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Usedom Behörde will Wolgaster Peenebrücke vor Vögeln schützen
Vorpommern Usedom Behörde will Wolgaster Peenebrücke vor Vögeln schützen
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04:33 13.09.2013
Jöns Zimmermann von der Berliner Firma Sandstrahl Schuch beim Anbringen der Klebeanker, die später das Netz halten sollen. Quelle: Tilo Wallrodt

An der 1995/1996 gebauten Wolgaster Peenestrombrücke sind erstmalig Erhaltungsmaßnahmen in größerem Umfang notwendig. Fachleute einer Berliner Firma sind im Auftrag des Straßenbauamtes Stralsund gegenwärtig dabei, unterhalb der Brücke Vorrichtungen zum Abweisen von Vögeln anzubringen.

Verborgene Winkel an den Überbauten sind bevorzugte Nist- und Schlafplätze unter anderem von Schwalben und Tauben. Damit verbundene Verunreinigungen führen langfristig zu Schäden an der Bausubstanz.

„Um Vögel künftig von der Brücke abzuhalten, werden Netze gespannt, die an Klebeankern befestigt werden“, erläutert Behördenleiter Ralf Sendrowski. Voraussichtlich noch im Herbst sollen die Arbeiten abgeschlossen werden. Etwa 200 000 Euro seien hierfür im Amtshaushalt eingestellt. Damit die Fachleute ungestört und gefahrlos arbeiten können, ist ein Unterqueren der Brücke in dem entsprechenden Abschnitt momentan untersagt. Angebrachte Warnbaken weisen darauf hin.

Mit der Vogelabwehr bereitet das Straßenbauamt weitere umfangreiche Erhaltungsarbeiten vor, die im nächsten Jahr an der Brücke geplant sind. Dann soll der Korrosionsschutz instandgesetzt werden, wobei sich die Fachleute zunächst auf den unteren Teil der Überbauten konzentrieren. „Roststellen sollen entfernt und die Bereiche anschließend neu beschichtet werden“, so Sendrowski. Perspektivisch seien dieselben Arbeiten auch an den Überbauten mit Waagebalken, Gewichten und Pylonen nötig. Konkrete Planungen gebe es dafür aber noch nicht.

Des Weiteren sind momentan Mitarbeiter des Wasser- und Schifffahrtsamtes Stralsund auf dem nördlichen Peenestrom aktiv. An Bord des Vermessungsschiffes „Baltic“ nehmen sie zwischen dem Wolgaster Südhafen und dem Greifswalder Bodden Untersuchungen zur Beschaffenheit des Fahrwassers vor, das zuletzt auf 7,50 Meter vertieft worden war.

ts/tw

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