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Usedom Dankeschön-Fest für die Feuerwehr
Vorpommern Usedom Dankeschön-Fest für die Feuerwehr
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01:28 27.09.2018
Das Löschfahrzeug der Wolgaster Wehr war von den Knirpsen der Kita „Anne Frank“ belagert. Sie sagten den Helfern Danke. FOTOS (2): CORNELIA MEERKATZ
Wolgast

Blasmusik, lustige Spiele und mittendrin die große Feuerwehr – beim gestrigen Dankeschön-Fest für die Retter, Helfer und Unterstützer nach dem Brand in der Wolgaster DRK-Kita „Anne Frank“ ging es hoch her. In Scharen krochen die Knirpse ins Feuerwehrauto, untersuchten so ziemlich alles und wenn man den Wünschen der Jungen und Mädchen glauben darf, will mindestens jeder dritte sofort auch in der Feuerwehr mitarbeiten. Kitaleiterin Angela Kellermann ist angesichts des bunten Treibens mehr als zufrieden. „Wenn’s drauf ankommt, halten die Wolgaster zusammen. Das haben wir nach diesem 10. April auf so vielfältige liebevolle Weise gespürt. Dafür wollen wir uns bei allen bedanken“, sagt sie.

Angela Kellermann

Die Kita in Zahlen

220 Kinder werden gegenwärtig in der Kita „Anne Frank“ betreut. Ausgelegt ist sie für 240 Kinder.

28 Erzieher und technische Kräfte, darunter zwei Männer arbeiten in der integrativen Kita.

2009 erfolgte eine umfassende Sanierung des Gebäudes, das in den 1970er Jahren errichtet worden war.

Der Brand habe alle enger zusammenrücken lassen, betont auch Thomas Pohlers, Geschäftsführer des DRK-Kreisverbandes Ostvorpommern-Greifswald. Am 10. April dieses Jahres war nachmittags bei Dacharbeiten ein Brand ausgebrochen. „Glücklicherweise war einer der Dachdecker auch bei der Feuerwehr, der wusste sofort, was zu tun war“, erinnert sich Pohlers. Binnen weniger Minuten waren die Kinder evakuiert. Da es nachmittags war, hatten etliche Knirpse bereits mit ihren Eltern das Haus verlassen. Das Jobcenter und auch die Stadt Wolgast halfen dann bei der Unterbringung. „Wir haben die Mädchen und Jungen, die nicht zu Hause bleiben konnten, dann 14 Tage in der Turnhalle in der Hufelandstraße betreut. Alles klappte wirklich reibungslos und unbürokratisch. Aber das muss auch so sein“, sagt Hauptamtsleiter Ralf Fischer. „Das war wirklich Glück im Unglück“, so Pohlers, der immer noch bewegt und voller Dankbarkeit von der Welle der Solidarität nach dem Brand spricht. Denn der entstandene Schaden war groß: „Die Gutachter haben ermittelt, dass es sich um einen Schaden von 80000 Euro handelt“, erklärt Pohlers.

Sylvio Meyer und seine Frau Mareen gehören zu jenen Eltern, die die Kita in der Zeit nach dem Brand unterstützten, wo sie konnten. Der 36-Jährige war damals gerade in der Kita, um seine vier Kinder abzuholen. „Ich habe gleich mit die Evakuierung organisiert. Da kann man doch nicht lange überlegen, sondern muss sofort handeln“, so der siebenfache Familienvater. Die vier Kinder hat die Familie dann zwei Wochen zu Hause gelassen, um die Erzieher in der Turnhalle zu entlasten. Für die jungen Eltern war das eine logistische Herausforderung. „Aber nur zuschauen kam nicht in Frage“, betont er.

Um so erfreuter sind die Meyers, dass nun die Sanierungsarbeiten abgeschlossen sind. „Es ist die schönste Kita, die man sich vorstellen kann. Hier wird vorbildliche Arbeit geleistet. Wir sind sehr zufrieden, unsere Kinder gehen gern hierher“, schwärmt Mareen Meyer.

Die ehrenamtlichen Brandschützer aus Wolgast und Umgebung genossen gestern sichtlich das Dankeschön-Fest in der Kita. Sie waren im April binnen weniger Minuten zur Stelle, um den Brand zu löschen.

„Wir wollten, dass sie als unsere Helden im Mittelpunkt stehen. Wir haben ihnen zu verdanken, dass weder Kinder noch Erzieher oder Eltern zu Schaden gekommen sind“, so Angela Kellermann.

Cornelia Meerkatz

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