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Usedom Balmer Golfhotel greift nach den Sternen
Vorpommern Usedom Balmer Golfhotel greift nach den Sternen
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00:00 14.03.2013
Dehoga-Chef Guido Z�llick (r.) und -Vize Valentin Resetarits (Mitte) �berbringen Plakette und Urkunde an Hoteleigent�mer Rainer Stephani.
Balm

Vor einem Jahr hätte Rainer Stephani gern auf die Aufmerksamkeit der Öffentlichkeit verzichtet. Die Fotos vom brennenden Haupthaus seines Golf- und Wellnesshotels Balmer See gingen im Februar 2012 durch die Medien. Mit geballter Kraft schaffte es sein Team, das Gebäude in kurzer Zeit in neuem Glanz erstrahlen zu lassen. Schon nach 164 Tagen konnten wieder Gäste anreisen.

Der Anlass für das Hotelfoto gestern war deutlich erfreulicher: Vier Sterne-Superior, verliehen vom Deutschen Hotel- und Gaststättenverband, verkünden nunmehr vom hohen Standard des Golfhotels.

Valentin Resetarits, Fachgruppenvorsitzender für Hotels beim Dehoga-Landesverband Mecklenburg-Vorpommern, lobte bei der Plakettenübergabe die großzügige Hotelanlage und den hohen Qualitätsstandard:

Mit dem Alleinstellungsmerkmal Golfen und einer komfortablen Wellnessanlage habe Stephani es verstanden, sein Haus in 15 Jahren am Markt zu etablieren. Auch der Eigentümer weiß die Sterne zu schätzen. Seine Erfahrung hat ihn gelehrt: „Die Gäste verlassen sich auf die Qualität, die damit versprochen wird“, so Stephani.

Dehoga-Präsident Guido Zöllick, der in Balm gestern die Präsidiumssitzung anberaumt hatte, sieht das genauso. „Es gibt in ganz Deutschland keine bekanntere Klassifizierung. Mit der jüngsten Anlehnung der Österreicher und Niederländer an die deutschen Kriterien ist der Wert der Sterne jetzt sogar noch höher zu bewerten“, sagt der Generalmanager des Warnemünder Neptun-Hotels. Für Endverbraucher werde die Bewertung so noch nachvollziehbarer als zum Beispiel durch die zahlreichen Bewertungsportale, denen oft subjektive Gästeeinschätzungen zugrunde lägen.

Gegen eine gewisse Müdigkeit einiger Kollegen, sich einer Bewertung des Dehoga-Verbandes zu stellen, hat Zöllick gute Argumente. „Wer Qualität bringt, muss keine Sorge vor einer Bewertung haben.

Außerdem ist es eine gute Selbstkontrolle, sich gelegentlich von externen Spezialisten sagen zu lassen, wo man steht.“ Der Dehoga-Landeschef plädiert dafür, dass jeder Hotelier den Anspruch an hohe Qualität haben sollte, wenn er andererseits das entsprechende Geld von seinen Gästen verlangen will. Außerdem könne er frei entscheiden, wie hoch die Messlatte hängen, wie viele Sterne sein Haus tragen soll. „Ganz sicher müssen es ja nicht immer gleich vier oder gar fünf Sterne sein.“

Auf Usedom gibt es eine hohe Dichte an zertifizierten Hotels. Mit dem „Ahlbecker Hof“, der „Ahlbecker Hof-Residenz“, dem Heringsdorfer Hotel „Oasis“ und dem „Palace-Hotel“ in Zinnowitz stehen hier vier der insgesamt neun Fünf-Sterne-Hotel Mecklenburg-

Vorpommerns. Außerdem wird auf Usedom rund ein Fünftel der insgesamt 50 Vier-Sterne-Superior-Hotels des Landes betrieben; bei Vier-Sterne-Häusern sind es 21 von 113.

Qualitätsbewusstsein hat auf der Insel Usedom Methode. So schloss sich der Tourismusverband Insel Usedom bereits 2009 der Initiative Servicequalität Deutschland an. Wie Arbeitsgruppenchef Uwe Hanusch, gleichzeitig Chef des Heringsdorfer Maritim-Hotels und Mitglied im Dehoga-Regionalvorstand, sagt, gibt es inzwischen 28 Unternehmen mit Qualitätssiegel und knapp 100 Qualitätscoaches.

Anpassung an Kreise
Während seiner Zusammenkunft im Hotel Balmer See diskutierte das Präsidium des Dehoga-Landesverbandes unter anderem mögliche Varianten der strukturellen Anpassung an die neue Kreisstruktur. Präsident Guido Zöllick: „Es geht zum Beispiel darum, jemanden zu bestimmen, der für die drei Regionalverbände Ansprechpartner für den neuen Großkreis wird. Das eröffnet uns wiederum die Chance, konzentrierter auf den Kreis zuzugehen und schlagkräftiger in unserer Arbeit zu sein.“ Die drei bestehenden Regionalverbände Uecker-Randow, Ostvorpommern und Greifswald und ihre Geschäftsstellen sollen dabei weiter Bestand haben.

Angelika Gutsche

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