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Buch zum Steinfurth-Heim bewegt die Gemüter

Zinnowitz Buch zum Steinfurth-Heim bewegt die Gemüter

Berliner Autor legte als Erstes eine Broschüre zur baulichen Entwicklung vor / Seine Recherchen führten ihn unter anderem nach Stettin und Ludwigshafen

Zinnowitz. Es wurde eng im Museum Zinnowitz. So viele Interessenten besuchten das Heimatmuseum am Freitagnachmittag, dass die Stühle kaum reichten. Das Interesse der Zinnowitzer und derjenigen, die in dem Kinderheim früher gearbeitet haben, ist ungebrochen. Die Historische Gesellschaft Zinnowitz hat deshalb eine Broschüre über das Heim herausgegeben.

Autor ist der Berliner Stephan Lepiorz (50), der den verfallenden Gebäudekomplex vor sechs Jahren bei einem Spaziergang mit der Familie zufällig entdeckte. Als Verfasser von Broschüren über denkmalgeschützte Bauwerke in seiner Heimatstadt war sein Interesse sofort geweckt. Nach ersten Recherchen im Internet nahm er Kontakt mit der Historischen Gesellschaft auf und stieß auf offene Ohren.

Es begann eine Zeit der intensiven Recherche in Zinnowitz, Greifswald, Ludwigshafen, Berlin und Stettin. Dort entdeckte er historische Dokumente, Fotos und Baupläne. Überdies führte er zahlreiche Gespräche mit Zeitzeugen und konnte so umfangreiches Material über das Heim zusammentragen.

Um den immer häufiger auftretenden Nachfragen zum Heim nachzukommen, entschlossen sich Autor und Herausgeber, zunächst eine Broschüre zur Baugeschichte der Gebäude in komprimierter Form herauszugeben.

Dieses Büchlein beschreibt die bauliche Entwicklung der Anlage der 1875 errichteten Villa des örtlichen Badearztes bis hin zur letzten großen Erweiterung des vom Reichsbahn-Waisenhort betriebenen Kindererholungsheimes im Jahre 1942. Zu diesem Zeitpunkt hatte die Anlage ihre noch heute gültigen Ausmaße erreicht. Auch werden die unterschiedlichen Nutzungs- und Eigentümerwechsel bis zur Schließung des Heim-Komplexes 1992 beschrieben. Ausführliche Angaben zur Literatur und eine detaillierte Zeittafel runden das interessante Buch ab.

Das in der Druckerei Hoffmann in Wolgast gedruckte und von der Gemeinde Zinnowitz finanziell unterstützte Werk ist im Heimatmuseum Zinnowitz erhältlich.

Von Ute Spohler

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