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Usedom Debatte um Probealarm: Sirene stört Insulaner
Vorpommern Usedom Debatte um Probealarm: Sirene stört Insulaner
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08:06 07.04.2016
Diese Feuerwehr-Sirene in Zinnowitz auf Usedom heult für einen Probealarm jeden Freitag kurz auf. Quelle: Hannes Ewert
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Zinnowitz

Jeden Freitag heult in Zinnowitz auf Usedom die Feuerwehrsirene auf. Trotz der Umstellung von Analog- auf Digitalfunk im vergangenen Jahr bleibt dieser wöchentliche Probealarm auch 2016 in vielen Inselgemeinden erhalten. „Die Sirene heult für 15 Sekunden auf, um die Funktionalität zu testen“, erklärt Ordnungsamtleiter Bernd Meyer vom Amt Usedom Nord.

Auf der Facebook-Seite der OSTSEE-ZEITUNG wird die Sinnhaftigkeit dieser Tests trotzdem heiß diskutiert – viele der Leser halten das Alarmsignal für nicht mehr zeitgemäß. So schreibt Ronny Schulz: „Ich kann es technisch nicht verstehen. Es ging jahrelang ohne diesen Freitagstest.“ Ähnlich sieht dies Carolin Janke. „Mittlerweile wissen wir, dass es Sirenen gibt, und dass sie funktionieren“, kommentiert sie. „Irgendwann sind bei einigen die Nerven am Ende dadurch.“

Die lauten Tests finden auch auf dem Festland statt – im Landkreis Vorpommern-Greifswald gibt es rund 70 Sirenen. „Bei uns in Kröslin gibt es die auch“, sagt Monika Dinse. „Mich stört das nicht. Es gehört zum Freitag einfach dazu.“ Silke Benzmann meint: „Wer weiß wozu es mal gut ist. Wehe man braucht es, und dann geht's nicht.“

Einige Leser halten das Alarmsignal jedoch für gänzlich überholt. „Das Ganze ist irgendwie paradox!“, schreibt Franz Michael Bittner. „Seitdem auf Digitalfunk umgestellt wurde, laufen wieder Sirenentests? Wozu? Für wen? Das ist nicht zeitgemäß.“ Alle Feuerwehrleute würden mittlerweile über digitale Meldeempfänger (DME) alarmiert. „Ich denke, in der heutigen Zeit kann eine Feuerwehr in Sachen Alarmierung gänzlich auf die Sirene verzichten“, so Bittner.

Dem widerspricht jedoch Torsten Ries: „Lieber eine Minute Lärm und du weißt, dass deine Feuerwehr alarmiert werden kann, als kein Lärm und DME-Ausfall im Ernstfall.“ Laut Benjamin Klein hätten noch nicht alle Kameraden die neuen Empfänger. „Von daher ist eine Sirene im Ort sehr wichtig“, kommentiert er. Sascha Mischke: „In Rostock sind Sirenen sogar nachgerüstet worden. Nicht zur Alarmierung der Kameraden, sondern zum Schutz der Zivilbevölkerung.“ Dies bestätigt auch Maik Szymoniak vom Landesfeuerwehrverband. „Die Sirene gilt als Warnung für die Bevölkerung. Zum Beispiel bei Katastrophen“, erklärt er. Dazu zählen Sturmfluten, Chemie-Angriffe und Großfeuer.

OZ

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