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Usedom Ein krimineller Insel-Freizeitführer
Vorpommern Usedom Ein krimineller Insel-Freizeitführer
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12:07 30.10.2018
Die Autorin Regine Kölpin verbindet gekonnt kurze Krimigeschichten über Usedom und die Region mit Freizeittipps zu den einzelnen Handlungsorten. Quelle: Steffen Adler
Koserow/Wolgast

Autorin Regine Kölpin lebt zwar an der friesischen Nordseeküste. Ihre Vorliebe für Usedom ist jedoch auf den 247 Seiten des Taschenbuches aus dem Gmeiner Verlag unüberlesbar. Die von ihr favorisierte, durchaus noch seltene Kombination von Krimi-Kurzgeschichten und Freizeittipps für den nordöstlichsten Zipfel Deutschlands macht das Besondere des 2017 erschienenen Taschenbuches aus.

Verbrechen an unterschiedlichen Standorten

An elf unterschiedlichen Standorten lässt es die Autorin vom Jahrgang 1964 "mörderisch" zugehen, stellt den jeweiligen, verknappt aufgeschriebenen Handlungssträngen lokale Sehenswürdigkeiten mit kurzem Service an die Seite. Ist das Rätsel des Verbrechens gelöst, folgen die gut ausgewählten Tipps für den Leser/Besucher Usedoms. Und zwar in prägnanter Form. Los geht es gleich mit einem Tötungsverbrechen in der alten Herzogstadt Wolgast. Das kommt zwar ein bisschen unvermittelt daher (wie manch andere Tat), macht aber zugleich deutlich, dass Straftaten und Verbrechen sich auch auf Usedom durchaus nicht im leider häufigen Klau von E-Bikes erschöpfen. Als klar wird, wer als Leiche im Wasser an der hölzernen Amazonenbrücke treibt und was geschehen musste, damit Mike ums Leben gekommen ist, folgen die Einladungen hin zu Wolgaster Hotspots. Als da unter anderem wären die "Kaffeemühle" und das Rungehaus, Stadtmauer und Peenebrücke, Museumshafen, Werft und Speicher sowie Herzoggruft und Gertrudenkapelle.

Büchlein passt in jeden Rucksack

Der Mix hat Format, unter anderem auch, weil er - etwa im Fall des überaus geschichtsträchtigen Peenemünde im Norden der Insel - den einen oder anderen historischen Bezug herstellt. Da das Büchlein zudem eine kleine Inselkarte beinhaltet, ist es tatsächlich dazu geeignet, es im Rucksack mitzunehmen, um lesend und schauend, zuhörend und vielleicht auch im Gespräch mit den Einheimischen das Eiland mit den vielen Sonnenstunden zu erkunden. Dazu sind die Short-Storys übrigens auch gerade in der richtigen Länge verfasst.

Wenn die Usedomer ihrerseits übrigens mal die Mecklenburger Küste von Boltenhagen bis zum Darß oder das friesische Wattenmeer erkunden wollen, so bietet Regine Kölpin auch dafür analog strukturierte und im gleichen Format erschienene Krimi-Freizeitführer an. Nicht die schlechteste Begleitung für Safaris entlang der Waterkant.

Info: "Mörderisches Usedom" von Regine Kölpin, 2017 im Gmeiner-Verlag Meßkirch erschienen, ISBN 978-3-8392-2062-7, Taschenbuch

Steffen Adler

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