Menü
Ostsee Zeitung | Ihre Zeitung aus Mecklenburg-Vorpommern
Anmelden
Usedom Benzer sind stolz auf ihre Jugendwehr
Vorpommern Usedom Benzer sind stolz auf ihre Jugendwehr
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
18:22 28.02.2016
Horst Grap ist seit 1947 mit der Feuerwehr verbunden. Quelle: ina

Mit dem Rauchmelder, den der Benzer Wehrführer Kersten Teetzen dem frisch gebackenen Vater Olaf Strieboll am Sonnabend überreicht hat, hat es eine besondere Bewandtnis.

Er möge das Leben eures im Dezember geborenen Babys beschützen, sagt Teetzen und erntet von der versammelten Truppe Applaus. Und weil Ben bereits das zweite Kind des jungen Feuerwehrmannes ist, hat der Benzer das symbolhafte Geschenk auch zum zweiten Mal erhalten.

Eine schöne Tradition, wie viele andere, von denen Kersten Teetzen zu berichten weiß. „Wir halten zusammen und helfen uns in vieler Hinsicht auch privat.“ Feuerwehr scheint in Benz nicht nur eine kommunale, sondern auch eine Familienangelegenheit zu sein. So war es bemerkenswert, wieviele Kinder und Jugendliche der Jahreshauptversammlung am Sonnabend beigewohnt haben. „Ich bin erstaunt und erfreut, wie diszipliniert und ruhig die Kinder zugehört haben“, sagt Horst Grap. Er ist 91 Jahre und der Älteste im Versammlungsraum.

Die Stützpunktwehr ist im vergangenen Jahr zu 32 Einsätzen gerufen worden. Sie hatte 21 Brände zu löschen und elfmal technische Hilfe etwa bei Verkehrsunfällen oder Sturmschäden zu leisten. Teetzen stehen dafür 15 Männer und vier Frauen zur Verfügung, die regelmäßig geschult und qualifiziert werden. So konnten Roman Wetzel und Ronald Warnke zu Hauptfeuerwehrmännern befördert und Jorden Maskow, Jonas Parlow, Anke Behling, Adrian Siemer und Janette Siemer nach erfolgreicher Ausbildung in die aktive Truppe übernommen werden.

Ein besonderes Erlebnis hatten die erst acht und neun Jahre alten Kinder Kimi Bülzebruck, Max Quade, Niclas Krause, Caprice Siegmund und Paul Zunk. Bürgermeister Karl-Heinz Schröder hat ihnen mit einer Urkunde zur Aufnahme in die Jugendfeuerwehr gratuliert und seine Hochachtung darüber ausgesprochen, wie gut die Kinder für den Dienst an der Allgemeinheit motiviert werden. Das Lob gebührt in erster Linie dem Jugendwart Sebastian Siegmund, der die Mädchen und Jungen jede Woche einmal trifft. 14 Kinder hat er unter seiner Obhut. „Die Kinder dürfen zwar erst mit zehn Jahren an der Ausbildung teilnehmen, aber wir wollten die Jüngeren nicht wegschicken und lassen sie schon mal mitlaufen und zusehen“, sagt der Betreuer. Was in so einem Jugendfeuerwehr-Jahr alles los sein kann, hat vor versammelter Mannschaft der 14-jährige Max Behling berichtet. So haben die Benzer sich am Frühlingsmarsch der Feuerwehren in Groß Kiesow beteiligt, einen Berufsfeuerwehrtag in Loddin erlebt, bei einem Zeltlager in Dewichow andere Jugendwehren des Süd-Amtes getroffen und sind gemeinsam ins Kino gefahren. So wächst die Verbundenheit zur Wehr, die oft ein ganzes Leben lang hält, wie auch die 14 zumeist betagten Mitglieder der Ehrenabteilung beweisen. Sie haben sich auf diesen Abend gefreut, an dem übrigens keine Alarmierung zu erwarten war. Die Wehr war bis Sonntagmorgen 8 Uhr abgemeldet.

Ingrid Nadler



OZ

Sozialministerin Birgit Hesse (SPD) sieht nach Schließung in Wolgast Bedarf bei Akutversorgung auf Usedom

29.02.2016

200 Gäste aus Wirtschaft, Politik und Tourismus genießen im Kaiserbädersaal eine Nacht voller Lebensfreude

29.02.2016

Rainer L. Hein aus Kölpinsee holt den mit 3000 Euro dotierten Preis der Achterkerke-Stiftung / Journalist gibt Schülern unentgeltlich Medienunterricht

29.02.2016
Anzeige