Menü
Ostsee Zeitung | Ihre Zeitung aus Mecklenburg-Vorpommern
Anmelden
Usedom Auf Wolke sieben: Heringsdorf will hoch hinaus
Vorpommern Usedom Auf Wolke sieben: Heringsdorf will hoch hinaus
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
00:05 17.01.2018
Der City Skyliner ragt hier über Wien. Im Sommer soll er in Heringsdorf stehen. Quelle: Foto: Skyliner Gmbh
Heringsdorf

Das ist nichts für Angsthasen: Mit seiner Gesamthöhe von 81 Metern ist der City Skyliner der höchste mobile Aussichtsturm der Welt. Nun soll er nach Heringsdorf kommen – für zwei Monate im Sommer. „Vom 5. Juli bis 2. September wird er auf dem Heringsdorfer Sportplatz stehen“, sagt Kurdirektor Thomas Heilmann.

Blick auf den Baumwipfelpfad in Lipno (Tschechien). So ähnlich soll er auch in Heringsdorf aussehen. Quelle: Foto: Erlebnis Akademie

Der achte Pfad

Die Erlebnis Akademie AG betreibt gegenwärtig sieben Baumwipfelpfade in Deutschland (einen in Prora auf Rügen), Tschechien und der Slowakei. Heringsdorf soll der achte werden. Die vier Anlagen in Deutschland besuchten nach Firmenangaben im Jahr 2016 rund 1,2 Millionen Gäste.

Rückendeckung bekam er am Montagabend im Eigenbetriebsausschuss. Fünf der sechs Ausschussmitglieder plädierten für das Aufstellen des Turmes in Verbindung mit dem Abschluss eines Mietvertrages für die Sportplatzfläche. Heilmann sieht in dem Turm, der bei gutem Wetter durch die gewölbte Verglasung eine Sicht bis zu 29 Kilometern möglich machen soll, ein „zusätzliches Angebot“, was mehr Tagesgäste in die Kaiserbäder locken könnte. „Wir haben keine Kosten. Ich hoffe aber, dass wir aushandeln können, dass zehn Prozent der Einnahmen bei uns bleiben“, so Heilmann.

Der City Skyliner rast aber nicht wie ein Free-Fall-Tower in die Tiefe – er fährt schonend für den Magen rauf und runter. Mittels einer Rampe haben auch Menschen mit einer körperlichen Beeinträchtigung die Möglichkeit, in die Gondel zu kommen. 60 Personen bietet sie Platz. Die Gondelfahrt in dem 270 Tonnen schweren Turm dauert etwa sieben Minuten. Die Aussichtsplattform fährt dabei bis auf eine Höhe von 72 Metern. „Für den Auf- und Abbau benötigen wir drei Tage“, sagt Christoph Loosen von der Skyliner GmbH. Der Unterbau des Turmes besteht aus zwei Sattelzügen, die nebeneinander aufgebaut und verschraubt werden. Von diesen Mittelbauwagen wird der komplette Unterbau mit wenigen Handgriffen auseinandergeklappt. Der ganze Tross umfasst insgesamt 13 Sattelauflieger, die bereits europaweit unterwegs waren. Vor vier Jahren sorgte der City Skyliner bereits für den besten Blick auf dem Rostocker Weihnachtsmarkt.

Wipfelpfad: Investor hofft im Sommer auf Baubeginn

Ganz so hoch wird der Baumwipfelpfad in Heringsdorf zwar nicht, doch auch hier soll es für den Betrachter eine besondere Perspektive geben. Sie kommen auf Augenhöhe mit mächtigen Baumkronen urwüchsiger Buchen. Vielleicht schon 2018 – „unser Ziel ist in diesem Jahr die Fertigstellung“, sagt Christian Kremer, Marketingchef der Erlebnis Akademie AG. Die Aktiengesellschaft aus dem bayerischen Bad Kötzing will rund sechs Millionen Euro investieren. Geplant ist nahe des Heringsdorfer Bahnhofes ein barrierefreier Baumwipfelpfad, der bis zu maximal 22 Meter hoch und knapp 1300 Meter lang sein wird. Der Pfad verläuft an einem 33 Meter hohen Turm. Die alte Strandkorbhalle inklusive eines Anbaus soll den Eingangsbereich mit Büroräumen, Bistro und Shop beherbergen. „Wenn das Genehmigungsverfahren seinen Weg geht, könnten wir im Sommer mit dem Bau beginnen“, betont Kremer, der für den reinen Pfad mit einer Bauzeit von rund vier Monaten rechnet.

Für das geplante Areal soll der Flächennutzungsplan der Gemeinde geändert werden. Ein Bebauungsplan ist ebenfalls in Arbeit. „Gegenwärtig sind wir dabei, das Vorhaben mit den Fachbehörden abzustimmen. Eine wichtige Rolle spielt auch der Verkehrsknotenpunkt am Bahnhof. Damit muss man sich noch auseinandersetzen“, sagt Heringsdorfs Bauamtsleiter Andreas Hartwig.

Henrik Nitzsche

8000 Euro im Monat bekommt der Ex-Abgeordnete der CDU, Bernd Schubert, in seinem neuen Job als Vize-Staatssekretär – jetzt gibt es eine erste Bilanz

17.01.2018

8000 Euro im Monat bekommt der Ex-Abgeordnete der CDU, Bernd Schubert, in seinem neuen Job als Vize-Staatssekretär – jetzt gibt es eine erste Bilanz

17.01.2018

Auch Lassan, Pulow, Bugewitz und Klein Bünzow gehören zu den Schauplätzen des spannenden Spielfilms

17.01.2018
Anzeige