald ins „Pommerngrün“ bringt, beliefert auch den neuen Edeka-Markt im Greifswalder Einkaufszentrum „Gleis 4“, erzählte er. Durch die Vorjahresmesse war der Kontakt zustande gekommen. Für Rolf Kamann von der Wirtschaftsfördergesellschaft Vorpommern ein Top-Beispiel. „Die Messe bietet ausgezeichnete Gelegenheit, um mit Großküchen, Einzelhandel, Hotellerie und Gastronomie ins Gespräch zu kommen und Geschäftsbeziehungen auszubauen – so stärkt man regionale Wirtschaftskreisläufe“, sagte er. Die Wirtschaftsfördergesellschaft hatte daher gemeinsam mit dem Rügen Produkte Verein, der Stadt Greifswald, den Landkreisen Vorpommern-Greifswald und -Rügen sowie der Greifswald Marketing GmbH zur Messe eingeladen.

Daumen nach oben hieß es bei den Besuchern auch für die Wildbratwurst, die Torsten und Heiko Klar aus Süderholz vor dem Landesmuseum anboten. Zufrieden zeigte sich auch Linda Seidel-Lass, die mit feinen Kornbränden vor Ort war. „Das Korn baue ich selber an“, betonte sie. Vorpommern-Rügens Landrat Ralf Drescher (CDU) ließ sich zusammen mit Greifswalds OB Stefan Fassbinder (Grüne) und Jörg Hasselmann, Vizelandrat in Vorpommern-Greifswald (CDU), Joghurt aus Poseritz auf Rügen schmecken, den Caroline Rahm kredenzte. Beim Whisky Torf aus der Loitzer Hafendestillerie hätten die Herren gern probiert, leider war Arbeitszeit... Dafür wurde noch bei der Kutter- und Küstenfischer Rügen GmbH bei Tino Jahnke und bei Antje Saldsieder-El Boualayi „Kräuterbeer“ probiert.

Das neue Boddenland-Eis von Heike Ziemba aus Kemnitz, deren Eismanufaktur noch im Aufbau begriffen ist, fand großen Zuspruch. Jörg Hasselmann war so angetan davon, dass er die Unternehmerin mit zur Grünen Woche nach Berlin nehmen will. „Wenn das klappt, war die Regionalproduktemesse ein Erfolg“, meinte Rolf Kamann.

Cornelia Meerkatz

Beratung vor Ort: Bürgermeister Schröder weist Vorwürfe der Verschandelung des Dorfes zurück

20.10.2017

Yachtclub Usedom wirft Wasserlinie GmbH „merkwürdiges Agieren“ vor / Anwalt lässt Verdacht der Zweckentfremdung von Fördermitteln prüfen

20.10.2017

Einwohnerversammlung mit Planern und Straßenbauamt vorgesehen

20.10.2017
Anzeige