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Usedom Bund will bei Zirchow Alleebäume pflanzen
Vorpommern Usedom Bund will bei Zirchow Alleebäume pflanzen
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00:40 11.06.2016

Auf der Insel Usedom werden an Bundes- und Landesstraßen in absehbarer Zeit keine nennenswerten Neupflanzungen von Alleen entstehen. Das war die Botschaft von Ralph-Michael Nickel, Sachgebietsleiter Umweltschutz im Straßenbauamt Neustrelitz, an den Beirat des Naturparks Insel Usedom. Seit 2015 zeichnet die Behörde verantwortlich für den Landkreis Vorpommern-Greifswald, und so hatte der Naturpark-Beirat Nickel zu einer Informationsrunde eingeladen. Wie der Experte mitteilte, würden in der nächsten Zeit allerdings am neu angelegten Radweg an der B 110 in Korswandt sowie zwischen Zirchow und Korswandt Alleebäume gepflanzt. Die Frage, ob das nicht zum Beispiel auch entlang des Radweges zwischen der Zecheriner Brücke und der Stadt Usedom möglich sei, beantwortete Nickel mit einem klaren Nein. Durch Planungsfehler bei der Anlage des Radweges vor einigen Jahren seien falsche Abstände gewählt worden, die eine nachträgliche Alleepflanzung aus Platzgründen verhinderten.

Trotz dieser wenig positiv stimmenden Auskünfte zu den Alleen auf Usedom waren der Vortrag Nickels und die Aussprache dazu lebendig und informativ. So verwies der Sachgebietsleiter zwar darauf, dass das Amt sich weitgehend aus der bisher von ihm geübten Praxis der Schaffung von Alleen auch an untergeordneten Straßen zurückziehen werde, gab aber zugleich dem Kreis und den Kommunen wichtige Hinweise: Die Straßenbauämter müssen pro bei Bauarbeiten an den Straßen gefälltem Baum für drei neue aufkommen. Einen lasse es pflanzen, für die beiden anderen würden jeweils 400 Euro in einen von der Straßenbauverwaltung des Landes verwalteten Alleenfonds eingezahlt. Dieser enthalte inzwischen mehr als fünf Millionen Euro und die Kommunen könnten daraus Gelder für die Neuanlage oder die Pflege bereits vorhandener Alleen erhalten.

Nickel ging auch darauf ein, dass das Absterben von vielen Alleen weit rasanter verlaufe, als ursprünglich angenommen. Dem trage man unter anderem dadurch Rechnung, dass nicht mehr vorwiegend eine Lückenbepflanzung erfolge, sondern dass zumeist hinter den noch vorhandenen Resten eine komplette neue Allee angelegt werde. Der Altbestand und die Neupflanzungen werden laut Nickel einerseits durch in jeder Straßenmeisterei vorhandene zertifizierte Baumwarte und andererseits von den Experten des Amtes bei regelmäßig stattfindenden Baumschauen überwacht. Bei Bedarf ziehe die Behörde auch externe Gutachter hinzu. Mit dem Verweis auf dieses im Straßenbauamt ausreichend vorhandene Fachwissen lehnte Nickel die Forderung von Uwe Fiedler (BUND) ab, an den Baumschauen jeweils einen Vertreter seiner Umweltschutzorganisation teilnehmen zu lassen.

Dietrich Butenschön

OZ

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