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01:32 01.08.2016

„Bernhard war damals der Beste!“ Das sagte einst Elektromeister Otto Stark über seinen ehemaligen Mitarbeiter Bernhard Janeck. Seinerzeit hieß

der Wolgaster Betrieb, in dem Janeck eine anerkannt gute Arbeit leistete, VEB Gebäudewirtschaft Wolgast. Heute ist Otto Stark 82 Jahre alt, während sein damals noch jugendlicher Schützling 63 wird.

„Ich hoffe sehr, dass er kommen kann“, sagt Bernhard Janeck mit Verweis auf sein heutiges 25-jähriges Firmenjubiläum. Denn bei Stark lernte Janeck nicht nur „Strippen ziehen“, sondern als sein Stellvertreter auch Mitarbeiter führen.

Zweifellos gebührt heute dem Jubilar Bernhard Janeck Anerkennung. Und zwar in vielerlei Hinsicht. Er ist nicht nur bekannt als der damals bodenständige Handwerker im Blaumann mit der Werkzeugtasche über der Schulter, auf den Adjektive wie Fleiß, Beharrlichkeit und Ehrlichkeit besonders zutreffen. Firmenchef Janeck hat sich in den 25 Jahren auch als Sponsor und Förderer einen Namen gemacht.

Nein, nicht bei Golfclubs oder Tennisvereinen. Die Kaninchenzüchter waren und sind sein Ding, aber auch solche Sportvereine, in denen Nachwuchsarbeit geleistet wird. Und das aus gutem Grund.

Bernhard, der Sportsmann, der einst als junger Bursche der DDR-Leichtathletik-Elite die Hacken zeigte, und zur Freude seiner Trainer Rudi Otto und Johannes Schneider im DDR-Spartakiadefinale des 110-Meter-Hürdenlaufs Silber holte, erinnert sich gern an seine Sportlerzeit, bei der er Willenskraft und Ausdauer schulte.

Sein ehrenamtliches Engagement war und ist genau wie das seiner Firmenstrategie breit angelegt. Der Mann ist seit vielen Jahren Abgeordneter in der Stadtvertretung, der Tierparkverein hält seinen Namen in Ehren, und im Greifswalder Amtsgericht spricht er als Schöffe Recht.

Warum das alles? „Weil ich mich damit vom anstrengenden Firmenalltag erholen kann“, sagt Janeck. „Ehrenamt entspannt, lenkt ab, ist gut für die Gesundheit. Hört sich zwar komisch an, ist aber so.“

Der Firmenalltag, so sagt er, sei eine harte Sache. „Es ist auch bei mir immer auf und ab gegangen. Aber wenn etwas nicht rund lief, habe ich die Offensive gesucht. Holte mir Rat. Bat um Aufschub.

Sprach bei den Banken oder im Finanzamt vor. Das hat mir geholfen.“

Aktuell ist die Mannschaft von Elektro-Janeck 17 Mann stark. Viele Ältere sind darunter und mit Mario Westphal, Uwe Pens oder Udo Windjäger auch Kollegen, die schon über 20 Jahre dabei sind. „Die Jungen scharren schon mit den Hufen“, sagt Janeck und meint wohl speziell seinen Sohn Karsten damit. Der ist in Vaters Firma groß geworden und hat auch schon seinen Meisterbrief in der Tasche. An ihn will Bernhard Janeck in den kommenden Jahren den Staffelstab übergeben. Karsten ist ein anderer Janeck-Typ: Er ist 32, trägt Basecup und kennt sich in den neuen Medien aus. Verantwortung hat er bereits in der Firma übernommen, aber auch privat, in seiner kleinen Familie.

Bernhard Janeck will irgendwann loslassen und eine geordnete, gesunde Firma an seinen Sohn übergeben. Aber ohne Hektik und Schritt für Schritt. Gut Ding will Weile haben.

Heute aber, nach einem viertel Jahrhundert „Elektro-Janeck“ wird gefeiert. Mit Freunden und Partnern soll auf Erreichtes zurückgeschaut werden. Mit seinen Mitarbeitern geht der Chef einige Tage später an Bord der „Weissen Düne“. „Den Jungs gebührt ein besonderer Dank“, sagt Berhard Janeck.

Stefan Brümmer

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