Volltextsuche über das Angebot:

26 ° / 15 ° Regenschauer

Navigation:
Baufälligkeit und Wildwuchs in städtischen Anlagen

Wolgast Baufälligkeit und Wildwuchs in städtischen Anlagen

Die Wolgaster Anlagen waren einst ein begehrtes Ausflugsziel für die Peenestädter und ihre Gäste. Heute wird das parkähnliche Areal nicht mehr gepflegt, hier und da als illegale Müllkippe missbraucht. Der Veranstaltungspavillon und das Belvedere verfallen – die Verwaltung hat kein Konzept.

Voriger Artikel
OZ-TV am Montag: Sellerings Wutrede und schwere Unfälle
Nächster Artikel
Unbekannte stehlen Urne

Viele der Wege in den städtischen Anlagen wachsen im Laufe der Zeit zu, da Sträucher und Bäume nicht mehr gepflegt werden.

Wolgast. Nur noch wenige Wolgaster verirren sich in ihre städtischen Anlagen. Wo zu früherer Zeit regelmäßig zu Volksfesten und sportlichen Veranstaltungen eingeladen wurde, herrscht heute triste Ödnis. Und daran wird sich in absehbarer Zeit wohl auch nichts ändern. Veranstaltungen von Seiten der Stadt seien in den 1843 vom Wolgaster Verschönerungsverein angelegten Anlagen nicht mehr geplant, teilt Gisela Kretschmer mit, Leiterin des Fachdienstes Bildung, Kultur, Soziales und Sport.

OZ-Bild

Die Wolgaster Anlagen waren einst ein begehrtes Ausflugsziel für die Peenestädter und ihre Gäste. Heute wird das parkähnliche Areal nicht mehr gepflegt, hier und da als illegale Müllkippe missbraucht. Der Veranstaltungspavillon und das Belvedere verfallen – die Verwaltung hat kein Konzept.

Zur Bildergalerie

„In den 1990-er Jahren“, so schildert Gisela Kretschmer, „gab es große Bemühungen, mit den angrenzenden Kleingärtnern den Pavillon in den Anlagen zu nutzen. Aber diese hatten keinen Erfolg.“ Zwar hegten viele reifere Peenestädter schöne Erinnerungen an Vergnügungsfeste in dem natürlichen Umfeld. „Aber bei den jungen Leuten hat sich das Verhalten gewandelt. Sie haben andere Ausflugsziele. Die Wolgaster orientieren sich heute eher in Richtung Wasser und Tierpark.“

Bürgermeister Stefan Weigler (parteilos) argumentiert ähnlich. „Wir haben uns vom 2014 erfolgten Eigentümerwechsel für das Belvedere mehr versprochen“, sagt er. Damals hatten junge Leute aus Vorpommern das ab 1873 errichtete Schlösschen gekauft, um die Gebäudeteile zu entrümpeln, die Bausubstanz zu sichern und das Objekt wieder nutzbar zu machen. Dies hätte in der Folge wieder mehr Publikum in die Anlagen ziehen können. Doch die Erwartungen haben sich nicht erfüllt. Das einst so beliebte und unter Denkmalschutz stehende Ausflugsziel scheint verlassen und verfällt zusehends. Es ist nicht mehr ausreichend gesichert und Zielort für illegale Entsorgung von Hausmüll und diversem Bauschutt.

Auch der erwähnte Pavillon im Zentrum des Parks gilt laut Bürgermeister Weigler inzwischen als baufällig. „Aus baulicher Sicht gibt es dafür eigentlich nur eine Lösung: Den Pavillon bis auf die Plattform herunterzunehmen. Sollten später doch wieder Veranstaltungen stattfinden, kann hier eine mobile Bühne platziert werden“, findet Stefan Weigler. Weitere Sorgen bereiten das illegale Befahren der Anlagen mit Motocross-Maschinen und der Autoverkehr von und zu den angrenzenden Kleingärten. „Offiziell ist das Autofahren in den Anlagen verboten“, betont Weigler.

Bis vor kurzem war der Park insgesamt stark vermüllt. Kurz vor Ostern rückten dann Mitarbeiter des Bauhofes der Stadt an, um das Areal von den gröbsten Verunreinigungen zu befreien. Insbesondere im Bereich der Zugänge zu den Kleingärten, so war zu erfahren, habe sich der Unrat konzentriert. Mehrere Multicar-Ladungen hätten abgefahren werden müssen. Der Gehölzbestand macht unterdessen einen ungepflegten Eindruck. Mehrere Wege wachsen allmählich zu. Fachdienstleiterin Gisela Kretschmer räumt gegenüber OZ ein, dass dies nicht in Ordnung sei: „Wir dürfen die Anlagen nicht verwildern lassen, sondern müssen sie für Spaziergänger und Erholungssuchende erhalten.“

Tom Schröter

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr zum Artikel
Im globalen Vergleich
Weniger als hundert verschiedene Baumarten wachsen hierzulande. Das ist wenig im Vergleich zu der Baumvielfalt, die es auf der Welt gibt.

Über 60 000 bekannte Baumarten gibt es rund um den Globus. In Deutschland ist die Situation hingegen eher übersichtlich.

mehr
Mehr aus Usedom
Verlagshaus Zinnowitz

Neue Strandstraße 31
17454 Ostseebad Zinnowitz

Öffnungszeiten:
Mo. bis Fr. von 10:00 bis 17:00

Leiter Lokalredaktion: Dr. Steffen Adler
Telefon: 03 83 77 / 36 10 14
E-Mail: zinnowitz@ostsee-zeitung.de

Benjamin Barz Ostsee-Zeitung Ostsee-Zeitung Termine, Events, Veranstaltungen Teaser der den User auf die Seite "Termine" führen soll image/svg+xml Image Teaser Termine 2015-09-23 de Veranstaltungen Aktuelle Termine Konzerte, Kino, Ausstellungen, Vorträge, Theater, Workshops, Tanz und noch vieles mehr. Alle Veranstaltungen und Freizeittipps in Ihrer Nähe finden Sie hier.
Städtewetter
Heute -° / -° -
- -°/-° -
- -°/-° -
RSS-Feeds

Wissen, was in Rostock und der Welt los ist

Benjamin Barz Ostsee-Zeitung Ostsee-Zeitung Lererbriefe, Meinung, Teaser der den User auf die Seite "Leserbriefe" führen soll image/svg+xml Image Teaser „Leserbriefe“ 2015-09-23 de Meinung Ihre Leserbriefe Über unser Kontaktformular können Sie uns gern Lob, Kritik, Ideen oder andere Anmerkungen zu aktuellen Themen aus Ihrer Region, MV und der Welt zusenden. Wir freuen uns auf Ihre Meinung. Hier geht es zum Formular.