Menü
Ostsee Zeitung | Ihre Zeitung aus Mecklenburg-Vorpommern
Anmelden
Usedom Auf den Spuren von Adler, Fuchs und Marderhund
Vorpommern Usedom Auf den Spuren von Adler, Fuchs und Marderhund
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
00:05 17.06.2017
Wer hat hier auf dem Weg seine Spuren hinterlassen? Ulf Wigger hilft den Kindern, diese spannende Frage zu beantworten. Quelle: Foto: Dieter Butenschön

Zwei fein säuberlich abgenagte Fischskelette auf einem Weg mitten im Wald – was für eine Möglichkeit, Kindern aus Usedom, Viertklässlern der Grundschule der Inselstadt, ein paar Grundlagen des Naturkreislaufs zu vermitteln. Und die lässt sich Ulf Wigger nicht entgehen. Er erklärt, dass ein Seeadler, nachdem er sich an den Fischen gütlich getan hat, die Reste irgendwo hat fallen lassen. Die wiederum seien von Fuchs oder Marderhund vom Fressplatz des Adlers in den Wald geschleppt und hier endgültig vertilgt worden.

Übrig geblieben seien nur blanke Gräten und Flossen. Der Leiter des Naturparks Insel Usedom ist mit einem Teil der Schüler zur Exkursion an den Usedomer See aufgebrochen, die andere Gruppe führt sein Kollege Frank Schröder, Leiter der Naturparkwacht. Der naturkundliche Ausflug ist Teil des Umwelttages an der Schule, der erneut mit Unterstützung des Naturpark-Teams veranstaltet wird.

Vor dem Start hatten die Mädchen und Jungen sich einen Lehrfilm mit dem Titel „Leben in der Verlandungszone“ angesehen, und von den in diesem Streifen gezeigten Vogelarten konnten sie denn auch einige bei ihrem Streifzug durch die Natur wiedererkennen. Zugleich hatten sie 23 verschiedene Aufgaben zu erledigen, zum Beispiel Krummes und Gerades oder Duftendes, Blätter und andere Pflanzenteile zu sammeln, auf Geräusche zu achten oder auch das aufzuspüren, was nicht in den Wald gehört. Nebenbei wurden mit tatkräftiger Hilfe der beiden Experten Tierspuren bestimmt, so die eines Fuchses, der über den sandigen Weg geschnürt war. Und auch die typischen Rufe von Kolkraben entgingen den Kindern nicht.

Ulf Wigger und Frank Schröder zeigten sich auch bei der dritten Auflage des Umwelttages an der Usedomer Grundschule angetan vom Eifer der Schüler, die ihnen gestellten Aufgaben zu erfüllen, zu denen auch ein zünftiges Quiz gehörte. Vor allem aber waren sie ein weiteres Mal angenehm überrascht vom schon recht tiefgründigen Wissen vieler Kinder über die sie umgebende Natur. Wigger dazu: „Wir haben erneut gemerkt, dass sowohl in der Schule eine Menge dafür getan wird als auch nicht wenige Eltern und Großeltern offensichtlich viel mit den Mädchen und Jungen in der Natur unterwegs sind.“

Der auf Initiative des Schweriner Umweltministeriums ins Leben gerufene Umwelttag ist allerdings nicht der einzige Anlass, der Naturpark und Usedomer Schule regelmäßig zusammenführt. Auch an den Projekttagen oder beim traditionellen naturkundlichen Wandertag zum Schuljahresabschluss sind die Mitarbeiter des Parks mit von der Partie, und sie werden im Gegenzug zu den Veranstaltungen eingeladen, mit denen sich die Schule bei Sponsoren und Helfern bedankt.

Dieter Butenschön

Mehr zum Thema

Nur noch 44 von 100 verkauften Getränkepackungen sind wiederbefüllbare Flaschen. Mehrweg ist auf dem Rückzug - allen Bekenntnissen der Politik zum Trotz. Umweltschützer und der Getränke-Fachhandel sprechen von einem Kampf „David gegen Goliath“.

13.06.2017

Dürfen in München bald keine Diesel-Fahrzeuge mehr fahren? Nach Stuttgart bringt die nächste Landeshauptstadt scharfe Maßnahmen ins Spiel, um Abgaswerte zu reduzieren - und löst gleich Protest aus.

14.06.2017

Das Gebäude in Gresenhorst wird am 21. Juli dicht gemacht. Dann müssen Lehrer und Schüler in den neuen Erweiterungsbau nach Marlow umziehen.

15.06.2017
Usedom GUTEN TAG LIEBE LESER - Rosen-Frevel: Waren es Rehe?

Unfälle, Einbrüche, Vermisstenmeldungen, betrunkene Autofahrer, Randalierer und sonstige, spektakuläre Ereignisse.

17.06.2017

Hintergrund ist der Ärger um den Schülerverkehr

17.06.2017

Peenekonzert am 18. August schon sehr gut verkauft

17.06.2017
Anzeige