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Usedom Der Märchenerzähler vom Wolgastsee
Vorpommern Usedom Der Märchenerzähler vom Wolgastsee
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00:00 28.07.2016
Der Wolgastsee und seine Schwäne haben Klaus-Ewald Holst (73) zu einem Märchen inspiriert. Quelle: Angelika Gutsche
Korswandt

Klaus-Ewald Holst (73) ist auf den Schwan gekommen. Kaum zu glauben! Der Energieexperte und Professor ehrenhalber, der sich als Vorstandsvorsitzender der Verbundnetz Gas AG bis zum Eintritt in den Ruhestand souverän zwischen internationalen Größen aus Politik und Wirtschaft bewegte, durch Talkshows tingelte und um die halbe Welt reiste, hat ein Märchen geschrieben.

„Ich wollte mal etwas ganz anderes machen und nun freue ich mich auf das Buch.“Klaus-Ewald Holst (73), Autor

Wertschätzung einer Idylle Und das auf Usedom. Seit 2009 macht Klaus-Ewald Holst mit seiner Familie regelmäßig Urlaub in Heringsdorf. Wenn ihm der Strand unterhalb des Kulms, wo er eine Ferienwohnung angemietet hat, zu voll ist, zieht es ihn seit geraumer Zeit immer wieder an den Wolgastsee. „Ich schätze diese Idylle sehr“, sagt er in einem Gespräch über sein neuestes von insgesamt drei Büchern. Hier am Wolgastsee blickt er allein, mit der Familie oder Freunden auf sein spannendes Leben zurück, das er unter anderem in seiner 2013 im Mitteldeutschen Verlag erschienenen Autobiografie „Bewegte Zeit“

aufgeschrieben hat.

Schicksal in eigenen Händen Es erzählt die Geschichte eines Mecklenburgers, der zur Zeit der friedlichen Revolution in Leipzig am richtigen Platz war und mit Mut und Kompetenz ein ostdeutsches Unternehmen erfolgreich in die Marktwirtschaft führte. Dabei wurde er nebenbei auch noch fast Leipzigs Oberbürgermeister. In seinem Buch beschreibt Klaus-Ewald Holst es rückwirkend „als größtes Glück, meine Entwicklung selbst bestimmen zu können“.

Energie ist sein Leben. Um Energie ging es im Beruf. Energieangelegenheiten brachten ihn nach Russland. Und Energie – besser der Kauf von Gas in Norwegen – machte ihn schließlich zum Königlich Norwegischen Honorarkonsul für Sachsen, Sachsen-Anhalt, Thüringen, Brandenburg und Mecklenburg-Vorpommern.

Auch in der Geschichte, die Holst jetzt über den See auf Usedom verfasst hat, geht es um Energie, die enorme Verwandlungen nach sich zieht.

Zum Familienwerk ausgebaut Ursprünglich schrieb er die Geschichte der beiden Jungen Marki und Raben, die am See das Tannenmännchen ärgern und von diesem in Schwäne verzaubert werden, als Weihnachtsgeschenk für seine Enkel auf. „Sie kam so gut an, dass ich sie ausbaute und ein Kinderbuch verfasste“, erzählt der 73-Jährige. Die Örtlichkeiten wurden leicht verfremdet und so wurde im „Schwanenwunder vom Wolga See“ aus Heringsdorf zum Beispiel Kabeljaustadt. Im Anblick der Schwäne und Tretboote auf dem See schrieb der Leipziger mit leicht erhobenem Zeigefinger über Zauberei, Liebe, Umwelt, gutes Benehmen und bringt es obendrein durch die Teilung der Schwanenpopulation in Tiere vom Ost- und solche vom Westufer auch noch fertig, aktuelle gesellschaftliche Belange einzuweben.

Vorfreude in Korswandt Durch die vielfältigen Talente der künstlerisch begabten Holst wurde das 48-seitige Buch, das in dieser Woche in Druck geht, zu einem Familienwerk. Sohn und Enkel haben illustriert, was Klaus-Ewald Holst verfasste. Sohn und Schwiegertochter schrieben Lieder auf die Geschichte, die sie selbst vertonten und aufnahmen, so dass diese auf einer CD dem Buch beiliegen. „Ich wollte mal etwas ganz anderes machen, und nun freue ich mich schon, unser Buch endlich in den Händen halten und in Korswandt vorstellen zu dürfen“, sagt der Verfasser.

Vorfreude gibt es auch bei Bürgermeister Karl-Josef Wurzel, der die Schwanengeschichte trotz der Verfremdungen ganz klar in Korswandt angesiedelt weiß. „Schon wegen der beigelegten Skizzen, die eindeutig dem Wolgastsee zuzuordnen sind. Wurzel ist sich sicher, dass das Buch viele Abnehmer finden und außerdem Neugier auf den schönen See aufUsedom wecken wird.

Das Buch „Das Schwanenwunder vom Wolga See“ wird in dieser Woche gedruckt; ISBN : 978-3-98 15756-9-9.

Angelika Gutsche

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