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Usedom Bürgermeisterwahl: Wer wirft den Hut in den Ring?
Vorpommern Usedom Bürgermeisterwahl: Wer wirft den Hut in den Ring?
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00:00 09.11.2016

Am 29. Januar 2017 wählen die Ückeritzer einen neuen Bürgermeister oder eine neue Bürgermeisterin. Wie berichtet, wird der Urnengang durch den überraschenden Rücktritt von Gerd Gamradt (CDU) nötig. Im Ostseebad laufen etliche Spekulationen, wer wohl seinen Hut in den Ring werfen wird. Die Bewerbungszeit der Kandidaten endet am 15. November um 16 Uhr.

Manchem Ückeritzer scheint Carmen Bergmann (CDU) ambitioniert, die als Vorsitzende des Sozialausschusses eine solide Arbeit leistet. Im Zuge der Neubesetzungen von Ausschussplätzen war sie zuletzt zur zweiten Stellvertreterin des Bürgermeisters gewählt worden. Doch die direkte Nachfrage auf eine Wahlbewerbung beantwortete Carmen Bergmann mit einem klaren Nein.

Marco Biedenweg sitzt für die Wählerinitiative Ückeritz (WITZ) im Gemeinderat. Er ist Mitglied der örtlichen Feuerwehr, hat als Kämmerer des Amtes Usedom Nord ein hohes Verwaltungsfachwissen und in der Vergangenheit bewiesen, dass er sich nicht vereinnahmen lässt. Als Vorsitzender des Bauausschusses war er deshalb zurückgetreten. Hat er Ambitionen auf das Bürgermeisteramt? „Aktuell nicht. Ich habe aber schon mal darüber nachgedacht. Bis zum 15. November lasse ich mir das offen“, sagt Biedenweg auf OZ-Anfrage.

Nicht wenige Ückeritzer halten es für möglich, dass die SPD einen Bewerber ins Feld schickt. Axel Kindler, Gamradts Mitbewerber bei der Kommunalwahl 2014, will das nicht kommentieren. Sein Genosse Vicco von Voss, dem Ambitionen nachgesagt werden, sagt scheinbar amüsiert: „Das habe ich auch gehört, aber dem ist nicht so.“

Seit Gamradts Rücktritt führt Franz Wöllner (Wählergemeinschaft Miteinander für Ückeritz) die Amtsgeschäfte. Die Gemeindevertreter haben den bisherigen zweiten Stellvertreter kürzlich zum ersten gewählt. Unter Wöllners Führung konnten sie lange schwelende Konflikte (die OZ berichtete) lösen und im Interesse dessen offensichtlich trennende Gräben überwinden. Als hilfreich erweist sich dabei, dass er durch die gute Zusammenarbeit mit Gamradt nach wie vor einen kurzen Draht zu ihm hat. „Ich stehe in losem Kontakt zu ihm. Er verhält sich hochkollegial“, sagt Wöllner.

Mittlerweile könne er auch nachvollziehen, unter welch hoher Arbeitsbelastung dieser gestanden habe. „Wir müssen künftig Bedingungen schaffen, die den ehrenamtlichen Bürgermeister entlasten“, sagt der 58-Jährige. Ob er über die Zeit als amtierender Bürgermeister an der Spitze der Gemeinde stehen will, macht er davon abhängig, wie dieser Prozess gelingt, „und ob sich die Opposition weiter in die Arbeit einbringt. Im Augenblick tut sie das. Wenn ich das Gefühl habe, alle definieren ihre Verantwortung so, wie es für Gemeindevertreter üblich ist, könnte ich mir vorstellen, dass es in Ückeritz in einem Jahr Strukturen gibt, die es möglich machen, dass ein Bürgermeister die Aufgaben auch im Ehrenamt schafft. Das könnte mir Spaß machen.“ Dabei geht Wöllner davon aus, dass sich Ehrenamtler grundsätzlich aus dem operativen Geschäft heraushalten.

In einer Woche steht fest, wer sich bewirbt und seinen Hut im Wettstreit um die Neubesetzung des Bürgermeisteramtes in den Ring wirft. Angelika Gutsche

OZ

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