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Usedom Das Schulthema brennt Karlshagenern auf der Seele
Vorpommern Usedom Das Schulthema brennt Karlshagenern auf der Seele
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00:00 19.11.2016
Vor dem Eingang zum Haus des Gastes warb die BI um Mut, die Entscheidung der Gemeindevertreter zu überdenken.

. Rund 80 Karlshagener folgten am Donnerstagabend der Einladung von Bürgermeister Christian Höhn zur Einwohnerversammlung. Der Grund: Höhn wollte in gemeindlichen Angelegenheiten mit Unterstützung von Gemeindevertretern und Amtsleiterin Kerstin Teske Bilanz ziehen und einen Ausblick auf 2017 geben. Doch schon vor dem Eintritt in das Haus des Gastes schien klar, dass es in erster Linie um die Angelegenheit gehen würde, die den Karlshagenern auf der Seele und unter den Nägeln brennt.

Auf Forum dominierte die umstrittene Fusion die Reden im Saal und vor der Tür

Kommt der Bürgerentscheid?

Die Schulfusion steht am 8. Dezember nochmals auf der Tagesordnung der Gemeindevertretung. Bleibt der Beschluss bestehen, ist die Meinung aller Karlshagener Wähler am 8. Januar 2017 in einem Bürgerentscheid gefragt. Dafür hatte die BI im Ort 958 Unterschriften gesammelt.

Vor der Tür wurden die Besucher von 35 Erwachsenen und Kindern erwartet, die den Gemeindevertretern Mut machen wollten, ihren Beschluss zur Zusammenlegung der Karlshagener Schulen nochmals zu überdenken. Sandra Harder von der für den Erhalt der Eigenständigkeit beider Schulen eintretenden Bürgerinitiative sagte: „Wir stehen hier, um darauf hinzuweisen, dass die Gemeindevertreter auf ihrer Sitzung am 8. Dezember noch einmal Gelegenheit haben, neu zu entscheiden“.

Wie berichtet, steht die durch eine klare Mehrheit im Gemeinderat beschlossene Zusammenlegung der Grundschule und der Realschule an diesem Abend nochmals auf der Tagesordnung. „Uns ist die Eigenständigkeit beider Schulen wichtig“, betonte auch Claudia Beuster-Acker von der selben Initiative: „Wir stehen hier, um den anderen zu demonstrieren, wie wichtig uns die Eigenständigkeit der Schulen ist.“

Bürgermeister Christian Höhn blieb gerade eine halbe Stunde, um wichtige, zum Teil Millionen schwere Entwicklungen der Gemeinde zu umreißen und Probleme zu benennen. Einer einzigen Anfrage zu Verkehrsangelegenheiten in der Peenestraße schloss sich erneut eine hitzige Debatte der Befürworter und Gegner einer Schulzusammenlegung an, während der sich beide Seiten unfaire Methoden und falsche Behauptungen nachsagten. Einigkeit bestand lediglich in der Ansicht, dass der Empfehlung der Arbeitsgruppe Bildung zur Fusion eine nicht optimal geführte und eigentlich unbeendete Arbeit zugrunde lag. Unter anderem Siegfried Krause, Daniel Telle (Initiative für Karlshagen) einerseits und Bärbel Walther und Heidemarie Fischer andererseits verteidigten ihre jeweiligen Positionen für und gegen eine Schulzusammenlegung in flammenden Reden. Bei zum Teil sehr persönlichen Angriffen wurde deutlich, wie verhärtet die Fronten inzwischen sind.

Marlies Seifert (Linke) brachte ihr Unverständnis für diese Entwicklung zum Ausdruck. Die frühere Bürgermeisterin gehört zu den Fusionsbefürwortern: „Ich kann diese Anfeindungen nicht verstehen. Ein Miteinander im Sinne unserer Kinder und einer zukunftsfähigen Lösung wären besser.“

Das Positive an diesem Abend: Die Debatte, die auch die Fraktionen in der Gemeindevertretung spaltet, verlief sehr offen. Man kennt sich, mitunter bis zum Du. Und die Einwohner spendeten den Redebeiträgen beider Seiten ausgiebig Applaus. Noch steht nicht fest, ob sie bei einem Bürgerentscheid am 8. Januar 2017 selbst Farbe bekennen müssen.

Angelika Gutsche

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