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Usedom Das Wir-Gefühl leben
Vorpommern Usedom Das Wir-Gefühl leben
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00:00 08.06.2017

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In unseren heutigen Strukturen sind wir als Insel im Vergleich mit Mitbewerbern nicht zukunftsfähig. Wir leben von der Substanz, sind unfähig, gemeinsam Probleme zu lösen. Die notwendige Umgestaltung des Vermarkters UTG stockt seit vier Jahren. Wir brauchen Vertrauen, politische Geschlossenheit und unternehmerischen Mut. Es zählt nicht das Gegen-, sondern nur das Miteinander.

In der öffentlichen Hand mangelt es oft an Risikobereitschaft. Und in den Unternehmen spitzt sich die Kostensituation immer weiter zu. Parallel dazu wächst der Instandhaltungsdruck.

Qualitätsforderungen kollidieren mit der „Geiz ist geil“- Haltung mancher Gäste.

Wir brauchen, um gut qualifiziertes Personal zu beschäftigen, Zuzug aus den Ballungsräumen. Dazu aber muss Usedom Perspektiven bieten, Erwartungen erfüllen, Chancen eröffnen. Doch vorab zu etlichen Risiken: Rechtsextremismus, Kriminalität, Umweltsünden, fehlende Infrastruktur, wirtschaftliche Ungleichgewichte zwischen Seebädern und Achterland, mangelnder Gemeinsinn. Die Kombination dieser oft unterschätzten Probleme kann im schlimmsten Fall verheerende Wirkungen haben. Dabei ist das größte Risiko, soweit wir im Erreichten verharren, dass wir ein Risiko gar nicht wahrnehmen.

Fürs Marketing gilt: Viele kleine Marken schwächen die Marke Usedom. Steigende Lohnkosten in den Kurverwaltungen sollen durch immer mehr Geschäft kompensiert werden – ein Irrweg! Auch ständige Erhöhungen der Kurtaxe sind keine Lösung. Ein weiteres Problem: Gemeindevertreter sind oft unzureichend qualifiziert, schlecht vorbereitet und können keine Haushaltspläne lesen. Das geht so nicht.

Nun zu den Chancen und dem, was der Gast von morgen will. Zuerst: 96 Prozent unserer Gäste kommen aus Deutschland, doch dieser Markt wächst nicht mehr. Es kommen mehr Ausländer, auch via Flieger, aber zu wenig. Was ist mit Carsharing? Was mit der Spezialisierung einzelner Häuser auf eine besondere Klientel? Wie sieht das Ferienhotel der Zukunft aus? Wie erreicht man neue Zielgruppen?

Was ist mit der Generation Y, geboren zwischen 1980 und 1999, die vieles in Frage stellt, global und digital aufgewachsen ist?

Ergo: Wir müssen die Marke Usedom stärken, ohne die Unterschiede in der Region zu verwischen. Wir müssen einen Verbund, gemeinsame Strukturen und abgestimmte Zukunftsprojekte hinbekommen. Und: Immer nah am Gast sein.

*Michael Raffelt ist Hotelier und Vize-Chef des Usedomer Tourismusverbandes.

Michael Raffelt

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