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Usedom Biber bereitet Wasser- und Bodenverband Sorgen
Vorpommern Usedom Biber bereitet Wasser- und Bodenverband Sorgen
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07:30 29.04.2016
Ein Biber hat den Bebrowbach bei Bauer-Wehrland nahe Lassan angestaut und dafür Baumstämme, Äste und Erdreich verwendet. Im Ergebnis entstand ein imposantes Delta, an dessen Rand sich die Biberburg befindet. Im Hintergrund ist die Kirche St. Nikolai zu sehen. Quelle: Tom Schröter
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„Noch vor 20 Jahren war es eine kleine Sensation, wenn man an unseren Gewässern eine Biberburg entdeckte“, erinnert Christiane Loist. „Doch heute muss man schon fragen: Wo gibt es eigentlich noch keinen Biber?“

Persönlich hat die Geschäftsführerin des Wasser- und Bodenverbandes Insel Usedom-Peenestrom (Landkreis Vorpommern-Greifswald) nichts gegen die arbeitssamen Nager. Aber aus beruflicher Sicht bereitet ihr die rasante Verbreitung der Tiere zunehmend Sorgen.

„An vielen Stellen in unserem Verbandsgebiet bauen Biber Dämme. Um den Eingang zu ihrem Bau zu schützen, stauen sie mit den Dämmen die Gräben an. Die Folge ist, dass angrenzende Wiesen und Felder überflutet werden“, verdeutlicht Christiane Loist.

„Außerdem graben sich die Tiere in Deich- und Grabenböschungen hinein, so dass Hohlräume entstehen, die irgendwann einbrechen.“ Die Bauaktivitäten seien für viele regionale Polderbereiche inzwischen eine ernste Gefahr.

Von Schröter, Tom

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