Menü
Ostsee Zeitung | Ihre Zeitung aus Mecklenburg-Vorpommern
Anmelden
Usedom Ausgebucht: Heringsdorfer Hort muss Eltern absagen
Vorpommern Usedom Ausgebucht: Heringsdorfer Hort muss Eltern absagen
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
00:00 18.11.2016

Traurige Kinder, enttäuschte Eltern – doch Kersten Fubel blieb keine andere Wahl als die Absage – „Wir sind ausgebucht. Unser Hort und unser Personal ist für 110 Kinder ausgelegt, die haben wir aktuell“, sagt der Leiter des Schulhortes in der neuen Grundschule des Kaiserbades. Acht Anträge musste er im September ablehnen. „Für das neue Schuljahr liegen bereits 25 Anmeldungen vor, 24 Kinder werden voraussichtlich den Hort verlassen“, so Fubel, der sich mit seinem Team im neuen Haus inzwischen gut eingelebt hat.

Doch auf den alten Hort „Alte Feuerwache“, der immer noch von der Kommune an die Volkssolidarität als Betreiber verpachtet ist, will Fubel nicht verzichten. Dort werden die Räumlichkeiten gegenwärtig für Arbeitsgemeinschaften genutzt. Kinder könnten auch betreut werden – „derzeit hätten wir 22 Plätze“. Doch die Personalsituation spreche dagegen. „Wenn ich in der Feuerwache Hortkinder betreue, muss ich zusätzliches Personal einstellen.“ Das gestaltete sich bereits in diesem Jahr schwierig. „Im Mai, September und November haben wir drei Mitarbeiterinnen eingestellt, eine ist sogar aus Dresden nach Usedom gezogen“, sagt Fubel. Weil zurzeit eine weitere Hortgruppe in den Räumen der Kita „Ahlbecker Gören“ betreut wird, hat die Volkssolidarität derzeit drei Hortstandorte.

Perspektivisch soll es aber ein Standort werden, nämlich dann, wenn der Träger der Kita sein Projekt an der neuen Grundschule in Heringsdorf – Anbau einer Kita mit Krippe und Hort (45 Plätze) – umsetzen kann. Fördermittel seien dafür aber noch nicht in Sicht.

Dafür sammeln aber Fubel und seine Mitarbeiter mit mehreren kleinen Projekten derzeit Geld für ein Spielgerätehaus im Freien. 2500 Euro werden dafür benötigt. Ebenfalls auf der Wunschliste für das kommende Jahr: ein Sonnensegel für das neue Klettergerät auf dem Spielplatz. „Im Sommer steht die Sonne da voll drauf“, sagt Fubel, der im Gebäude des ehemaligen Maxim-Gorki-Gymnasiums nun beste Bedingungen für die Betreuung der Kinder hat. „Wir sind zufrieden“, meint der Hortleiter, um dann doch noch ein Problem aufzugreifen – den Schülerverkehr. „Die Fahrzeiten der Busse passen noch nicht.

Zwischen 15.15 und 16.45 Uhr fährt kein Bus in Richtung Ahlbeck und Kamminke. Ich habe das Gespräch mit der UBB gesucht, doch eine Änderung ist nicht zu erwarten“, sagt er.

In dem Zusammenhang appelliert Fubel noch einmal an die Gemeinde Heringsdorf, endlich dafür zu sorgen, dass die Erst- bis Viertklässler nach Schul- oder Hortschluss nicht im Freien auf den Bus warten müssen. „Wir gehen auf den Winter zu. Die Bushaltestelle braucht endlich einen Unterstand. Wir können die Kinder doch nicht im Regen stehen lassen“, meint er im wahrsten Sinne des Wortes.

Henrik Nitzsche

. Am frühen Mittwochabend kam es gegen 16.50 Uhr auf der Kreisstraße 22 in der Ortslage Groß Ernsthof bei Wolgast zu einem Verkehrsunfall mit einer schwerverletzten Person.

18.11.2016

. Bei einem auf Usedom erlegten Wildschwein wurden im Zuge der vorgeschriebenen Untersuchung Trichinellen (Fadenwürmer) entdeckt.

18.11.2016
Usedom GUTEN TAG LIEBE LESER - Überwinterung im Blumenbeet

Immer im Herbst bilden sich am Wertstoffhof im Wolgaster Industriegelände lange Schlangen.

18.11.2016
Anzeige