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Usedom Delbrückstraße wird drei Jahre Baustelle
Vorpommern Usedom Delbrückstraße wird drei Jahre Baustelle
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00:05 24.02.2017
Heringsdorf

Nach der Maxim-Gorki-Straße soll mit der Delbrückstraße in den nächsten drei Jahren eine weitere, für den innerörtlichen Verkehr bedeutende Straße ausgebaut werden. Ihr Neubau kostet mehr als vier Millionen Euro – für 90 Prozent der Kosten hat die Gemeinde feste Förderzusagen. „Die Zusage gilt drei Jahre. Dann muss die Straße unbedingt fertig sein“, sagt Bürgermeister Lars Petersen (CDU).

„Der Neubau ist dringend erforderlich“, so Bauamtsleiter Andreas Hartwig, der die Delbrückstraße aktuell als das wichtigste Straßenbauprojekt in den Kaiserbädern bewertet und dem die damit einhergehenden Schwierigkeiten sehr bewusst sind. Die Straße liegt nicht nur in einem touristisch bedeutenden Gebiet Heringsdorfs. Vor allem in den Sommermonaten wird sie von vielen Einheimischen genutzt, um den Staus auf der zur deutsch-polnischen Grenze führenden Landesstraße zu entgehen.

420 Anlieger betroffen

Außerdem sind 420 Anlieger betroffen. Ende Januar waren diese zu einer ersten Informationsveranstaltung ins Hotel „Esplanade“ eingeladen. „Weitere werden folgen, wenn feststeht, wer die Straße baut“, sagt Hartwig. In den nächsten Tagen erfolgt die Ausschreibung des ersten von vier Bauabschnitten. „Wir können in diesen Abschnitten nur nacheinander bauen, sonst legen wir den Verkehr im ganzen Ort lahm“, so Hartwig.

Mit dem ersten Bauabschnitt soll schon nach Ostern begonnen werden. Er reicht vom Knotenpunkt Saarstraße/Goethestraße im Ortsteil Ahlbeck, führt nach Heringsdorf über die Puschkinstraße bis zum Eichenweg und zurück durch die Delbrückstraße bis an die Puschkinstraße. „In diesem Abschnitt gibt es keine Umgehungsmöglichkeit. Deshalb müssen wir die Baustelle so betreiben, dass möglichst lange weit an das Baugeschehen herangefahren werden kann“, erklärt Hartwig. Allerdings sei die Situation in den folgenden drei Abschnitten nicht günstiger.

Erster Abschnitt 14 Monate

14 Monate Bauzeit sind allein für das erste Teilstück vorgesehen. Der zweite Abschnitt reicht von der Einmündung Eichenweg bis zur Kreuzung Liehrstraße, der dritte weiter bis an die Friedenstraße heran. Und der vierte und letzte Bauabschnitt der Delbrückstraße ist der zwischen dem Travel Charme Strandhotel und dem Einkaufszentrum (EKZ).

Der Ausbau der auf die Promenade führenden Grenzstraße, des Eichenwegs, des Neuen Wegs und der Brunnenstraße sind in das Projekt eingeschlossen.

Dass der Ausbau nach der Beschreibung des Bauamtsleiters „grundhaft“ erfolgen soll, bedeutet nichts anderes, als dass unterhalb der neuen Straße sämtliche Versorgungsleitungen neu verlegt werden – für Trink-, Ab- und Regenwasser, für Gas und Strom und die Telekom.

Fertige Straße bleib zu

Außerdem wurde die Disa energy GmbH angeschrieben, die bereits seit rund zehn Jahren das Projekt „Ökovision Usedom“ plant, mit dem die Warmwasser- und Wärmeversorgung in den Kaiserbädern auf Basis der Nutzung heimischer geothermischer Energie weitgehend unabhängig vom Gas- und Erdölmarkt gestaltet werden soll. „Wir haben die Gesellschaft angeschrieben, sich jetzt in das Projekt einzubringen.“

Hartwig beschreibt das quasi als deren „letzte Chance“, hier Leitungen zu verlegen. „Wenn die Straße erst fertig ist, soll da niemand mehr ran“. Doch selbst ohne Disa-Engagement sei es zur Einhaltung der notwendigen Sicherheitsabstände eine Herausforderung, die Arbeit der Versorgungsträger zu koordinieren.

Die neue Delbrückstraße wird mit einer 60 Zentimeter dicken Tragschicht und einer aus zwei Schichten bestehenden Asphaltdecke ausgebaut. Zum Straßenbauprojekt gehören außerdem ein zumeist seeseitig angebrachter Gehweg und eine neue Straßenbeleuchtung.

Wöchentlich Bauberatungen

Die Erfahrungen des Neubaus der Maxim-Gorki-Straße haben gelehrt, dass eine enge Zusammenarbeit mit den Anliegern wichtig ist. Deshalb sollen der ersten Grobinformation für jeden einzelnen Bauabschnitt weitere Veranstaltungen folgen, während der die Anlieger informiert werden. „Außerdem wird es in jeder Woche Bauberatungen geben, zu denen die Anlieger eingeladen sind, ihre Belange anzubringen“, sagt Hartwig, der verspricht, so weit es möglich ist, darauf einzugehen.

Angelika Gutsche

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