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Usedom Bei Bratwurst vom Stand: Glawe sichert Millionen zu
Vorpommern Usedom Bei Bratwurst vom Stand: Glawe sichert Millionen zu
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00:05 15.04.2017
So sah der Verkaufskiosk nach dem Sturm Anfang Januar aus. Jetzt ist ein neuer ausgeschrieben, inzwischen gibt es eine Interimslösung. Quelle: Foto: H. Böhm

Zur Beseitigung der Sturmflutschäden vom Januar wird das Wirtschaftsministerium den Usedomer Bernsteinbädern rund 5,6 Millionen Euro überweisen. Dazu traf sich Minister Harry Glawe am Gründonnerstag mit den Bürgermeistern und Vertretern des Süd-Amtes. „Auch um ein Zeichen zu setzen, dass wir Ostern als ersten touristischen Belastungstest des Jahres gut gewappnet angehen können“, sagte der CDU-Mann.

CDU-Minister zuversichtlich, dass auch nachhaltiger Küstenschutz kommt

Allein das kleinste Seebad, Zempin, soll reichlich vier Millionen Euro bekommen, um die Infrastruktur wieder völlig instandsetzen zu können. Bereits beseitigt wurden rund 3000 Tonnen angespülten Materials, Beton- und Steinteile. Entsorgt werden mussten mehr als 300 Bäume, doch sind längst nicht alle Strandzu- und -abgänge repariert, ist manches nur provisorisch geheilt, so dass vieles zu tun bleibt. „Ich stehe in der Verantwortung aller Einwohner und unserer Gäste, dass ich mich weiter intensiv darum kümmere und nicht nachlasse“, sagte Bürgermeister Werner Schön (parteilos). Der von ihm gegenüber dem Umweltministerium geforderte nachhaltige Küstenschutz für Zempin (wir berichteten), werde auch noch kommen, gab sich Glawe hoffnungsvoll. Er kenne seinen Ministerkollegen Backhaus (SPD), der sich gegenüber Schön bislang ablehnend positioniert hat, jedenfalls als „zupackenden Mann“.

Die Gemeinde Koserow erhält knapp 900 000 Euro für den Bau einer neuen Stahltreppe inklusive Treppenlift unweit des Pflege- und Seniorenheimes. In den Loddiner Ortsteilen Kölpinsee und Stubbenfelde werden rund 150 000 Euro ausgegeben, um die Strandanlagen wiederherzustellen und eine Eisentreppe zu reparieren. Erneuert wird auch in Neppermin der vom Sturm beschädigte Seesteg, dafür fließen aus Glawes Ministerium rund 45 000 Euro.

Am Rande der offiziellen Gespräche testeten die Teilnehmer die Bratwurst am Stand von Petra Hofmann. Für ihren im Januar zerstörten Kiosk ist zwischenzeitlich eine mobile Lösung – als Leihvariante – am Promenadenplatz gefunden worden. Ein neuer Wagen ist in der Ausschreibung. In Sachen Standort, so berichtete Werner Schön, sei man sich mit der Forst bereits einig. Er wird unweit des alten Stellplatzes, aber ein Stück weiter weg von der Steilküste, liegen.

Geulkt wurde in der Männerrunde auch. Zempin sei zwar noch ein kranker Patient, dem unbedingt wirksam geholfen werden müsse, aber kein Notfall mehr. Aha!

Steffen Adler

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