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Aus und vorbei: Kinderstation geschlossen

Wolgast/Anklam/Greifswald Aus und vorbei: Kinderstation geschlossen

Usedomer müssen nach dem Aus für die Abteilung in Wolgast mehr als 30 Kilometer längere Fahrten nach Greifswald oder Anklam in Kauf nehmen. Die Universitätsmedizin geht jetzt rechtlich gegen Seitenbetreiber wegen Falschmeldungen vor.

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Stille in der zweiten Etage: Seit dem 1. Februar ist die Kinderstation im Kreiskrankenhaus Wolgast geschlossen.

Quelle: Elisabeth Woldt

Wolgast. Aus und vorbei: Die Kinderstation in Wolgast ist seit Montag wie geplant geschlossen. „Wir hatten morgens noch drei Kinder zur stationären Betreuung. Zwei konnten entlassen werden, ein Kind wurde nach Greifswald verlegt“, erklärte der Geschäftsführer des Kreiskrankenhauses, Frank Acker, auf OZ-Nachfrage.

Einwohner und Urlauber von der Insel Usedom, die medizinische Hilfe für ihr Kind suchen, müssen nun mindestens 33 Kilometer längere Fahrtwege zum nächsten Krankenhaus in Anklam oder Greifswald in Kauf nehmen. Eventuell ankommende Notfälle sollen dennoch in der Notaufnahme behandelt werden, stellte der Geschäftsführer klar.

Im Klinikum der Schweizer Unternehmens-Gruppe Ameos in Anklam konnte am selben Tag die neue Kinderstation planmäßig starten, wie Sprecherin Erken Schröder bestätigte. Zu Beginn ist die neue Station mit einer Kapazität von 16 Betten rund um die Uhr mit zwei Fachärzten sowie Kinderkrankenschwestern besetzt. Im Bereich der Pflege konnten Schröder zufolge dabei auch Wolgaster Mitarbeiter angestellt werden. Weitere Facharztstellen sollen in den kommenden Wochen besetzt werden.

Initiative sammelt Unterschriften

Derweil wächst der Widerstand gegen die Umstrukturierung des Wolgaster Krankenhauses. Bislang hat die Bürgerinitiative laut eigenen Angaben mehr als 11 000 Unterschriften gesammelt.

Greifswalder Unimedizin geht gegen Falschmeldungen vor: 

Derweil geht die Universitätsmedizin Greifswald rechtlich gegen den Betreiber von Internetseiten vor, auf denen er Falschmeldungen zur medizinischen Versorgung der Region verbreitet. Am Wochenende und am Montag hatte er verkündet, dass die Greifswalder Kinderklinik wegen Überfüllung niemanden mehr behandele, obwohl massenhaft Durchfallerkrankungen aufgetreten seien. Klinikdirektor Prof. Holger Lode dementierte die Falschmeldungen: 28 Patienten wären übers Wochenende behandelt worden, die meisten wegen Erkältungen und Fieber. Lediglich fünf mussten stationär aufgenommen werden. Die Kinderklinik sei derzeit zu 66 Prozent ausgelastet.

 



Elisabeth Woldt, Steffen Adler, Cornelia Meerkatz

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Wolgast/Anklam
Ein Schild vor dem Krankenhaus in Wolgast: Der Widerstand gegen die Umstrukturierung der Klinik wächst.

Usedomer müssen längeren Fahrtweg auf sich nehmen / Widerstand gegen Umstrukturierung wächst

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