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Ausnahmetalente beeindrucken Jury

Heringsdorf Ausnahmetalente beeindrucken Jury

Die Besten von morgen: Svenja Schmidt-Rüdt und Julius Schepansky gewinnen Achterkerke-Musikpreise

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Ich war sehr beeindruckt mit welch' positivem Selbstbewusstsein und phänome- nalem Niveau die jungen Künstler auf ihrem Instrument nicht nur spielten, sondern mit ihm geradezu lebten.“Rolf Seelige-Steinhoff, Vors. des Fördervereins

Heringsdorf. Großes Einvernehmen herrschte beim dritten Musikwettbewerb „Die Besten von morgen" des Jungen Usedomer Musikfestivals: Die hochkarätig besetzte Jury um Olaf Kerkau, Vorsitzender der Jury und Präsident das Landesmusikrates MV, die international renommierten Akkordeonisten Mirjana Petercol und Gudrun Lehmann-Skripnik sowie die Violoncellisten Ramon Jaffé

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Die Besten von morgen: Svenja Schmidt-Rüdt und Julius Schepansky gewinnen Achterkerke-Musikpreise

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In Deutschland kennt man sie nicht – die weißen Nächte. Durch Schwedens relative Nähe zum Nordpol ist der Einfallswinkel der Sonne im Sommer so günstig, dass es zu ungewöhnlich langen Tagen kommt.

Die Schweden freut's, denn im Sommer feiern sie Grill-Partys bis tief in die Nacht und im Juni die Mittsommernacht.

und Ekkehard Hessenbruch kürten die Gewinner nach der Finalrunde am Freitagabend im Heringsdorfer Steigenberger-Hotel nach einhelliger Entscheidung.

Ausstrahlung und Bühnenreife Der dritte Achterkerke-Musikpreis und damit die ersten Plätze der Preise des Jungen Usedomer Musikfestivals gingen an die Marburgerin Svenja Schmidt-Rüdt (17) in der Kategorie „Violoncello“ und an den Lünener Julius Schepansky (18) in der Kategorie „Akkordeon“.

Der Achterkerke-Musikpreis ist insgesamt mit 3000 Euro dotiert und wird von der gleichnamigen Stiftung für Kinder gesponsert.

Die mit insgesamt 2000 Euro von der Sparkassen-Stiftung Vorpommern dotierten zweiten Preise gingen an den Akkordeonisten Sönke Wieck (18) und an den Violoncellisten Constantin Siepermann (17). Die Veranstalter vergaben ferner einen dritten Preis an den Violoncellisten Luca Giehl (18) und einen Förderpreis an die Akkordeonistin Anna Betker (15).

Jury-Vorsitzender Olaf Kerkau sagte: „Beide Gewinner, Svenja und Julius, haben uns außerordentlich beeindruckt. Sie sind Ausnahmetalente. Begeistert haben uns nicht nur ihre instrumentalen Fertigkeiten, sondern auch ihre Ausstrahlung und ihre Reife auf der Bühne. Für die Jury ist es immer wieder eine Freude zu sehen, wenn junge Leute schon in diesem Alter das Publikum so fesseln können. Die jungen Musiker wussten, was sie erzählen wollten und haben das mit hoher Professionalität vermittelt – wir haben einvernehmlich entschieden.“

Die Preise des Wettbewerbs „Die Besten von morgen“ des Jungen Usedomer Musikfestivals richten sich an Gewinner des Bundeswettbewerbs „Jugend musiziert“ aus ganz Deutschland, die am Anfang einer aussichtsreichen Musikerkarriere stehen. Die Förderung musikalischer Exzellenz steht seit 2013 im Mittelpunkt.

„Es war ganz anders als bei anderen Wettbewerben. Die Atmosphäre war sehr schön und man konnte sich gegenseitig kennenlernen“, sagt die Siegerin in der Kategorie „Violoncello“. Die 1998 geborene Svenja Schmidt-Rüdt erhielt bereits mit sechs Jahren Cellostunden bei Christian Keller in Marburg. 2007 wechselte sie zu Giga Khelaia (Stuttgart). Seit 2016 wird Svenja von Prof. Danjulo Ishizaka (Berlin) unterrichtet. Um ihre Technik und ihren musikalischen Ausdruck zu verbessern, nahm Svenja an internationalen Meisterkursen bei Prof. Steven Isserlis, Prof. Peter Buck, Prof. Stephan Forck, Prof. Rudolf Gleissner, Prof. Alexandra Müller und weiteren Koryphäen teil. Sie erhielt mehrere erste Preise bei „Jugend Musiziert“ und im Wettbewerb des deutschen Tonkünstlerverbandes. Sie erwarb den Sonderpreis beim „Wespe“(Wochenende der Sonderpreise)-Wettbewerb und einen zweiten Preis beim internationalen Cello-Wettbewerb 2014 in Liezen in Österreich.

Außergewöhnliche Atmosphäre Svenja konzertierte schon unter anderem mit den „Heidelberger Symphonikern“ beim Eröffnungskonzert des Mozart Festivals und mit der „Waiblinger Sinfonietta“ im Raum Stuttgart. Als Stipendiatin der „Jürgen-Ponto-Stiftung“ und der „Deutschen Stiftung Musikleben“ (DSM) spielt Svenja ein Cello von C.-F. Gand (Paris 1842), eine Leihgabe des „Deutschen Musikinstrumentenfonds“ der DSM. „Es war ungewöhnlich, dass die zweite Runde öffentlich war und dass das Spiel dann auch gewertet wurde. Überrascht hat mich der festliche Rahmen mit Urkunden. Das war sehr schön“, freut sich Julius Schepansky, Gewinner der Kategorie „Akkordeon“. 1998 in Lünen geboren, erhielt er von 2006 bis 2014 Akkordeonunterricht an der Musikschule Lünen. Seit dem Wintersemester 2014/2015 ist er Jungstudent im Rahmen der Jugendakademie Münster, dem Begabtenförderungsprojekt der Westfälischen Schule für Musik und der Musikhochschule Münster, in dessen Rahmen er Akkordeonunterricht bei Prof. Claudia Buder erhält.

Julius nimmt seit 2008 als Solist und in verschiedenen kammermusikalischen Besetzungen erfolgreich an nationalen und internationalen Wettbewerben wie „Jugend musiziert“ teil und erreichte dort erste und zweite Preise. 2012 wurde er mit dem „Wolfgang-Jacobi-Sonderpreis“ ausgezeichnet, 2013 erhielt er beim „Internationalen Akkordeon-Wettbewerb Klingenthal“ einen Sonderpreis des Deutschen Akkordeonlehrer-Verbands. Es folgte eine Vielzahl von weiteren Sonderpreisen: Beim „Wespe“ 2013 in Rostock bekam er den höchst dotierten Sonderpreis des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend für die beste Interpretation eines Werkes einer Komponistin.

Beim Bundeswettbewerb „Jugend musiziert“ 2014 wurde er mit einem Sonderpreis der Feldtmann Kulturell GmbH Stiftung ausgezeichnet, 2014 und 2015 mit dem Sonderpreis der Manfred-Vetter-Stiftung für Kunst und Kultur. Zudem ist er Stipendiat der Deutschen Stiftung Musikleben.

Hoffnung auf ein Wiedersehen Rolf Seelige-Steinhoff, Vorsitzender des Fördervereins Usedomer Musikfreunde e.V., sagte nach dem Konzert: „Ich war sehr beeindruckt mit welch' positivem Selbstbewusstsein und auf welch' phänomenalem Niveau die jungen Künstler auf ihrem Instrument nicht nur spielten, sondern mit ihm geradezu lebten. Es wäre schön, wenn man sie in fünf oder zehn Jahren beim Usedomer Musikfestival als Gastkünstler begrüßen könnte.“

Extra aus Washington D.C. für das Preisträgerkonzert der Stiftung Young Concerts Artists zum Usedomer Musikfestival waren Dr. Rolf Graage und Ehefrau angereist: „Es war ein herausragendes Konzert.

Wir haben Usedom trotz des Wetters sehr genossen“, sagte Graage am Wochenende.

Ludwig Labahn

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