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Usedom Auf der Suche nach jungen Försterinnen
Vorpommern Usedom Auf der Suche nach jungen Försterinnen
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00:20 27.04.2018
Nach der Fällung einer Douglasie erklärt Fortstwirtschaftsmeister Thomas Dahlmann den Mädchen Sicherheitsaspekte in der Waldarbeit. Quelle: Foto: Privat
Buddenhagen

Bianca Breithaupt ist gern Forst-Ingenieurin. Einen Arbeitsalltag mit täglich achtstündiger Büroarbeit mochte sie sich schon als Schülerin nur ungern vorstellen. „Außerdem hatte ich einen Biografielehrer, der seinerzeit die Forstwirtschaft sehr kritisierte und uns sagte, dass sich da unbedingt was ändern müsste“, schildert die junge Frau. Diese und weitere Aspekte waren für sie schließlich Anlass, in Eberswalde Forstwirtschaft zu studieren.

Wolgaster Mädchen ließen sich am Girls’Day in Buddenhagen mit dem Forstberuf vertraut machen

Heute arbeitet Bianca Breithaupt als Sachbearbeiterin für Hoheit, Forstliche Förderung, Privatwaldbetreuung, Öffentlichkeitsarbeit und Naturschutz im Forstamt Jägerhof. In ihrer Funktion wirbt sie auch aktiv für den Forstberuf. Gestern, am „Girls’Day“, führte sie sechs Siebtklässlerinnen aus der Wolgaster Regionalschule „Heberlein“ durch den Wald nahe Buddenhagen. Der Aktionstag soll dazu dienen, Mädchen mit männertypischen Berufsfeldern bekannt zu machen und ihnen so die Berufswahl zu erleichtern.

Während einer Vorstellungsrunde an frischer Waldluft erfuhren die Schülerinnen allerlei Wissenswertes über den Ausbildungsberuf der Forstwirtin und spätere Einsatzmöglichkeiten in der Landesforst.

Hierzu standen ihnen, neben der Sachbearbeiterin, auch die Auszubildenden Timo Laatsch, Jan-Niklas Dörfling, Lena Braun und Philipp Rein sowie Revierförster Frank Trodtfeld und Forstwirtschaftsmeister Thomas Dahlmann Rede und Antwort. Praktisch ging es weiter. Die Mädchen konnten zusehen, wie eine Douglasie gefällt wird, und bekamen erklärt, welche Sicherheitsvorschriften bei der Baumfällung einzuhalten sind. Selbst konnten sie mit anpacken, als es an das Pflanzen von drei jungen Esskastanien, dem Baum des Jahres 2018, ging.

Auch Jasmin Ückert hatte ihren Spaß. „Unserem Baum haben wir sogar einen Namen gegeben“, erklärt die 13-jährige Schülerin, die in Brüssow wohnt. Auf Friedericke, Hubert und Gustav seien die jungen Stecken getauft und mehrere Pflanztechniken vorgestellt worden. Hinzu kamen Wissensstationen zu Tieren des Waldes und zu verschiedenen Baumarten, die die Mädchen zu absolvieren hatten, sowie eine abschließende Gesprächsrunde.

Der Girls’Day ist Bestandteil des Projektes „Girls’Day-Werkstatt“, das seit nunmehr zwei Schuljahren an der Heberleinschule durchgeführt wird. Der aktuelle zweite Durchgang besuchte auch bereits das Polizeirevier und den Software-Entwickler Datareform in Wolgast, hatte Landschaftsgärtner zu Besuch, versuchte sich in der Holzbearbeitung und baute einen sogenannten Spurtroboter. Christiana Lemke vom Bildungswerk der Wirtschaft MV leitet das Projekt, das vom Land MV und aus Mitteln des Europäischen Sozialfonds finanziell gefördert wird. Die „Girls’Day-Werkstatt“ zielt darauf ab, insbesondere bei Mädchen das Interesse an einer Tätigkeit im naturwissenschaftlichen oder technischen Bereich zu wecken. Jungen Frauen wird so Mut gemacht, sich an Berufsbilder zu wagen, die sie bisher nicht so gut kennen.

Tom Schröter

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