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Bauer wetteifert mit Wild und Wetter

Bannemin/Neeberg Bauer wetteifert mit Wild und Wetter

Das Wetter kann Landwirt Hans-Martin Fröhlich nicht ändern; darauf muss er sich einstellen. Dass sich in seinen Flächen aber das Wild tummelt, will er nicht weiter tatenlos hinnehmen.

Bannemin. Eile war in den letzten Tagen bei Hans-Martin Fröhlich angesagt. Den skeptischen Blick immer wieder zu den vorbei ziehenden dunklen Haufenwolken am Himmel gerichtet, fuhr der Bauer mit dem Heuwender auf seinen Grünlandflächen unweit von Bannemin hastig hin und her. „Das Heu muss noch einmal gedreht werden. Hoffentlich gibt es keinen Regen, denn nur wenn es trocken bleibt, kann ich das Heu zu Rollen pressen“, meinte der Neeberger im OZ-Gespräch während einer kurzen Verschnaufpause.

Der Landwirtschaftsbetrieb Fröhlich, der lediglich zwei festangestellte Mitarbeiter zählt, bewirtschaftet im nordöstlichen Teil der Insel etwa 260 Hektar. Auf dem gepachteten Grünland, das sich hauptsächlich im Bereich Peenemünde befindet, wird Heu gemacht, das später vorrangig an mehrere Reiterhöfe auf der Insel, zum Beispiel an jene in Sauzin, Trassenheide und Ückeritz, geliefert wird. Die betreffenden Flächen eignen sich nicht für den Anbau u. a. von Getreide, da sie zu feucht sind und mit der schweren Technik nicht beackert werden können, erklärt der Bauer.

Die Heumahd stellt für Fröhlich nur einen kleinen Zweig seiner Tätigkeit dar. „Eigentlich sind wir ein reiner Marktfruchtbetrieb“, erzählt der Landwirt. Auf seinen Schlägen im Bereich Krummin, Neeberg und Sauzin gedeihen in diesem Jahr Weizen, Roggen, Sommer- und Wintergerste sowie Raps. Nach der zurzeit laufenden Heuernte beginnt der Zwei-Mann-Betrieb mit den Vorbereitungen auf den Drusch der Wintergerste, der in drei bis vier Wochen beginnt.

Neben dem Wetter hat Fröhlich seit einiger Zeit auch einen wachsamen Blick auf das Wild geworfen, das sich an seinen Kulturen nur allzu gern gütlich tut. Auf dem Betriebsstützpunkt am Landweg zwischen Krummin und Neeberg zimmerten er und einige weitere Helfer sieben recht passable Hochstände zusammen. Einige wurden bereits auf den Feldern platziert. Der Wolgaster Jan Rebe, der im Nachbarrevier Mahlzow Jagdpächter ist und beim Kanzelbau geholfen hat, berichtete, dass sich vornehmlich Schwarz- und Rotwild auf den Äckern sehen lassen und Wildschäden anrichten würden. Wie gut bestückt der Wolgaster Ort mit Wild ist, beweise der Umstand, dass allein in seinem 260 Hektar großen Mahlzower Revier im vergangenen Jahr 26 Wildschweine geschossen worden seien.



TOM SCHRÖTER

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