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College-Schüler beleuchten NS-Geschichte

Peenemünde College-Schüler beleuchten NS-Geschichte

Trassenheider lernt an Oberstufenschule für Schüler aus der ganzen Welt / Projekt in Peenemünde

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Beim Besuch im Peenemünder Museum: Thao, Kevin Klaus, Kristina, Ana, Tristan Kaliebe, Biagio und Marcus (v.l.).

Quelle: Foto: Henrik Nitzsche

Peenemünde. . Ana aus Panama kannte Usedom nicht. Auch für Marcus aus Hongkong war die Insel bislang nicht existent. Gleiches gilt für die Vietnamesin Thao. Dass die jungen Leute nun die Insel kennengelernt haben, ist dem Trassenheider Tristan Kaliebe zu verdanken. Der 16-jährige Insulaner ist seit diesem Jahr am UWC Robert Bosch College in Freiburg. Weltweit gibt es 16 United World Colleges (UWC).

Der internationale Gedanke spielte auch bei der Projektwoche eine Rolle, die Tristan mit seinem Mitschüler Kevin Klaus aus Gedern bei Frankfurt/Main organisieren musste. So ging es mit dem Bus vom südwestlichsten Zipfel der Republik in den nordöstlichsten. Von Freiburg im Breisgau nach Usedom – „13 Stunden waren wir unterwegs“, sagt der Trassenheider und ergänzt: „Fliegen dürfen wir nicht. Das widerspricht den Grundsätzen der Schule, die auf Umweltschutz und Nachhaltigkeit setzt.“ Die Zeit des Nationalsozialismus sollte im Mittelpunkt der Projektwoche stehen. „Da habe ich die Initiative ergriffen und Peenemünde vorgeschlagen“, sagt Tristan, der am Montag mit seinen Mitschülern das Historisch-Technische Museum (HTM) im Inselnorden besuchte. Und für nachdenkliche Momente sorgte, denn seine Mitstreiter fanden klare Worte, nachdem sie den Film „Geheime Waffenschmiede Peenemünde“ gesehen hatten. „Das sind keine Menschen, die das gemacht haben“, meinte Thao, während Kristina aus Armenien (16) von „traurigen Szenen“ sprach. Dass in Peenemünde im Zweiten Weltkrieg Ingenieure und Militärs die berüchtigte V2-Rakete der Nazis konstruierten, wussten sie bis dahin noch nicht. „Ich wusste nur, dass Peenemünde mehrmals bombardiert wurde“, sagt der 18-jährige Biagio aus Italien, der nach dem Abschluss im College an der berühmten Universität im englischen Oxford Geschichte studieren will. Thao will dagegen ein freiwilliges Jahr in Brasilien absolvieren. Die meisten der Schüler wollen aber studieren – in England, den USA oder Kanada.

Zurück nach Peenemünde: Die Eindrücke vom Besuch im HTM und den geplanten Fahrten ins KZ Sachsenhausen und zum Holocaust-Mahnmal in Berlin sollen später in eine Präsentation münden. „Mit Video und Fotos“, ergänzt Kevin Klaus. Die 16- bis 18-jährigen Schüler sind in der Woche ohne Begleitung unterwegs. „Die Schule wollte aber schon unseren Fahrplan wissen und wo wir schlafen und wie wir uns ernähren“, sagt Tristan. Jeder Schüler hatte für die Woche 175 Euro zur Verfügung – davon mussten sie alles bestreiten, Unterkunft, Verpflegung, Eintrittsgelder.

Was ist UWC?

Der deutsche Pädagoge Kurt Hahn und der britische Luftmarschall Sir Lawrence Darvall entwickelten zur Zeit des Kalten Krieges das Konzept der internationalen United World Colleges (UWC). Am weltweit ersten UWC kamen 1962 erstmals ausgewählte junge Menschen (16-19 Jahre) aus vielen Ländern zusammen. Weltweit gibt es 16 Colleges. In Freiburg sind es Schüler aus über 90 Staaten, die in zwei Jahren ihr International Baccalaureate Diploma (IB Diplom) ablegen. Am Robert Bosch College ist die Unterrichtssprache Englisch.

Henrik Nitzsche

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