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Usedom Chef der MMZ-Möbelhäuser hört auf
Vorpommern Usedom Chef der MMZ-Möbelhäuser hört auf
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16:21 06.12.2018
Robert Schulz gründete 1990 den ersten privaten Möbelmarkt in MV. Inzwischen gibt es drei MMZ-Möbelmärkte. Heute geht der 65-Jährige in den Ruhestand. Seine Frau Ulrike war stets an seiner Seite. Quelle: MMZ Möbel
Wolgast

Es begann alles in einer alten Scheune in Zinnowitz: Im April 1990 gründete Robert Schulz hat die erste offizielle Möbelhandels GmbH in Mecklenburg-Vorpommern und eröffnete zwei Monate später auf 150 Quadratmetern sein erstes Geschäft. Der Mann, dessen familiäre Wurzeln in Zinnowitz liegen, nannte es MMZ – Möbelmarkt Zinnowitz. Später wurde daraus Möbel mit Zukunft. Im März 1994 eröffnete er in Wolgast seinen MMZ-Möbelmarkt auf einer Fläche von 4000 Quadratmetern. Seit 1999 betreibt er zudem ein großes Möbelhaus in Neubrandenburg und seit 2004 ein weiteres in Stralsund. Letzteres hat eine Fläche von 15 000 Quadratmetern und bietet das volle Sortiment an Möbeln, Küchen, Boutiqueartikeln sowie Gartenmöbeln. Ein großes Zentrallager in Dargelin bei Gützkow liegt für alle drei Standorte ausgesprochen günstig an der Autobahn 20, sodass schnell beliefert werden kann.

Robert Schulz wurde 1953 in Herford geboren, nachdem seine Eltern in jenem Jahr aus Zinnowitz vor der Aktion Rose fliehen mussten. Nach der Wende zurück auf Usedom, liebte er sich nach eigenen Worten „sofort diese Insel und wagte den Neuanfang“. Bis die Familie mit drei Kindern dort heimisch werden konnte, dauerte es allerdings: Zunächst wohnte Schulz drei Jahre im Zinnowitzer Hotel Baltic. Nachdem ein Haus in Mölschow gebaut war, konnte die Familie 1994 komplett umziehen.

Gegen Möbelmarkt-Riesen durchgesetzt

An die Zeit des Anfangs erinnert sich der erfolgreiche Geschäftsmann noch gut: „Eine Verkäuferin und eine Aushilfe waren mein Team, abends mussten wir die Möbel abdecken, weil Schwalben in der Scheune lebten.“ Inzwischen hat sich die Mitarbeiterzahl auf 100 erhöht und Robert Schulz hat geschafft, was so nicht vorhersehbar war: Er hat sich gegen Möbelmarkt-Riesen durchgesetzt. Mit seinem Unternehmen spricht er eine hochpreisige Zielgruppe an und setzt dennoch auf regionale Stärke. Er sieht sich als Familienunternehmen aus dem Norden für den Norden, denn seit ein paar Jahren arbeitet auch seine Tochter Melanie Rocksien-Riad im Unternehmen als Geschäftsführerin.

In den MMZ-Möbelhäusern gehe es um mehr als nur Möbel, hat Robert Schulz stets betont. „Wir präsentieren den Kunden ein breit gefächertes Sortiment topaktueller Möbel und Accessoires und kombinieren es mit einem exzellenten Kundenservice.“ Dazu gehört für ihn, dass seine Möbel auch online zu kaufen sind. Das MMZ-Motto lautet: „Unkompliziert und sicher einkaufen“. Robert Schulz organisiert dabei den Gesamteinkauf für alle Häuser, seine Frau Ulrike zeichnet für den Bereich Boutique verantwortlich. Beide lieben es, ihren Kunden wirklich das Neueste zu präsentieren und sie dabei umfassend über Qualität und Eigenschaften der jeweiligen Möbelstücke aufzuklären. Auch aus diesem Grund gibt es nicht nur immer wieder gute Bewertungen für MMZ-Möbel auf den unterschiedlichsten Portalen, sondern läuft auch das gehobene Preissegment in der nicht so reichen Region Vorpommern ausgezeichnet.

Unterstützung für Vereine

Dem heute 65-Jährigen war es neben dem Voranbringen des Geschäfts stets wichtig, auch regionale Vereine und Aktionen zu unterstützen und sie vom Erfolg des Unternehmens profitieren zu lassen. So wurden der Greifswalder Kinderhospizverein und das SOS Kinderdorf bei Grimmen unterstützt. „Es ist mir und meiner Familie eine große Freude, Schwächeren in der Gesellschaft zu helfen“, sagt Schulz dazu.

Nun also der (Un)-Ruhestand: Ihr Vater habe jede Menge zu tun, versichert Tochter Melanie. Er werde für das weitere gute Gedeihen des Unternehmens MMZ ganz bestimmt nicht nur mit Tipps sorgen. Dann sind da seine Enkel, die sich schon sehr auf die viele Zeit mit Opa, auf ausgedehnte Radtouren und auf seine Kochkünste freuen. Und vielleicht kann er irgendwann auch seinen Traum, einmal nach Neuseeland zu fliegen, wahr machen. Aber erst einmal hat er in seinem geliebten Vorpommern noch viele Vorhaben zu erledigen, sodass die Reise und auch das Sofa zum Ausruhen noch warten müssen.

Cornelia Meerkatz

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