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Usedom Das besondere Geschenk des Klaus Wamser
Vorpommern Usedom Das besondere Geschenk des Klaus Wamser
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01:38 07.09.2018
Zinnowitz

Klaus Wamser ist vielen Einwohnern der Gemeinde Zinnowitz ein vertrautes Gesicht gewesen. Der Gastwirt engagierte sich auf vielfältige Weise für seinen Ort.

Klaus Wamser entzündete alljährlich das Osterfeuer des Ortes. Quelle: Foto: Privat

„Das lag ihm immer am Herzen, hier hat er seine Wurzeln und hier hat er auch seine Berufung gefunden“, sagt seine Tochter Diana Awe. Ende Juli ist Klaus Wamser fast 65-jährige nach schwerer Krankheit verstorben, nachdem er 2015 wegen gesundheitlicher Probleme seine Gaststätte „Plapper-

stuw“ geschlossen hatte.

„Wir als Familie waren uns sofort einig, dass wir die besondere Verbindung unseres Vaters mit seinem Heimatort durch ein besonderes Geschenk dokumentieren müssen“, so die Tochter. Statt teurer Blumen zur Beerdigung – „Die wären bei der Hitze sowieso nach einem Tag hin gewesen“, sagt Diana Awe – bat sie um Spenden „Es ist viel Geld bei der Trauerfeier, die wir in seiner Kneipe und ganz in seinem Sinn abgehalten haben, zusammengekommen“, berichtet die Tochter. Viele Zinnowitzer hätten sich beteiligt. „Mein Vater hätte das mit großer Genugtuung zur Kenntnis genommen, denn er war Zinnowitzer mit Leib und Seele“, ist sich die Tochter ganz sicher. „Seine Kneipe, die Plapperstuw, Feste und Events zu organisieren und zu leiten und der Zinnowitzer Dartverein, den er mitgegründet hat und der sich immer in der Plapperstuw traf und auch weiter trifft, das war sein Leben. Er hat sich immer gern mit vielen Menschen umgeben, fühlte sich in großen Gesellschaften sehr wohl“, erinnert sie sich.

Voller Freude hat Diana Awe nun vor wenigen Tagen die stolze Summe von 2000 Euro in die Gemeindekasse eingezahlt. An der Spendenaktion hat sich der Dartverein mit einer größeren Summe beteiligt.

Zuvor hatte sie bereits den Verwendungszweck für das Geld mit dem Zinnowitzer Bürgermeister Peter Usemann besprochen. Die Familie von Klaus Wamser finanziert mit den Spenden die Anschaffung eines neuen Spielgerätes auf dem Spielplatz im Erlengrund. Außerdem geht ein Teil als Unterstützung an die Freiwillige Feuerwehr Zinnowitz. Außerdem ist da noch seine Zinnowitz-Chronik: „In seinem Heimatort kannte er jedes Haus, konnte zu allen Hotels ein Geschichte erzählen. Seine gesammelte Chronik haben wir der Historischen Gesellschaft für das Heimatmuseum übergeben“, berichtet die Tochter. „Wir freuen uns riesig, dass es uns gelungen ist, meinem Vater auf so schöne Weise ein ehrendes Gedenken zu bewahren“, sagt Diana Awe.

Cornelia Meerkatz

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