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Usedom Auf der „Vorpommern“ Teamgeist lernen
Vorpommern Usedom Auf der „Vorpommern“ Teamgeist lernen
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00:00 01.06.2016

Mit der „Vorpommern“ die Welt erkunden. die reicht zwar zumeist nur bis in den Bodden, doch hunderte Kinder und Jugendliche aus dem Landkreis Vorpommern-Greifswald haben genau diese Reise immer wieder genossen. In den vergangenen 20 Jahren lernten sie auf der „Vorpommern“ das Segeln. Das Schiff, ein ehemaliger 17-m-Fischkutter aus Eiche, wurde vor 20 Jahren vom damals neu gegründeten Verein Sozialwerk Vorpommern gekauft und in Dienst gestellt. „Wir feiern daher das Vereinsjubiläum und die Indienststellung“, sagt Lothar Knöpke. Aus diesem Anlass stand der Kapitän in den zurückliegenden Wochen mehrfach am Steuer, um mit Vereinsmitgliedern und Gästen Ausfahrten zu unternehmen.

Der 76-Jährige ist das Urgestein des Vereins, der als anerkannter Träger der freien Jugendhilfe im Landkreis arbeitet. Heute wie damals ist es Knöpke wichtig, dass Kinder für ein Hobby begeistert werden. „Segelnachwuchs muss kontinuierlich ausgebildet werden“, sagt er. Zugleich würden den Kindern soziale Kompetenzen wie Teamfähigkeit, Zuverlässigkeit, Ordnung und Sauberkeit vermittelt. Und:

Damit auch Acht- bis 13-Jährige lernen können, hat der Verein neben dem Schoner „Vorpommern“ mit 150 Quadratmeter Segelfläche noch den Küstenkreuzer „Woge“ in Fahrt. „Unsere Vereinsarbeit läuft ganzjährig“, berichtet Vorsitzender Detlef Heidenreich, der seit 40 Jahren segelt.

Außerdem engagiert sich der Verein mit seinen 43 Mitgliedern auch für kranke Kinder. Alljährlich ist die „Vorpommern“ bei der Christian-Müther-Gedenkfahrt dabei. Asthmakranke Kinder aus ganz Deutschland haben dort die Möglichkeit, bei einem mehrtägigen Törn auf der Ostsee gesunde Luft zu atmen und zu regenerieren. „Das ist eine großartige Geschichte“, findet Ralf Kammer, der Maschinist.

Der 53-jährige Familienvater ist seit Jahren dabei und kommt fast jedes Wochenende vom Kyffhäuser nach Greifswald. „Ich möchte den Verein, das Schiff und die Kinder nicht missen“, begründet er sein Engagement.

Aktionen wie die Mütherfahrt und Menschen wie Lothar Knöpke sind es, die Maria Schultz aus Greifswald bewogen haben, dem Verein beizutreten. Die 21-Jährige hatte nach einer Freizeitbeschäftigung gesucht. „Hier auf dem Schiff kann ich mich beweisen“, sagt sie. Denn um die „Vorpommern“ auch für künftige Seglergenerationen intakt zu halten, sind viele Stunden gemeinnütziger Arbeit notwendig. Im vergangenen Jahr waren es 1500 Stunden, die von den Vereinsmitgliedern auf dem Schoner geleistet wurden.

• Infos: www.segeln-vorpommern.de

Cornelia Meerkatz

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