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Usedom Bunte Plastedeckel für einen guten Zweck
Vorpommern Usedom Bunte Plastedeckel für einen guten Zweck
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00:00 17.03.2017
Von links: Hausmeister Sven Gerlach übergab die Kisten und Tüten mit den Plasteteilen an Robert Gromek und Jan Zastrowny . Quelle: Foto: Angelika Gutsche

Seit zehn Jahren schmeißen die Heringsdorfer Hortkinder Plasteverschlüsse von Flaschen und Gläsern nicht mehr in den Müll. „Solange sammeln wir die Plasteteile schon und lassen sie sozialen Projekten in Swinemünde zugute kommen“, sagt Kersten Fubel, Leiter des Volkssolidarität-Schulhorts „Alte Feuerwache“.

Plaste sei auch für die Nachbarn ein wertvoller Rohstoff, das Material werde recycelt und anschließend in den Wirtschaftskreislauf zurückgeführt. Das Geld habe schon viele soziale Projekte unterstützt. „Diesen Gedanken der gelebten Volkssolidarität unterstützen viele Eltern der Grundschüler, aber auch weitere Heringsdorfer“, sagt Fubel. Immer wieder würden am Zaun der alten Kita mit bunten Plastedeckeln gefüllte Beutel hängen, mit denen die Leute das Ansinnen unterstützen.

Seit drei Jahren hat der Hort mit dem „Großen Orchester der Feierlichen Hilfe“ (WOSP) einen festen Partner. Am Mittwoch übergab Hausmeister Sven Gerlach die Kisten und Tüten mit den Plasteteilen an Robert Gromek und Jan Zastrowny, die sie für WOSP abholten. „Wir sind den Kindern sehr dankbar dafür, dass sie jedes Jahr Deckel sammeln“, sagt Iwona Postulka, die WOSP in Swinemünde koordiniert.

„In diesem Jahr sammeln wir für die Rehabilitation von zwei Kindern: Antek – der vor kurzem von einem Pkw überfahren worden ist und sich noch immer in einem kritischen Zustand befindet und sich nicht ohne Hilfe bewegen kann. Das zweite Kind ist Kamil, der mit einer Krankheit geboren wurde. Er hat eine Infantilen Zerebralparese (Muskellähmung – d.Red.). Die Rehabilitation hilft ihm“, so Iwona Postulka. Die durch die Deckel gesammelten Gelder werden direkt auf das Bankkonto der jeweiligen Jungen überwiesen. Sie können nicht für andere Zwecke verwendet werden, als zur Rehabilitation.

Darauf hinzuweisen, ist Iwona Postulka sehr wichtig, weil häufig von Spendern nachgefragt wird, wie das Geld an die Zielpersonen gelangt. „ Ich denke, dass diese Aktion sehr viel Gutes bewirkt und die Kinder wissen, dass sie mit ihrer Sammelaktion anderen helfen können.“

Auch Kersten Fubel freut sich, in den WOSP-Leuten engagierte Partner gefunden zu haben. Konkrete Schicksale würden den Willen zur Unterstützung ankurbeln, sagt er. Von einem der Jungen habe er durch eigene Kontakte erfahren, über den anderen durch die Initiative selbst.

Angelika Gutsche

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