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Usedom Berufsmesse „Kompass“: Chancen waren nie größer
Vorpommern Usedom Berufsmesse „Kompass“: Chancen waren nie größer
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00:00 11.11.2017
Wolgast

Es ging um viel, gestern auf der Berufsmesse „Kompass“ in der Wolgaster Großsporthalle: für angehende Schulabgänger ebenso wie für Unternehmen. Die einen waren auf der Suche nach einem für sie in Frage kommenden Ausbilder und damit einen guten Einstieg in ein erfolgreiches Arbeitsleben. Die anderen wiederum hofften, Interesse beim Nachwuchs zu wecken und somit womöglich Lehrlinge zu gewinnen, die Unternehmen heutzutage immer schwerer finden.

Die Bandbreite der Veranstaltung war beeindruckend. Rund 80 Firmen, darunter 17, die sich zum ersten Mal präsentierten, verschafften den jungen Besuchern einen Überblick über berufliche Perspektiven oder Möglichkeiten für Praktika. „Super Veranstaltung“, fand denn auch Kathlen Marten. Die Mutter von William hatte gestern extra frei genommen, um sich selbst ein Bild über die verschiedensten Berufsangebote machen zu können. „William ist handwerklich interessiert, auch Elektrotechnik ist sein Ding“, sagte die Spandowerhagenerin. Der Achtklässler möchte zunächst ein Praktikum in einem Greifswalder Unternehmen absolvieren, bevor er als Azubi dort vielleicht einsteigt. Der Besuch der Berufsmesse hatte sich für William jedenfalls gelohnt.

„Die Chancen waren noch nie größer als heute, um einen guten Beruf zu finden“, sagte Bürgermeister Stefan Weigler bei der Eröffnung. Melissa, Gina, Sophia und Antonia nahmen sich gestern die Zeit, um sich schlau zu machen. Die Neuntklässlerinnen interessieren sich für den Beruf einer Kinder- oder Altenpflegerin. Angebote dafür gab es reichlich. Etwa bei dem Unternehmen des Diakoniewerkes Kloster Dobbertin gGmbH. Das Werk betreibt in Wolgast das Altenhilfezentrum „Sankt Jürgen“. „In diesem Jahr konnten wir erstmals die Ausbildungsstellen im Haus nicht besetzen“, schilderte Einrichtungsleiter Thomas Studier. „Wir suchen auch Pflegefachkräfte; der Bedarf ist steigend“, sagte der Greifswalder. Während dessen beantwortete Susanne Herbst, Praxisanleiterin im Altenhilfezentrum, die Fragen von Pauline und Franzi. Beide sind Schülerinnen in der Karlshagener Heinrich-Heine-Schule und haben noch zwei Jahre Zeit bis zum Berufseinstieg. Schon jetzt die ersten Kontakte zum Berufsleben zu knüpfen, ist ihnen wichtig. Genauso wie Liam. Er übte sich zusammen mit Leon, der im Unternehmen Garten- und Landschaftsbau Burkhard Hitsch lernt, gleich mal im Steine pflastern. Leon ist handwerklich interessiert und wäre genau der Richtige für die Ückeritzer Firma. „Wir sind ein 18-Mann-Betrieb, unsere Auftragslage ist sehr gut und wir brauchen junge interessierte Leute“, sagte Ausbilder Jörg Lorenz. Die braucht Malermeister Fred Gransow auch. Der Lassaner wünscht sich geeignete Azubis für sein Unternehmen. Aber optimistisch ist Gransow nicht: „Der Lehrlingsmarkt ist leergefegt.“

Stefan Brümmer

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