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Usedom Baulärm, auf den man sich freut
Vorpommern Usedom Baulärm, auf den man sich freut
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00:00 18.05.2017
Im Zirkusprojekt lernen Kinder spielend, ihre Beweglichkeit zu verbessern – und haben zudem viel Freude an den artistischen Übungen wie Balancieren.

Mit einem Erweiterungsbau an der Johannesbad Fachklinik Klaus Störtebeker „Ostseestrand“ wird deren Kapazität in den nächsten elf Monaten spürbar erhöht.

Gestern erster Spatenstich für Erweiterungsbau an Fachklinik Klaus Störtebeker Ostseestrand

14 neue Appartements für die Patienten der Mutter-Kind-Vorsorgemaßnahmen entstehen. Gestern vollzogen führende Vertreter der in Bad Füssing beheimateten Johannesbad AG, Wirtschaftsstaatssekretär Dr.

Stefan Rudolph sowie weitere Gäste und Gastgeber – gemeinsam mit derzeit in Kölpinsee befindlichen Kindern – den ersten Spatenstich dafür.

Dabei bekannte sich der renommierte Gesundheitsdienstleister ein weiteres Mal zum Standort und lobte die engagierte Arbeit der Kölpinseer Belegschaft, die zur Zeit 96 Mitarbeiter zählt. Hinzu komme das gesunde Klima unweit der Außenküste und mitten im Küstenwald. Man investiere hier mit Überzeugung in die Zukunft, wohl auch, weil die Klinik auf ausgezeichnete Belegungszahlen (über 90 %

Auslastung) sowie einen sehr guten Vorbuchungsstand bis November 2017 verweisen kann. Deshalb seien die neuen Kapazitäten auch dringend nötig, erklärte Aufsichtsratschef Dr. Johannes Zwick.

Weil außerdem bei Bewertungen der Krankenkassen die Noten für „Störtebeker“ unter den Top drei rangieren, signalisierte Zwick wie die Vorstände Dr. York Dhein und Werner Weißenberger, dass das Unternehmen weiter gezielt in den Usedomer Standort investieren wolle. Das Angebot, hier eine Zweigstelle der konzerneigenen Berufsbildungseinrichtung in Bad Elster zu errichten, stieß bei Stefan Rudolph auf offene Ohren. Gerade der Nachwuchs an gut ausgebildeten Therapeuten, Pflegern und anderen Spezialisten sei für die Unternehmen wie für die gesamte Gesellschaft (besonders in Mecklenburg-Vorpommern) überlebenswichtig. Außerdem gebe es am Standort mit der IFA-Klinik einen zweiten potenziellen Partner für ein solches Vorhaben. Ohne ausreichend guten Fachnachwuchs drohe das gesamte Sozialsystem zu kollabieren. Zwick schlug ferner vor, im Zusammenhang mit dem Erweiterungsbau eine E-Tankstelle für E-Bikes zu errichten. „Absolut zeitgemäß“, lobte Rudolph, der schnelle Gespräche in Aussicht stellte.

Der Neubau wird zugleich zum großzügigen Eingangsbereich mit Rezeption, zusätzlichen Spiel- und Aufenthaltsräumen, einem Kinderwagenparkplatz und Technikräumen. Außerdem wird es einen Fahrstuhl geben, der Gäste wie Mitarbeiter das Obergeschoss bequem erreichen lässt.

Dass der Bau während des laufenden Klinikbetriebes eine Herausforderung ist, weiß Leiterin Birgit Kruckenberg. Doch würden Ruhezeiten eingehalten. Für die Kleinsten werde die Baustelle zum Abenteuer, denn durch Plexiglas-Gucklöcher im Bauzaun können sie schon heute beobachten, was sich so täglich tut. Mit kindgerechten Maschinen und Materialien können sie zudem ihre (bau-)handwerklichen Fähigkeiten schulen. Kruckenberg erhielt reichlich Lob von den Vertretern der Konzernspitze für ihre vorwärts drängende Haltung. Sie gab es ebenso überzeugend an ihre Mitarbeiter weiter. Die baulichen Hüllen seien das Eine, erst durch kompetente Angestellte funktioniere die Klinik so richtig gut.

Johannesbad-Gruppe

Medizin, Hotellerie, Aus- und Weiterbildung sowie betriebliches Gesundheitsmanagement sind die Hauptsäulen eines der größten Gesundheitsdienstleisters. Das Portfolio umfasst unter anderem Reha, Anschlussheilbehandlungen, ambulante und Akuttherapien. Darüber hinaus bietet die Gruppe Präventions- und Reha-Angebote für Kinder und Jugendliche sowie Eltern-Kind-Maßnahmen.

Unter dem Dach der Johannesbad-Akademie werden vier medizinische Fachschulen für Physio- und Ergotherapeuten, Masseure und medizinische Bademeister unterhalten. Sie werden für Johannesbad-Einrichtungen und den Gesundheitsmarkt ausgebildet.

Die Fachklinik in Kölpinsee ist spezialisiert auf stationäre Vorsorgemaßnahmen für Eltern und Kinder sowie auf Kinder- und Jugendrehabilitation. Im Mittelpunkt der Vorsorge stehen Mütter und Väter mit Psychosomatik, Erkrankungen der Atemwege, Haut, Stoffwechsel und Bewegungsapparat. Insgesamt ist Platz für 167 Kinder und 48 Erwachsene.

Steffen Adler

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