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Usedom Campingplatzbetreiber: OB redet Unwahrheit
Vorpommern Usedom Campingplatzbetreiber: OB redet Unwahrheit
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00:00 12.10.2016

Eine Woche vor dem Gespräch von Greifswalds Oberbürgermeister Stefan Fassbinder (Grüne) und Campingplatzbetreiber Carsten Becker zeichnet sich kein Kompromiss ab. Entweder die Stadt verkauft Becker ihr Grundstück oder der Platz bleibt 2017 geschlossen.

„Ich spaße nicht“, macht der Betreiber unmissverständlich deutlich. „Unser Lkw steht im Internet schon zum Verkauf. Dem OB ist offenbar nicht bewusst, was er tut, er torpediert die gute Zusammenarbeit der letzten Jahre.“ Fassbinder teile Bürgern, die sich wegen der drohenden Schließung an ihn wenden, die Unwahrheit mit. „Er schreibt, er würde den Campingplatz unterstützen“, so Becker. „In Wahrheit behindern er und seine Berater unsere und die Entwicklung des Tourismus in der Hansestadt, weil der OB die Beschlüsse zum Verkauf und zum Bebauungsplan nicht beraten lässt.“

Sollte der Platz geöffnet bleiben, rechnet Becker mit einer Steigerung der Gästezahl von nun 12000 auf 15000 pro Jahr. Dem sei die vor der Eröffnung von der SPD so heftig kritisierte Behelfszufahrt von der Wolgaster Straße nicht gewachsen. Auch benötige er bei diesem Gästezuspruch eine Schrankenanlage. Beckers Plan: eine neue Zufahrt in Verlängerung der Rostocker Straße und der Bau der Schrankenanlage, und zwar auf seine eigenen Kosten. Das ginge nur mit einem B-Plan, den die Bürgerschaft beschließt, den er aber per städtebaulichem Vertrag selbst bezahlen müsste und würde.

„Bei der Einfahrt wird jetzt ein mir gehörendes Grundstücks genutzt.“ Das müsse er nicht dulden, sollte ein anderer den Platz betreiben. Ferner ärgert sich Becker, dass die Stadt zwar von ihm etwas will, sich aber nicht an ihm gegebene Versprechen zum Verkauf halte.Die Stadt möchte erstens von ihm kostenlos Land zur Verlängerung des Geh- und Radwegs an der Wolgaster Landstraße. Zweitens möchte sie einen fünf Meter breiten Streifen Land neben seinem Zaun von ihm erwerben. „Das ist im B-Plan 84 für das benachbarte Wohngebiet als öffentliches Grün ausgewiesen“, so Becker. „Ich habe die Verrechnung mit dem Grundstück, das mir gehört, angeboten.“ Er habe sogar seinen Zaun so aufgestellt, dass der Fünf-Meter-Streifen außerhalb steht. Er sehe aber nicht ein, dass er unter diesen Umständen das Land veräußere. Ganz davon abgesehen, dass die Stadt mit ihrem Grundstück wenig anfangen könne. Es ist von Beckerschem Land umgeben, das er erwarb, weil die Stadt es von ihm forderte.

Becker setzt weiter auf einen Verkaufsbeschluss der Bürgerschaft, den nun die CDU initiieren will.

Eckhard Oberdörfer

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