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Usedom „Das grenzt an Verleumdung“
Vorpommern Usedom „Das grenzt an Verleumdung“
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00:00 12.10.2018
Auf ihrer Koppel in Morgenitz versorgt Ute Detemple etwa ein Dutzend Pferde. Die Haltung ist robust, aber laut Behörden völlig in Ordnung. Quelle: Foto: He
Morgenitz

Immer wieder bekommt Ute Detemple Anrufe oder Post von Tierärzten und anderen Behörden aus der Region – sogar aus Schwerin. Der Grund: Es wird nach dem Zustand ihrer Ponys gefragt. Dann erscheint ein Vertreter der Behörden und bescheinigt: Alles ist in Ordnung. „Seit mehr als 50 Jahren beschäftige ich mich mit Pferden. Meine Island- und Shetlandponys fühlen sich hier sehr wohl. Es gibt keinen Grund zur Sorge“, sagt sie.

Dieses Pferd ist mittlerweile 30 Jahre alt – ziemlich alt für Pferde.

Vor Kurzem erhielt die OZ ein Schreiben von Manfred Pollmann, einem Potsdamer mit Ferienhaus in Stolpe. Er monierte, dass sich die Haltung der Tiere von Jahr zu Jahr verschlechtere, da die Besitzerin offenbar überfordere sei. „Der Zustand der Ponys ist momentan so schlecht, dass einige den kommenden Winter so nicht überleben können“, schrieb er Ende August.

Diesen Vorwurf will die Pferdehalterin so nicht stehen lassen. „Ein Pferd ist bereits 30 Jahre alt. Dies entspricht einem menschlichen Alter von etwa 90 Jahren. Da sieht man oft nicht mehr so schön aus, auch ein paar Falten und Rippen sind zu sehen. Das ist vollkommen normal“, sagt sie auf OZ-Nachfrage. Dieses Pferd wurde jetzt allerdings von der Herde getrennt und lebt mit fast gleichaltrigen Artgenossen auf einem anderen Hof.

Mit Zetteln an der Koppel machte die Pferdeliebhaberin auf die Probleme im Zuge der häufigen Anzeigen anderer Personen beim Veterinäramt aufmerksam. Im Namen der Tiere schreibt sie sinngemäß, dass alle gut versorgt werden. „Wir haben hier alle Heu zur freien Verfügung, bekommen unsere Mineralien und Zusatzstoffe und ich freue mich auf meine täglichen Extraportionen Futter mit vielen Kräutern und hochwertigem Öl, was mir Ute zubereitet“, heißt es in dem Schreiben.

Auch der Landkreis wurde durch Manfred Pollmann in die Angelegenheit involviert. „Nachdem das Veterinäramt auf die Tiere aufmerksam gemacht wurde, war der Amtstierarzt schnell vor Ort, hat sich Pferde und Tierhaltung angeschaut. Aus Sicht des Veterinäramtes gibt es an der Tierhaltung nichts auszusetzen“, so Sprecherin Anke Radlof. „Eines der besagten Pferde ist 30 Jahre alt, zwei andere leiden unter chronischer Bronchitis. Alle Tiere fressen und saufen ausreichend, und sie stehen unter regelmäßiger tierärztlicher Betreuung“, heißt es. „Ich bin seit drei Jahren auf Usedom. Diese Anzeigen gegen mich und die Pferde verstehe ich nicht. Die Haltung der Tiere ist etwas robuster, aber nicht schädlich. Das ist ja Verleumdung“, sagt Ute Detemple .

Hannes Ewert

Seit Anfang Oktober ist Michael Steuer (35) der neue Geschäftsführer der Usedom Tourismus GmbH (UTG). Er setzt auf die Digitalisierung, Qualität auf der Insel und neue Quellmärkte.

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